Ortstermin der WählerGruppe Remagen (WGR) in Unkelbach
Bestandsaufnahme zum Busverkehr
Remagen-Unkelbach. Als überholungsbedürftig stuft die WählerGruppe Remagen (WGR) die derzeitige Situation des öffentlichen Personennahverkehrs in Unkelbach ein und nimmt dabei als äußeres Anzeichen den Zustand des Wartehäuschens an der Haltestelle Unkelbach-Mitte. Ortsbeiratsmitglied Udo Müller und Mauritius Stichnote, ebenfalls Kandidat der WGR bei den Ortsbeirats- und Stadtratswahlen, konnten sich bei einem Ortsrundgang vom schlechten Zustand der Haltestelle ein Bild machen. Zwar sieht es bei der Gegenhaltestelle in Richtung Oedingen besser aus, aber nur, weil dort gar kein Wartehäuschen existiert, so aber die wartenden Fahrgäste gänzlich im Regen stehen.
Konkrete Vorschläge
"Im Regen stehen gelassen" – so umschreibt die WählerGruppe Remagen (WGR) die Situation des Unkelbacher ÖPNV seit der Fahrplanumstellung im August 2012. Hatte Udo Müller für die WGR im Ortsbeirat vom Juni 2012 noch eine Bestandsaufnahme zum Busverkehr vorgestellt und Entwicklungspotenziale aufgezeigt, so war der gesamte Ortsbeirat doch sehr überrascht, als ab August 2012 alle Busfahrten der Linie 851 und teilweise auch der 852 außerhalb der Schulzeiten auf Ruftaxi umgestellt wurden. Dies führte zu einem Verdrängungsprozess der Berufspendler, die sich damals auf das Busangebot der Linien 851 und 852 verlassen hatten. „Nach jetzigem Stand wäre eine Wiederherstellung des Zustand vor Sommer 2012 schon eine Verbesserung“, meint Udo Müller, „allerdings waren eine Erreichbarkeit Unkelbachs über 18 Uhr hinaus, sowie eine zeitgemäße Linienführung, die sich an die Abfahrtszeiten der DB orientiert, konkrete Vorschläge, die langfristig zu einer wirtschaftlicheren Auslastung der Buslinien hätten führen können.“ Die Bestandsaufnahme von Udo Müller, die auf eigenen Erfahrungen und Gesprächen mit Busfahrern und Fahrgästen beruhte zeigte, dass gerade die abendliche Busverbindung um 17.56 Uhr langsam aber beständig bis zum Sommer 2012 von einer kleinen Pendlergruppe gut angenommen wurde. Mit dem dann folgenden Fahrplanwechsel zum August 2012 wurde diese positive Entwicklung im Keim erstickt. Heutige Beobachtungen zeigen, dass Fahrgäste die jetzt am Bahnhof Oberwinter ankommen, sich wieder von Familienangehörigen abholen lassen oder selber mit dem Auto fahren, das Fahrrad benutzen oder sogar zu Fuß laufen.
Anrecht auf Beförderung
Es bleibt weiterhin Aufgabe des Kreises, ein ausgewogenes ÖPNV-Angebot im Kreis Ahrweiler somit auch in der Stadt Remagen bereitzustellen. Ortsbeiratsmitglied Müller gibt zu bedenken, dass Inhaber eines VRS-Jobtickets - inklusive zusätzlicher Zahlung des Ahr-Übergangstarifs - auch ein Anrecht auf Beförderung haben, und dies nicht nur bis zum Bahnhof Oberwinter oder Remagen. Es bleibt zu befürchten, dass auch die Linie 852 in nächster Zeit von diesen Maßnahmen betroffen sein wird. Dann wären Unkelbach und die umliegenden Ortsteile von Remagen gänzlich von einem regelmäßigen Busbetrieb abgeschnitten. Allein der Wegfall von nicht ausgelasteten Buslinien ist sicher kein probates Mittel, im ländlichen Raum die Attraktivität des ÖPNV zu steigern. Die mit dem Fahrplanwechsel verbunden Einsparungen sollten nicht allein dazu dienen, anderweitig aufgetretene Löcher im Finanzhaushalt zu bedienen. Vielmehr sollte eine durchdachte Verkehrsplanung dazu führen, eine attraktive Grundversorgung im ländlichen Raum anzubieten, die insbesondere Pendlern eine nutzbare Alternative zum PKW darstellt. Diese Planungen sollten auch nicht an der jeweiligen Landesgrenze aufhören. VRS, VRM sowie der Kreis Ahrweiler, der Rhein-Sieg-Kreis und die Stadt Bonn müssen Verkehrsplanungen nach Meinung der WGR endlich am zeitgemäßen Bedarf ausrichten.
Gemeinsamer Antrag
Ein gemeinsamer Antrag von WGR und Bündnis90/Die Grünen wird dieses Thema im Remagener Stadtrat auf die Tagesordnung bringen - in Zeiten des Wahlkampfes ein bemerkenswertes Anliegen. Für die Sitzung des Stadtrats am 19. Mai wurde er leider nicht in der Tagesordnung berücksichtigt. Im Ortsbeirat Unkelbach wird sich die WählerGruppe Remagen (WGR) auch weiterhin mit Nachdruck für einen besseren ÖPNV einsetzen.
Pressemitteilung der
WählerGruppe Remagen (WGR)
