Ortsausschuss Wormersdorf im Dialog mit den Bürgern
Bürgerdialog brachte gute Anregungen für die Zukunft der Kirmes
Unterstützung aus den Reihen der Wormersdorfer Bevölkerung dringend
notwendig – Weinprobe und Kulturveranstaltungen wurden vorgeschlagen
Wormersdorf. „Was gefällt Ihnen besonders gut an der Kirmes in Wormersdorf? Was würden Sie anders machen?“ Mit Hilfe eines Fragebogens will der Ortsausschuss Wormersdorf herausbekommen, was die Wormersdorfer über die Traditionsveranstaltung denken, die in den vergangenen Jahren immer wieder mit neuen Konzepten aufwartete. Vom ersten Bürgerdialog im Flur der Grundschule erhoffte sich das Team um die Vorsitzende Martina Zavelberg-Pütz nicht nur Antworten auf diese Fragen, sondern auch Unterstützung bei den künftigen Kirmesveranstaltungen. Wenn man die Tradition im Dorf erhalten und Neues entwickeln wolle, müsse die Arbeit besser verteilt und die Attraktivität weiter erhöht werden, war sie überzeugt. Deshalb suche man händeringend Mitarbeiter für die „lustige Truppe“ des OAS, damit Arbeitsschichten besetzt, der Auf- und Abbau organisiert und das Kinderprogramm betreut werden könnten.
Je mehr Leute,desto weniger Arbeit
Je mehr Leute mitmachen, desto weniger Arbeit bleibe für den Einzelnen übrig, machte Zavelberg-Pütz deutlich. Dann genügten meist zwei Stunden hinter der Theke oder am Grill – ein überschaubarer Zeitaufwand. Und wenn sich dann noch eine feste Gruppe aus Freunden oder Nachbarn zusammenfinde, mache die Arbeit noch einmal so viel Spaß. Sie erinnerte daran, dass zwar die erste vom Ortsausschuss organisierte Kirmes vor drei Jahren „super“ gelaufen sei, doch nach drei Tagen seien die wenigen Helfer „auf dem Zahnfleisch gegangen“. Der Dauerregen habe im vergangenen Jahr nicht nur bei der Kirmes, sondern auch beim Maiansingen die Stimmung verhagelt. Das habe auch den Ortsausschuss viel Motivation gekostet für die Ausrichtung der diesjährigen Kirmes. Deshalb hoffe sie auf deutlich mehr Unterstützung aus dem Dorf.
In dieser Hinsicht habe man bereits einiges versucht, etwa über die sozialen Medien und mithilfe von Plakaten. Leider mit wenig Erfolg. Nun werde man probieren, einen Kasten für Aushänge aufzustellen, und auch ein Newsletter soll an interessierte Mitbürger verschickt werden. Doch das Mittel der Wahl sei immer noch die persönliche Ansprache, wusste Zavelberg-Pütz. Deshalb, so hieß es aus dem Publikum, könne man schon viel erreichen, wenn jeder der Anwesenden mit mindestens einem der Nachbarn im persönlichen Gespräch das Thema anschneide.
Gastwirte könntenFamilien-Brunch anbieten
Es gab auch eine Reihe von weiteren Vorschlägen aus den Reihen der etwa zwei Dutzend Besucher. Eine gute Idee sei vielleicht eine Weinprobe an einem Kirmes-Abend, eventuell könnten die heimischen Gastwirte einen Familien-Brunch anbieten. Auch eine Kulturveranstaltung mit Beiträgen aller Wormersdorf Künstler wurde ins Gespräch gebracht. Die ebenfalls vorgeschlagene Konzentration auf einen einzigen Kirmesabend fand Zavelberg-Pütz nicht durchführbar, denn damit würde man auch die Schausteller vergrätzen, die wegen eines einzigen Kirmestages nicht anreisen würden. Die meisten davon hielten der Wormersdorfer Kirmes schon seit Jahrzehnten die Treue, aber für sie lohne sich nur ein ganzes Wochenende.
Martina Zavelberg-Pütz und ihre Mitstreiter wollen jedenfalls alles tun, um die Kirmes im Dorf auch in Zukunft zu erhalten: „Wir werden so lange durchhalten, bis kein einziger Mensch mehr dasitzt – ich hoffe aber, dass die Leute irgendwann wieder in Scharen kommen werden.“ JOST
