Politik | 24.02.2016

FWG Weißenthurm

Besuch der Villa Ausonius in Oberfell

Weißenthurm/Oberfell. Die Villa Ausonius, ein einzigartiges Leuchtturmprojekt, in dem wegweisend ehrenamtliche und professionelle Hilfe im Alter verknüpft werden, bekam Besuch aus Weißenthurm. Neben dem Bürgermeister der Verbandsgemeinde, Georg Hollmann, dem Stadtbürgermeister Gerd Heim, den Ratsmitgliedern Margarete und Christoph Thilmann, Bernd Scharn und Johannes Juchem erhielten auch der Vorsitzende des Weißenthurmer Vereinsrings Manfred Henneberger und der Vorsitzende des Kirchenverwaltungsrates Manfred Hobbach Gelegenheit, sich die Anlage am Moselufer anzuschauen. Eingeladen hatten Uwe Berens, Geschäftsführer von Projekt3, dem Träger der Einrichtung, und Gottfried Thelen, dem Vorsitzenden des Bürgervereins Oberfell. Gottfried Thelen war in seiner Zeit als Ortsbürgermeister Initiator für die Gründung des Kompetenzzentrums. Als der Landkreis Mayen-Koblenz Konzepte für neue Modelle der Pflegestrukturplanung suchte, bewarb sich die Ortsgemeinde gemeinsam mit Projekt3. Thelen beschrieb der Besuchergruppe aus Weißenthurm das zähe Ringen, das aus der Idee Wirklichkeit werden ließ, und den kurvenreichen Weg bis zur Fertigstellung im Jahr 2014. Dass das Projekt überhaupt die überaus lange Planungsphase überstand, war offensichtlich auch in Anbetracht skeptischer Oberfeller keine Selbstverständlichkeit.

Heute ist in der Anlage neben ambulant geführten Wohngruppen für Menschen, die nicht mehr alleine leben können, auch eine Gruppe für Demenzkranke untergebracht. In überzeugender Weise schilderte Uwe Berens das in der Villa Ausonius gelebte Konzept der Altenversorgung. Um eine gemeinsame Wohnküche sind jeweils zwölf individuell eingerichtete behindertengerechte Einzelappartements angeordnet. Speziell ausgebildete Alltagsbegleiter unterstützen rund um die Uhr mit Kochen, Putzen, Pflegen, Kommunizieren und Betreuen. Ergänzt wird das Angebot durch den ambulanten Pflegedienst „Kompetenz zu Hause“. Er ist ebenfalls in der Villa Ausonius untergebracht und betreut Bedürftige aller Pflegestufen nicht nur in der Villa Ausonius, sondern auch in Oberfell und Umgebung.

Die Villa Ausonius wäre aber nicht die Villa Ausonius ohne die ehrenamtlichen Helfer des Bürgervereins Oberfell. Der 2012 gegründete Verein setzt auf gegenseitige, generationenübergreifende Hilfe in allen Bereichen. Mitglieder, die jetzt helfen, bekommen nach einem speziellen Zeitpunkte-System eine Gutschrift, die sie einmal einlösen können, wenn sie selbst Hilfe benötigen.

Das Zusammenspiel von selbstorganisierten Wohngruppen, ambulantem Pflegedienst, Alltagsbegleitern und der ehrenamtlichen Unterstützung durch den Bürgerverein ermöglicht die gemeindenahe Versorgung hilfsbedürftiger Menschen, die alleine nicht mehr zurecht kommen. Individuell müssen nur die benötigten Dienstleistungen wie Hilfe im Haushalt oder Pflege und Betreuung ambulant dazu gebucht werden. Damit wird den Bewohnern so lange wie möglich eine Alternative zur vollstationären Versorgung ermöglicht. Die Weißenthurmer Besucher waren begeistert vom rundum überzeugenden Gesamtkonzept der Einrichtung, die nicht nur eine völlig neue Form des Zusammenlebens im Alter ermöglicht, sondern auch eine Begegnungsstätte im Ort darstellt, die den hilfsbedürftigen Bewohnern eine Teilnahme am Dorfleben ermöglicht. Die Besucher waren sich darin einig, dass von einer solchen Einrichtung nicht nur die Bewohner sondern der gesamte Ort profitieren. Auch Verbandsgemeindebürgermeister Hollmann zeigte sich beeindruckt von dem vorgestellten Konzept, gab aber zu bedenken, dass ein solches Modellprojekt nicht eins zu eins auf andere Gemeinden wie Weißenthurm übertragbar sei. Dennoch lohne es sich, intensiv über ein solches Projekt nachzudenken und dafür zu werben.

Pressemitteilung der

FWG Weißenthurm

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  • Rita Butz: Sehr schön verfasster Bericht , sehr zutreffend und diese beiden " Helden " üben eine Vorbildfunktion für unsere Gemeinde aus !! L. G. verbunden mit meiner höchsten Wertschätzung!!

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