Politik | 04.07.2025

SPD fordert: Geplante Parkraumbewirtschaftung in dieser Form zurücknehmen

Bürgerwille von 2012 beim Parken im Bahnhofsviertel achten

Neuwied. Die Vertreter des ersten in der Neuwieder Stadtgeschichte erfolgreich eingereichten Einwohnerantrags aus dem Jahr 2011 – Hass-Machill, Mang, Winter – wenden sich an die Öffentlichkeit: Die Stadtverwaltung plant erneut, den Parkraum im Bahnhofsviertel mit allen Wohnstraßen kostenpflichtig zu bewirtschaften. Die damaligen Initiatoren fordern: „Der Bürgerwille, der 2012 infolge des Einwohnerantrags durch die Verwaltung festgestellt wurde, muss auch im Jahr 2025 verbindlich berücksichtigt werden.“

Was 2025 geplant ist

Die Stadtverwaltung Neuwied beabsichtigt den Parkraum im gesamten Bahnhofsviertel und einigen Straßenzügen im Sonnenland zu bewirtschaften. Der Vorschlag sieht eine flächendeckende Bewirtschaftung mit einheitlich hohen Gebühren vor, in wenigen Straßenzügen sollen Parkzeitbegrenzungen von 2 Stunden eingeführt werden. Anwohner können Anwohnerparkausweise erwerben – ungeachtet der Fahrzeuggröße, sozialer Aspekte oder der tatsächlichen Parkplatzverfügbarkeit. Bereits zum 1. Januar 2026 steigt der Preis für einen Bewohnerparkausweis auf 240 Euro pro Jahr.

Was 2011 und 2012 geschah

2011 hatte die Stadt Neuwied eine nahezu identische Maßnahme vorgeschlagen – mit Parkautomaten, Gebührenpflicht und einer umfassenden Ausweitung der Bewirtschaftung. Die Reaktion der Anwohnerschaft war eindeutig: Über 1.900 Unterschriften wurden für einen Einwohnerantrag gesammelt, obwohl nur 1.300 für die formelle Zulässigkeit erforderlich gewesen wären. Der Stadtrat erkannte den Antrag an, der ausdrücklich eine „effektive Bürgerbeteiligung“ vor einer Entscheidung forderte. In der Folge wurde die Bevölkerung direkt befragt. Das Ergebnis war klar: Eine Mehrheit sprach sich gegen die flächendeckende Bewirtschaftung aus. Dies hat der Stadtrat 2012 berücksichtigt und den Beschluss für das Bahnhofsviertel zurückgenommen.

Die Parallelen sind unübersehbar

Heute, 13 Jahre später, steht die Stadt erneut vor der gleichen Situation: Diesmal betrifft die Planung die gleichen Straßenzüge und weitere Straßenabschnitte, wieder fehlen soziale Staffelungen, wieder drohen einseitige Belastungen der Innenstadtbevölkerung ohne echte Beteiligung. Der festgestellte Bürgerwille von 2012 scheint dabei keine Rolle mehr zu spielen.

Der SPD-Ortsverein Neuwied-Stadtmitte und Irlich fordert die Stadtverwaltung und den Stadtrat eindringlich auf, die seinerzeit durch den Einwohnerantrag und die Bürgerbeteiligung festgestellte Entscheidung verbindlich zu achten und die neuen Parkraumpläne zu überdenken. Vorsitzender Dieter Hünerfeld erklärt dazu: „Gerade in einem sensiblen und gewachsenen Quartier wie dem Bahnhofsviertel und dem Sonnenland darf die Stadt nicht über den Willen der Menschen hinweggehen. Eine einseitige Belastung der Anwohnerschaft durch hohe Gebühren und restriktive Bewirtschaftung ist nicht akzeptabel.“

Besonders kritisch sieht der SPD-Ortsverein auch weitere geplanten Änderungen. Die vorgesehene Regelung sieht in einigen Straßenzügen im Sonnenland und in der Scharnhorststraße vor, künftig nur noch zwei Stunden mit Parkscheibe parken zu dürfen. Dies, trifft die Anwohner hart und führt zwangsläufig dazu, dass Bahnpendler verstärkt in Wohngebiete ohne Parkraumbewirtschaftung ausweichen. Die Genossen sind sich einig: Ohne Rücksicht auf die Menschen im gesamten Viertel darf diese Planung nicht Realität werden.

