Politik | 23.05.2023

AfD Ahrweiler zur aktuellen Verkehrspolitik

Binnenschifffahrt bald auf Tauchfahrt?!

Kreis Ahrweiler. Anlässlich der spektakulären Überführungs-und Vorbeifahrt des Spezialtransportes vom U-Boot „ S 196“ , am 14. Mai vor historischer Kulisse der ehemaligen von Ludendorff-Brücke, deren Ruinen heute schweigend, aber dennoch laut, als Mahnmal gegen den Irrsinn des Krieges, ihren Ruf in die Welt hinausposaunt, möchte der Schiffseigner Franziskus Schramm, gebürtiger Remagener, das U-Boot als Sinnbild, als Metapher nutzen, um vor der drohenden politischen Tauchfahrt der Binnenschifffahrt als umweltfreundlichsten Verkehrsträger aller, aufmerksam machen zu wollen.

Am 05.04.23 lancierte die Grünen-Politikerin Stina Reichhardt einen Artikel in der Presse mit dem Titel: „Binnenschiffe sind nicht die Lösung“, um nachhaltige und umweltgerecht Verkehrsströme in der Zukunft zu lenken. Die Bahn soll medial gepusht werden. Aufgrund der Umweltideologie in der aktuellen Bundesregierung hat Volker Wissing, Verkehrsminister der FDP, zum Entsetzen aller Schiffseigner jede weitere Unterstützung aus Steuermitteln in dringend notwendige Infrastrukturmaßnahmen ersatzlos gestrichen, mit der Begründung es sei kein Geld mehr vorhanden.

Über die Medien soll den Bürgern suggeriert werden, dass die Bahn das umweltfreundlichste Verkehrsmittel der Zukunft darstellt. Weit gefehlt! Die Bahn bezieht ihren Strom derzeit aus Kohle- und Atomkraftwerken, wir haben gelernt das Atomstrom die Netze verstopft, Flatterstrom aus Windkrafträdern, die dann gelegentlich zur Verfügung stehen, sorgen dann natürlich für Verspätung.

Wasserstraßen hingegen, Flüsse oder Kanäle sind immer Lebensräume, mit wenig Versiegelungen. Dort wo Flüsse kanalisiert sind, wird umweltfreundlicher Strom über Wasserkraftwerke produziert.

Darüber hinaus verfügt der Verkehrsträger Binnenschifffahrt über freie Kapazitäten, im Gegensatz zur Bahn, obgleich dieser Verkehrsträger nur 8 bis 10 Prozent in Deutschland am gesamten Güterverkehrsaufkommen teilhaben, stellt dieser mit wenigen aber dafür modernen und hocheffizienten Schiffe die Grundversorgung der Industrie sicher.

Den Wenigsten ist bekannt, dass 75 Prozent aller deutschen Großstädte über Wasserstraßenanschlüsse verfügen. Nicht eine neue Straße oder ein neues Gleisbett bräuchte gebaut zu werden. Die Binnenschifffahrt könnte, ohne dass ein weiteres Schiff neu gebaut werden müsste, sofort 25 bis 30 Prozent mehr Ladungstonnen sowohl von der Schiene als auch der Straße auf die umweltfreundlichere Wasserstraße umlenken. In den Niederlanden beispielsweise gibt es ein Gesetz, dass ab 25 km Entfernung immer zuerst geprüft werden muss, ob ein Transport über das Schiff und der damit verbundenen Wasserstraße möglich ist. Das wäre nachhaltige Umweltpolitik, denn die Wasserstraßen sind bereits vorhanden und müssten nur gepflegt und verbessert werden.

Ein modernes Gütermotorschiff wie beispielsweise das Schiff von Franziskus Schramm aus Remagen entlastet die Autobahn bei nur 80 m Länge, 9m Breite und 2,74 m Tiefgang um 52 bis 53 Lastkraftwagen.

Abschließend, um aus der Tauchfahrt, wieder an die sichere Oberfläche auftauchen zu können, wäre eine objektivere Berichterstattung in den Medien wünschenswert, frei von politischer Indoktrination. Mehr Wasser statt Stau, mehr H2O statt CO2, denn die Binnenschiffer „entlastern“ nicht nur die Umwelt, sondern fördern zeitgleich Lebensräume, fördern Erholungs-und Rückzugsgebiete für Mensch und Tier und auch das Fernweh für all jene Menschen, die uns oft neidisch und sehnsuchtsvoll, träumerisch hinterhersehen, wenn entlang der Wasserstraßen viele Binnenschiffer nahezu unauffällig ihren für die Infrastruktur unverzichtbaren Dienst verrichten.Pressemitteilung

AfD Ahrweiler

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
23.05.202322:38 Uhr
Michaela Schäfer

Das hat Franziskus Schramm sehr gut geschrieben. Es braucht nicht noch mehr Rodung unserer Wälder damit Straßen, Brücken und Gleisbetten gebaut werden. Pflegt einfach die Natur, ohne ihr ins Handwerk zu pfuschen in Form von Begnadigung von Flüssen.....

