Politik | 30.08.2016, 10:43 Uhr

Fragebogenaktion in Hönningen startet jetzt

Bürger entscheiden über die sportliche Zukunft der Gemeinde

Ortsbürgermeister Hans-Josef Weber (v. l.), 1. Beigeordneter Jürgen Schwarzmann und Stefan Henn vom Institut für Sportstättenentwicklung stellten das Projekt „Fit an der Ahr“ vor. UM.

Hönningen. Die Ortsgemeinde Hönningen steht vor der Sanierung des Sportplatzes an der Ahr, und dabei kam die Idee auf, die Bürger mit ins Boot zu nehmen und außer dem Sportplatz einen Bewegungs- und Gesundheitsstandort zu entwickeln, der jedem Einwohner der Ortsgemeinde dienen soll, ob jung oder alt.

Bevor die Ortsgemeinde Geld in die Hand nimmt, um den Sportplatz aufwendig zu sanieren, beschloss Ortsbürgermeister Hans-Josef Weber gemeinsam mit den Ratsmitgliedern, eine Bürgerversammlung einzuberufen. Bei der gut besuchten Veranstaltung konnte Weber Stefan Henn vom Institut für Sportstättenentwicklung (ise) in Trier begrüßen, der künftig das Projekt „Fit an der Ahr“ fachlich begleiten wird. In der Versammlung wurden bereits Vorschläge der Bürger aufgegriffen, nun wird die Ortsgemeinde im nächsten Schritt eine Befragung mit einem fünfseitigen Fragenbogen durchführen.

Kreative Vorschläge erwünscht

In einem Pressegespräch erläuterte Ortsbürgermeister Weber zusammen mit dem 1. Beigeordneten Jürgen Schwarzmann und Stefan Henn (ise), das weitere Vorgehen. Weber machte deutlich, dass in Hönningen viele Menschen Sport treiben und Sport und Bewegung immer mehr an Bedeutung gewinnen. Bereits heute bieten der Sportplatz, die vielen Rad- und Wanderwege oder die Räume im Gemeindehaus oder Kindergarten vielfältige Möglichkeiten. Auch wenn der Sportplatz sowie der angrenzende Spiel- und Bolzplatz bereits Raum für Sport und Bewegung bieten, möchten die Ortsgemeinde und das begleitende Institut um mehr. Es geht um die Anschaffung neuer Bewegungs- und Spielgeräte, die Schaffung von Ruhe- und Erholungsräumen sowie senioren- und kindgerechten Angeboten und noch vieles mehr, das gemeinsam mit den Bürgern entwickelt werden soll. Ein Fragebogen wurde entwickelt, der die Menschen mitnehmen soll, und Ortsbürgermeister Weber forderte auf: „Seien sie kreativ. Teilen Sie uns mit, was Sie sich rund um Sport, Bewegung und Erholung in Hönningen wünschen.“ Die Teilnahme an der Befragung sei freiwillig und anonym, die Daten würden im Institut für Sportstättenentwicklung wissenschaftlich ausgewertet. Ab sofort werden sich die Ratsmitglieder auf den Weg machen, um persönlich die Fragenbögen abzugeben. Da alle Bürger angesprochen sind, wird es für jedes Haushaltsmitglied einen Fragebogen geben. Wer die Daten per Internet übermitteln möchte, kann einem Link unter https://www.soscisurvey.de/hoenningen/ folgen, der zu den einzelnen Fragen führt.

„Einmalig im Landkreis“

„Sie sehen also, dass die Ortsgemeinde bemüht ist, alle Bürger mitzunehmen und die Entscheidung auf breiter Schulter zu tragen, da es auch um viel Geld geht, das die Gemeinde investieren möchte, um die Bevölkerung fit und gesund zu halten. Daher ergeht die Bitte an alle, sich zu beteiligen, um gemeinsam etwas zu entwickeln, was so im Landkreis noch einmalig sein dürfte und der immer größeren Forderung nach mehr Bürgerbeteiligung gerecht wird“, betonte Weber abschließend. UM

Ortsbürgermeister Hans-Josef Weber (v. l.), 1. Beigeordneter Jürgen Schwarzmann und Stefan Henn vom Institut für Sportstättenentwicklung stellten das Projekt „Fit an der Ahr“ vor. Foto: UM.

BLICK aktuell bei Google bevorzugen
Erhalte mehr Inhalte von uns in deinen Google-Suchergebnissen.
Täglich exklusive Inhalte
Täglich exklusive Inhalte

Das digitale Magazin für Rhein, Ahr und Eifel — jeden Tag eine neue Ausgabe, optimiert fürs Smartphone.

