Politik | 16.06.2020

SPD Bad Neuenahr-Ahrweiler für Feuerwehr-Rente

Besonderer Dienst für die Gesellschaft soll wertgeschätzt werden

Auch in Bad Neuenahr-Ahrweiler finden die Wehren schwerer Nachwuchs. Foto: A. Simon

Bad Neuanahr-Ahrweiler. Die ehrenamtlichen Tätigkeiten in den Freiwilligen Feuerwehren sollen mit einer Zusatz-Rente honoriert werden. Der SPD-Ortsverein Bad Neuenahr-Ahrweiler unterstützt diese Forderung der SGK (Sozialdemokratische Gemeinschaft für Kommunalpolitik) Rheinland-Pfalz.

Der Hintergrund: Die Mitgliederzahlen bei den Freiwilligen Feuerwehren in Rheinland-Pfalz sind in den vergangenen Jahren spürbar geschrumpft. Die Wehren finden schwerer Nachwuchs und das kann zukünftig zu einem Problem für die Sicherheit der Bürger werden. Denn die Ehrenamtlichen sind unverzichtbar, in großen Städten genauso wie in kleineren Gemeinden. Die Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler hat keine eigene Berufsfeuerwehr und ist deshalb auf das Engagement der Freiwilligen angewiesen. Auch bei uns mussten schon Wehrstandorte in den Stadtteilen geschlossen werden.

Alexander Simon, Co-Vorstand des SPD-Ortsvereins Bad Neuenahr-Ahrweiler: „Wir appellieren an das Land Rheinland-Pfalz, die Voraussetzungen für eine Zusatz-Rente zu schaffen.“ Mit einer Zusatz-Rente soll nicht nur der besondere Dienst für die Gesellschaft wertgeschätzt werden, so der SPD-Ortsverein. Es soll auch ein zusätzlicher Anreiz sein, Bürgerinnen und Bürger als Mitglieder für die Freiwilligen Feuerwehren zu gewinnen und langfristig zu halten. „Wir wollen damit die örtlichen Feuerwehren stärken“, so Alexander Simon. „Wir müssen zum einen die demographische Entwicklung berücksichtigen und wollen zum anderen das Ehrenamt in einer Feuerwehr attraktiv halten.“

Es liegt in der Zuständigkeit einer Gemeinde, eine schlagkräftige und gut ausgerüstete Feuerwehr bereit zu halten. Das freiwillige Engagement hier ist schon deshalb nicht mit anderen ehrenamtlichen Aktivitäten vergleichbar, weil ein besonderes Maß an persönlichen Pflichten entsteht.

Der Ausbildungs- und Einsatzdienst verlangt Einsatzbereitschaft zu jeder Tages- und Nachtzeit sowie ein hohes Fachwissen durch Aus- und Weiterbildung ab. Freiwillige werden dabei in ihrer Aufgabe amtlich verpflichtet.

Die Finanzierung der Zusatz-Rente, so die SGK Rheinland-Pfalz, sollte über Beiträge durch das Land und die kommunalen Träger der Feuerwehr erfolgen. Die „Feuerwehrrente“ könnte ab der Vollendung des 63. Lebensjahres bzw. nach Ausscheiden aus dem aktiven Dienst ausgezahlt werden. Das Bundesland Thüringen hat bereits eine solche Zusatz-Rente für ihre Feuerwehren. Dort können die Freiwilligen bis zu 46 Euro pro Monat an zusätzlicher Rente bekommen. In Rheinland-Pfalz, so der SPD-Kommunalverband, sollen bei einer langjährigen Zugehörigkeit in einer Freiwilligen Feuerwehr deutlich höhere Leistungen möglich sein.

Der SPD-Ortsverein regt zudem an, auch weitere ehrenamtliche Tätigkeiten durch Maßnahmen wie eine mögliche Zusatzrente zu stärken. „Wir wollen“, so die Co-Vorsitzende Ursula Koll, „freiwillige Engagements in Rettungsdiensten und Katastrophenschutz als unverzichtbare Kräfte unserer Daseinsvorsorge erhalten und fördern.“

Pressemitteilung

SPD Bad Neuenahr-Ahrweiler

Auch in Bad Neuenahr-Ahrweiler finden die Wehren schwerer Nachwuchs. Foto: A. Simon

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  • Rita Butz: Sehr schön verfasster Bericht , sehr zutreffend und diese beiden " Helden " üben eine Vorbildfunktion für unsere Gemeinde aus !! L. G. verbunden mit meiner höchsten Wertschätzung!!

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