MdB Detlev Pilger und Bundestagskandidat Dr. Thorsten Rudolph bei der AWO Rheinland
Beratungsbedarf gestiegen
Koblenz. Der Bundestagsabgeordnete Detlev Pilger (SPD) besuchte zusammen mit seinem Nachfolger als Bundestagskandidat für den Wahlkreis Koblenz, Dr. Thorsten Rudolph (SPD), den Fachbereich Migration und interkulturelle Öffnung des AWO Bezirksverbandes Rheinland e.V. In einem intensiven Austausch stellten Bereichsleiter Selim Özen und die Teamleiter Funda Mercan, Gennadi Jakobson und Hüseyin Ocar die Aufgaben des Bereiches vor: den „Migrationsfachdienst“ für Zuwanderer, die schon länger in Deutschland leben und Beratung beispielsweise zur Einbürgerung oder zu sozialen Leistungen benötigen, die „Migrationsberatung“ für erwachsene Neuzuwanderer etwa beim Spracherwerb oder der Integration in den Arbeitsmarkt sowie die „Interkulturelle Ambulante Familienhilfe“ für Familien in schwierigen Lebenslagen.
Die Corona-Pandemie hat dabei durchaus erhebliche Auswirkungen auf die tägliche Arbeit, wie Bereichsleiter Selim Özen berichtet. So sei der Beratungsbedarf und insbesondere die Beratungsfrequenz gestiegen. Einer der Gründe dafür sei auch, dass der zunehmend digitale Austausch mit Behörden oder Bildungseinrichtungen eingewanderte Menschen aufgrund noch vorhandener Sprachbarrieren vor besondere Schwierigkeiten stelle. „Ich bin froh, dass wir hier so engagierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben, so dass wir diese gestiegene Nachfrage nach Beratung und Begleitung bedienen und bei Problemstellungen aller Art unterstützen können“, so Özen. Das gelte umso mehr, als die Angebote derzeit nicht mehr als offene Sprechstunden angeboten werden können, sondern nur noch nach Terminvereinbarung.
Dr. Thorsten Rudolph (SPD) betonte in dem Gespräch, wie wichtig die von den Leitgedanken der AWO wie Toleranz, Freiheit und Gleichheit geprägten Angebote gerade auch in diesen schwierigen Zeiten sind: „Die Arbeit der AWO Rheinland e.V. ein bedeutsamer Beitrag für gelungene Integration und Chancengerechtigkeit. Ich möchte ich mich als Bundestagsabgeordneter in Berlin dafür einsetzen, dass die entsprechenden Angebote auch weiterhin bedarfsgerecht finanziert werden. Denn nur eine erfolgreiche Integration sichert Teilhabe und Chancengerechtigkeit in einer modernen, solidarischen und diversen Gesellschaft“.
Pressemitteilung des
Büro von Detlev Pilger

Man kennt ja das teils völlig überzogene, sich immer wieder tagtäglich wiederholende politische Wortvokabula, dem man nichts abgewinnen kann, weil es eben zum politischen BlaBlaBla dazugehört.
Zu einer modernen, solidarischen Gesellschaft gehören Verständnis, Mitgefühl, Hilfsbereitschaft, Entgegenkommen, denen gegenüber, die man als divers (verschieden) bezeichnet. Davon entfernt sich unsere Gesellschaft immer mehr. Auch das Wörtchen "Geld (man bezeichnet es als finanziell)" ist offensichtlich, wie auch hier, aus dem politischen Sprachgebrauch nicht mehr wegzudenken. In Deutschland verbindet man alles mit Geld, sogar Menschlichkeit. Integration kostet Geld, aber man kann vieles auch ohne Kohle erreichen, wie z.B. durch ein nachbarschaftliches Aufeinanderzugehen auf Menschen, die migrationsbedingt sprachlich für jede Hilfestellung dankbar sind. Manch einem steht Hilflosigkeit ins Gesicht geschrieben. Man muss es nur "lesen" können und nicht nur wegschauen.