Bendorfer Grüne befreien die Landschaft von Müll
Säuberung des Radwegs entlang der Bahn führte zu erschreckenden Ergebnissen
Bendorf. Mit acht Erwachsenen und zwei Kindern machten sich die Bendorfer Grünen auf, den einheimischen und auswärtigen Radlern einen „müllfreien“ Anblick ins Grüne zu ermöglichen. Leider war die Aufgabe kaum zu bewältigen: zusätzlich zu den von der Stadtverwaltung gestellten 10 Müllsäcken mussten noch mehr als 10 weitere erstanden und befüllt werden, so groß war die gesammelte Müllmenge. Schockiert und müde brachten die Aktiven mehr als 20 schwere Säcke zur Sammelstelle. „Es ist doch viel umständlicher, prall gefüllte Tüten mit Altglas irgendwo in der Landschaft zu verstecken, als sie in einem Glascontainer auf einem Parkplatz zu entsorgen“, drückt OV-Mitglied Philipp Scherber sein Unverständnis über ein solches Verhalten aus. Neben zahlreichem Glasmüll sammelten die Grünen auch Unmengen achtlos aus dem Auto geworfene Fast-Food-Verpackungen, Elektroschrott, sowie eine nahezu komplette Angler-Ausrüstung ein.
„Macht Ihr das freiwillig?“ fragte erstaunt eine Passantin. Was soll man dazu sagen? „Ja klar“, antwortete OV-Mitglied Carla Caspari, „wir haben ja noch immer die Hoffnung, dass ein gutes Beispiel mehr bewirkt als bloßes Meckern und sich Beschweren über den vielen Müll in der Stadt und an den Wegen.“ Grundschulkind Pepe gönnte sich nach zweieinhalb Stunden Müll-Sammeln ein kleines Nickerchen auf der nun sauberen Wiese. Das Kindergartenkind Ira durfte das Abschlussfoto schießen.
Pressemitteilung Ortsverband Bendorf Bündnis 90/Die Grünen
