Neue Bürgerinitiative „Alte Turnhalle“ informierte die Bürger über ihre Ziele und Absichten
Bürgerinitiative „Alte Turnhalle“ formiert sich in Höhr-Grenzhausen
Höhr-Grenzhausen. Eine neue Bürgerinitiative wurde in Höhr-Grenzhausen gestartet mit dem Ziel, den Abriss der alten Turnhalle an der Goethe-Schule zu verhindern um an deren Stelle einen Busbahnhof zu errichten. Ihre Sprecher Ekkehard Meyer und Frank Reinert konnten zur Gründungsversammlung im Gasthaus „Till Eulenspiegel“ mehr als 25 Bürger aus der Stadt begrüßen, die sich über die Ziele und Absichten der Interessengruppe informieren wollten. Darunter waren auch die Stadtratsmitglieder Paul Schmidt (CDU) und Dagmar Behncke-Heuser (Bündnis 90/Die Grünen).
Zum Hintergrund:
Bei der Stadtverwaltung gibt es schon länger Überlegungen, die sich im maroden Zustand befindliche alte Turnhalle aus den 1960er Jahren an der Goethe-Schule abzureißen. Nach Auskunft der Verwaltung ist mit dem Neubau der Schulsporthalle im Jahre 2005 der schulische Bedarf der Goethe-Schule völlig abgedeckt, die alte Halle wird aber noch von verschiedenen Vereinen genutzt. In der Stadtratssitzung am 22. Oktober 2013 stellte die Stadtverwaltung die Entwurfsplanung eines beauftragten Ingenieurbüros für einen Park- und Bushalteplatz vor. Diesem stimmte der Stadtrat zu und beauftragte die Verwaltung, die entsprechenden Förderanträge bei Land und Kreis zu stellen. Betont wurde, dass es sich bei der vorgestellten Planung lediglich um einen Vorentwurf handele. Der Initiator der Bürgerinitiative Ekkehard Meyer bemängelte, dass die Öffentlichkeit in der Folgezeit keine weiteren Informationen mehr zu diesem Punkt erhalten habe, auch sei dies bei keiner Partei Thema im Vorfeld der Stadtratswahlen 2014 gewesen. Ihm sei aufgefallen, dass die Stadt Rücklagen für den Abriss und den Bau eines Busbahnhofs in den Haushalt des Jahres 2016 eingestellt habe. Deshalb sieht er Handlungsbedarf, weil er befürchtet, dass die Bürger der Stadt vor vollendete Tatsachen gestellt werden ohne die Möglichkeit, Gegenargumente vorzutragen und an einer Entscheidungsfindung mitwirken zu können. Man könne sich durchaus einen kostengünstigeren Aus- und Umbau zu einem Bürgerhaus oder Mehrzweckzentrum vorstellen um die sowieso angespannte Haushaltssituation der Stadt nicht noch mit einem teuren Abriss der Halle und dem Neubau eines Busbahnhofs zu belasten. Viele der erschienenen engagierten Bürger brachten bei der Gründungsversammlung ihre Ideen ein. Nach angeregtem Meinungsaustausch wurden regelmäßige Treffen beschlossen, um die Meinung der Bürger zu dem Thema öffentlich zu machen, ebenfalls wurde angeregt, eine Unterschriftenaktion vorzubereiten.
Den Initiatoren ist es wichtig, möglichst viele weitere Bürger auf ihre Seite zu ziehen, denn sie wissen, je mehr Betroffene unterschreiben, desto größeres Gewicht wird das Wort der Bürgerinitiative künftig in der öffentlichen Diskussion und bei den Behörden haben.
Thiesen: „Bisher keine Entscheidung getroffen“
BLICK aktuell hat zu dem Themenkomplex Stadtbürgermeister Michael Thiesen befragt. Nach seiner Aussage ist noch keine Entscheidung getroffen, es müssen dazu erst noch Beschlüsse gefasst werden.
Bisher wurde lediglich eine Planung beschlossen und ausgeführt, dafür seien Mittel in den Haushalt eingestellt worden. Ob die geplanten Maßnahmen auch durchgeführt werden können hängt von der Zusage für die beantragten Zuschüsse ab. Für einen Abriss der Halle spreche aber neben dem städtebaulichen Aspekt auch die Tatsache, dass diese mittlerweile sehr marode ist, zum Beispiel habe die Stadt vor einigen Jahren wegen der mangelhaften Statik der Dachkonstruktion bei starkem Schneefall eine zeitweise Schließung anordnen müssen. Alleine die zurzeit aufzubringenden Unterhaltskosten im energetischen Bereich seien enorm und auf Dauer nicht mehr zumutbar. Um das Gebäude als Turnhalle zu erhalten oder zu einer Mehrzweckhalle umzubauen würden sich die dazu notwendigen Investitionen wirtschaftlich nicht rechnen. „Wir haben das untersuchen lassen und jeder Baufachmann rät uns dringend von einer Renovierung ab.“ Ein Teilbereich der Planung sieht einen Busbahnhof für die Schulbusse vor, dadurch könne die jetzige chaotische Verkehrssituation morgens und mittags entschärft und die vorhandenen potenziellen Gefahren für die Schüler minimiert werden.
Weitere Teilbereiche sollen Parkplätze für Mitarbeiter und Grünflächen enthalten. Der untere Bereich vor dem Schulhof gehört zum Sanierungsgebiet für den Stadtteil und soll dem Erscheinungsbild der gesamten Rathausstraße angepasst werden. Zudem sei ein Umbau der Schule geplant mit Räumlichkeiten für Versammlungen, sodass diese künftig nicht mehr auf die alte Halle für Veranstaltungen angewiesen sei. Eine wichtige Information hat Bürgermeister Thiesen für alle Nutzer, die noch in der alten Turnhalle sportlich aktiv sind: „Wir sind dabei, für alle Gruppen anderweitige Unterbringungsmöglichkeiten zu schaffen. Ein Abriss steht erst nach Lösung dieser Frage zur Debatte.“
Zur Gründungsversammlung im Gasthaus „Till Eulenspiegel“ kamen viele Bürger die sich über die Ziele und Absichten der Interessengruppe informieren wollten.Fotos: -GM-
Stadtratsmitglieder Paul Schmidt (CDU) und Sprecher der Bürgerinitiative, Frank Reinert..
Stadtratsmitglied Dagmar Behncke-Heuser (Bündnis 90/Die Grünen).
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