Pressemitteilung SPD-Ortsverein Neuwied-Stadtmitte und Irlich

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Bildergalerien
Neueste Artikel-Kommentare
  • Boomerang : In Güls wird ein Bäumchen gepflanzt das dann Generationen brauch um was für die Umwelt zu tun. Dafür klopft man sich dann selbst auf die Schulter, um davon abzulenken das gegenüber 35 in (Worten FÜNFUNDDREI?IG)...
  • Boomerang : Die Demokratie schützen in dem man Meinungen zensiert, Parteien verbieten will, die Bevölkerung spaltet, anders denkende diffamiert, den Willen einer Mehrheit missachtet und für demokratiefeindlich erklärt, Berichterstattung nur einseitig zulässt.

Bahnhof Engers wird barrierefrei

  • Gitta Meyer: Und wenn nur 2 ode 3 Menschen leicht an dem Zug ran und reinkommt ist es das wert. Ich habe einen Mann ,der behindert ist,und im Rollstuhl sitzt. Da sind mir die Mäuse egal. Es kann sich keiner vorstellen ,wenn.man nicht selbst betroffen ist.
  • Hildegard DÖTSCH : Wurde im Vorfeld geprüft, wieviel beeinträchtige Menschen täglich den Bahnhof/ die Züge nutzen würden/wollen? Die Rodung bringt eine Vielzahl an Vögel, die in den Birken lebten in Bedrängnis. Auch Kleintiere, Eidechsen, Mäuse etc.
Hausmeister, bis auf Widerruf
Dienstleistungen
Anzeigenauftrag #PR106350-2026-0102#
Eröffnungsanzeige - für WZ, AS
Candlelight Schwimmen
Titel
Vorabrechnung, Nr. AF2025.000354.0, Februar 2026
Empfohlene Artikel
Weitere Artikel

Linz. Mit großer Begeisterung und beeindruckender Teilnehmerzahl hat der VfB Linz in diesem Jahr zum zweiten Mal am traditionellen Rosenmontagsumzug in der „Bunten Stadt am Rhein“ teilgenommen. Rund 150 Vereinsmitglieder im Alter von drei bis 60 Jahren zogen gemeinsam durch die festlich geschmückten Straßen und setzten damit ein starkes Zeichen für Gemeinschaft, Heimatverbundenheit und gelebtes Brauchtum.

Weiterlesen

Ahrweiler. Mit dem heutigen Auftritt beim Rosenmontagszug in Ahrweiler haben die Musikfreunde Lantershofen e.V. die Karnevalssession 2026 erfolgreich abgeschlossen. Nach den Sitzungen in Lantershofen sowie den Umzügen in Lantershofen, Vettelhoven–Holzweiler–Esch und Walporzheim bildete der stimmungsvolle Zug in Ahrweiler den krönenden Abschluss intensiver närrischer Wochen.

Weiterlesen

Ehrung für über 45 Jahre Vorstandsarbeit bei den Conjäckelche:

Agnes Rings erhält Närrischen Orden des Landes Rheinland-Pfalz

St. Katharinen. Die Conjäckelche in St. Katharinen haben gerade ihr 77-jähriges Bestehen gefeiert: Als ältestes Vorstandsmitglied hat Möhne Agnes Rings an dem langen Fortbestehen des Möhnenvereins großen Anteil. Seit 1980 im Vorstand als Kassiererin tätig, lenkt sie bereits über vier Jahrzehnte mit großer Sorgfalt und Genauigkeit die Finanzen der Conjäckelche. Daneben bringt sie sich mit großem Engagement,...

Weiterlesen

Sonderseite Gesundheitsexperten Bad Neuenahr-Ahrweiler
Sonderseite Gesundheitsexperten Bad Neuenahr-Ahrweiler
Dauerauftrag
Gesundheitsexperten in Bad Neuenahr-Ahrweiler
Junior Sales Manager
Schnitzelbuffet MK
Innovatives aus Weißenthurm
Image Anzeige // Närrische Preise 50%
TRIPLE CHALLENGE
Imagewerbung
Titelanzeige
Innovatives aus der VG Weißenthurm
Stellenanzeige Disponent
Anzeigenauftrag #PR106350-2026-0102#
Jubiläumsanzeige
Stellenanzeige - diverse Bereiche