  • 30 Tage gratis
  • Neue Ausgabe jeden Tag
  • Für unterwegs gemacht
Heutige Ausgabe lesen
Blick aktuell
Regio MAGAZIN

Bildergalerien
Monatliche Anzeige
Rheinbacher Ausbildungsmesse
Rheinbacher Ausbildungsmesse
Rheinbacher Ausbildungsmesse
Ausbildungsmesse Rheinbach
Rheinbacher Ausbildungsmesse
Sonderseiten Pellenzer Ausbildungsmesse
Empfohlene Artikel
Kreiswahlleiterin Gabriele Wieland gratulierte Klaus Lütkefedder, der am 11. September zum neuen Landrat des Westerwaldkreises ernannt wird.
19

Westerwaldkreis. Am 30. August traten Klaus Lütkefedder von der CDU und Dr. Tanja Machalet von der SPD in der Stichwahl um das Amt an der Spitze der Kreisverwaltung des Westerwaldkreises an. Wie der Wahlausschuss in seiner Sitzung feststellte, entfielen 60,6 % der abgegebenen gültigen Stimmen auf Klaus Lütkefedder. Somit haben ihn die Bürgerinnen und Bürger bei einer Wahlbeteiligung von 30,9 % zum neuen Landrat des Westerwaldkreises gewählt.

Weiterlesen

Die politische Bilanz von Norbert Hansen ist in Kettig an vielen Stellen bis heute sichtbar.Foto: privat
28

Kettig. Mehr als 300 Bäume gepflanzt, rund 250 neue Bauplätze geschaffen, das Gewerbegebiet erschlossen, Kindergarten und Grundschule weiterentwickelt und neue Orte für Sport und Begegnung geschaffen: Die politische Bilanz von Norbert Hansen ist in Kettig an vielen Stellen bis heute sichtbar. Am 21. September wird der ehemalige Ortsbürgermeister 80 Jahre alt.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Die Flut hat 2021 in weiten Teilen des Ahrtals erhebliche Schäden verursacht.
1945

Hochwasserschutz falle in die Zuständigkeit der Länder

Neue Rückhaltebecken im Ahrtal dürfen nicht durch den Aufbaufond finanziert werden

Kreis Ahrweiler. Mithilfe des Aufbaufonds wollte die Landrätin des Kreises Ahrweiler, Conelia Weigand (parteilos) den Bau neuer Rückhaltebecken im Ahrtal finanzieren. Dafür hatte sie sich gemeinsam mit zwei weiteren Landkreisen stark gemacht. Nun erhielt sie die Absage der Bundesregierung für ihr Vorhaben, wie SWR und Rhein-Zeitung berichten. Das Sondervermögen sei für den Wiederaufbau gedacht.

Weiterlesen

Landrätin Cornelia Weigand. Foto: privat
611

Verwunderung im Ahrtal über das Schreiben von Bundeskanzler Merz.

Rückhaltebecken-Finanzierung: Landrätin Weigand ist enttäuscht

Kreis Ahrweiler. Bundeskanzler Friedrich Merz hat schriftlich auf den gemeinsamen Brief der Landkreise Euskirchen, Vulkaneifel und Ahrweiler in Bezug auf die Finanzierung der Hochwasserrückhaltebecken aus dem Aufbauhilfefonds (siehe gemeinsame Pressemeldung vom 17. Juni 2026) geantwortet. Darin werden unterschiedliche Gründe angesprochen, warum aus Sicht des Bundes die seitens der Kreise vorgeschlagene Verwendung der Mittel nicht möglich sei.

Weiterlesen

Symbolbild.
2651

Staatsanwaltschaft lobt Belohnung in Höhe von 7.500 Euro aus

Kindesmissbrauch in Oberdürenbach: Fall wird Gegenstand von „Aktenzeichen XY“

Oberdürenbach. Am Nachmittag des 21. Juni 2025 hielt sich ein siebenjähriges Mädchen auf einer Geburtstagsfeier am Sportplatz in Oberdürenbach, in der Verbandsgemeinde Brohltal, auf. Während eines kurzen Moments, als das Kind die Feier verließ, begegnete es auf einem angrenzenden Feldweg einem bislang unbekannten Mann. Dieser forderte das Mädchen auf, ihm zu folgen, und führte es zu einem nahegelegenen Pferdeunterstand.

Weiterlesen