Bildergalerien
Neueste Artikel-Kommentare

Die alte Ockenfelser Linde soll fallen

  • Claudia W. : Ich bin in der Bergstraße aufgewachsen, meine Großeltern lebten dort. So traurig das ein einzelner so etwas durchsetzt! Ich hoffe das es noch abgewendet wird und dieser schöne alte Baum erhalten bleibt.
  • Iris Arens : Es wiederholt sich immer und überall: Auswärtige ziehen in Kenntnis der Sachlage zu und klagen anschließend gegen die bei Zuzug bereits bestehenden und bekannten Umstände. Hoffentlich bleibt die Linde...

Verschiebung wegen Planungsunsicherheit

  • Sabine Weber-Graeff: Da werden Abermilliarden in die Aufrüstung der Bundeswehr,respektive die Landesverteidigung gesteckt und dann wird seitens von Grün ernsthaft erwogen in den Sichtbereich des militärischen Radars zwei...
  • Joschi Hund: Leider kann man nicht mehr von einem Antik und Trödelmarkt sprechen, warum ? Wenn über die Hälfte der Händler Neuware anbieten und Ihre Waren mit Festpreisen ausgezeichnet haben. Man kann sagen über 80 % der Aussteller waren Händler.
Monatliche Anzeige
Rund ums Haus
Media-Auftrag 2026/27
AZ_Gelenk 2026
Zukunft trifft Tradition KW 18
Azubispots Bad Neuenahr 2026
Betriebsferien Mai 2026
Stellenanzeige City - Dienst - Erzieher
Azubispots Bad Neuenahr 2026
Empfohlene Artikel
Weitere Artikel
In den Thürer Wiesen wächst das Beweidungsprojekt weiter: Zwei Kühe und vier Kälber der Karpatischen Wasserbüffelherde sind am Dienstag in eine neu erschlossene Projektfläche umgezogen.Foto: Stiftung für Natur und Umwelt im Landkreis Mayen-Koblenz
5

Beweidungsprojekt wächst auf fast 30 Hektar

Wasserbüffel erobern neue Flächen in den Thürer Wiesen

Thür. In den Thürer Wiesen wächst das Beweidungsprojekt weiter: Zwei Kühe und vier Kälber der Karpatischen Wasserbüffelherde sind am Dienstag in eine neu erschlossene Projektfläche umgezogen. Damit stehen der Stiftung für Natur und Umwelt im Landkreis Mayen-Koblenz ab sofort zusätzliche zehn Hektar Feuchtwiesen westlich der L113 als Ökokontofläche zur Verfügung. Insgesamt umfasst die Projektfläche in den Thürer Wiesen nun fast 30 Hektar.

Weiterlesen

Die Stadt Andernach hat ihr beliebtes Naherholungsgebiet, die Mayener Hohl, in den vergangenen Monaten umfassend forstwirtschaftlich aufgewertet. Foto: Stadtverwaltung Andernach / Regina Unruh
13

Stadt Andernach entwickelt innerstädtischen Grünzug ökologisch weiter

500 neue Bäume für die Mayener Hohl

Andernach. Die Stadt Andernach hat ihr beliebtes Naherholungsgebiet, die Mayener Hohl, in den vergangenen Monaten umfassend forstwirtschaftlich aufgewertet. Entlang des rund 600 Meter langen innerstädtischen historischen Weges standen vor allem zwei Ziele im Fokus: die Wiederherstellung der Verkehrssicherheit und die nachhaltige Stärkung des gesamten Gehölzbestandes.

Weiterlesen

10

Ab dem 28. Mai auf dem Unkeler Sportplatz

Deutsches Sportabzeichen in Unkel erwerben

Unkel. Es ist wieder so weit: Ab Donnerstag, dem 28.05.2026, besteht die Möglichkeit, zwischen 18:00 Uhr und 20:00 Uhr nach telefonischer Absprache das Deutsche Sportabzeichen auf dem Unkeler Sportplatz zu erwerben. Dies erfolgt im Rahmen von Training und Abnahme.

Weiterlesen

Daueranzeige
Dauerauftrag 2026
Mülltonnen -Reinigung, bis auf Widerruf
Industriemechaniker
Minijob
Innovatives rund um Andernach
Azubispots Bad Neuenahr 2026
Vorabrechnung, Nr. AF2025.000354.0, April 2026
10 Jahre NOWI
Titelanzeige
Stellenanzeige
10 Jahre Nowi
Innovatives rund um Andernach
Stellenanzeige
Stellenanzeige
Nachruf-Anzeige Marjanca Maguin
Stellenanzeige Sachbearbeiter/in