Politik | 24.06.2021

Erwin Rüddel (CDU), MdB

Bundeswaldprämie für Waldeigentümer

„Honorierung der vielfältigen Ökosystemleistungen der Wälder“

Erwin Rüddel (r.) tauscht sich regelmäßig mit Vertretern der Waldbranche über die aktuelle Situation aus. Foto: Pierre Fischer / Team Rüddel

Kreis Neuwied. „Der Bund unterstützt bislang 43 kommunale und private Waldeigentümer im Kreis Neuwied mit 1.049.556 Euro aus der Bundeswaldprämie. Das entsprechende Konjunktur- und Zukunftspaket hat das zuständige Bundesministerium unter Federführung von Bundesministerin Julia Klöckner bereitgestellt“, informiert aktuell der heimische CDU-Bundestagsabgeordnete Erwin Rüddel.

Davon werden im NR-Kreis 46 Kommunen profitieren. Die Bundeswaldprämie soll zum Erhalt und zur nachhaltigen Bewirtschaftung der Wälder beitragen. Dürre, Borkenkäferbefall, Stürme und vermehrt Waldbrände haben, wie überall in Deutschland, auch den heimischen Wäldern immens geschadet. Deshalb hat die Bundesregierung ein 500-Millionen-Euro Paket geschnürt.

„Mit einem Prämiensystem sollen und müssen die vielfältigen Ökosystemleistungen der Wälder dauerhaft honoriert werden. Schließlich ist ein nachhaltig bewirtschafteter Wald, aus dem der klimafreundliche Rohstoff Holz gewonnen wird, gelebter Klimaschutz. Zudem sind unsere Wälder Sauerstofflieferant und als Klimaschützer von existenzieller Bedeutung“, betont der Parlamentarier.

Er teilt die Auffassung der Bundesministerin, dass „der Wald unser bester Mitkämpfer gegen den Klimawandelt ist: Land- und Forstwirtschaft sind die beiden einzigen Sektoren, die CO2 speichern können. Jährlich entlastet der deutsche Wald die Atmosphäre um etwa 62 Millionen Tonnen Kohlenstoff, das sind sieben Prozent aller Emissionen in Deutschland. Wenn wir CO2-Emissionen einen Preis geben, dann müssen wir umgekehrt auch diejenigen unterstützen, die unseren Wald als maßgeblichen Klimaschützer erhalten, pflegen und bewirtschaften“.

Fakt ist, dass sich der Zustand unserer Wälder bedrohlich verschlimmert hat, wie die Waldzustandserhebung 2020 bestätigt: Den Wäldern geht es schlecht – so schlecht, wie seit Jahrzehnten nicht. Noch nie waren so viele Erhebungs-Bäume abgestorben. 80 Prozent der Bäume haben lichte Kronen. Ein wichtiger Indikator dafür, wie stark ein Baum unter Stress steht.

„Die Waldzustandserhebung ist eine traurige Bestätigung dessen, was wir seit längerem wissen. Sie ist aber auch Motivation und Verpflichtung zugleich. Wir werden nicht nachlassen, in unserem Engagement für die Wälder“, fügt der heimische Bundestagsabgeordnete hinzu.

Eine schnelle und unbürokratische Hilfe für den Kommunal- und Privatwald biete die Bundeswaldprämie, die an eine forstliche Zertifizierung geknüpft ist, die über den gesetzlichen Standard hinausgeht. Rüddel: „Mit der Bundeswaldprämie geben wir privaten wie kommunalen Waldeigentümern eine Perspektive und sorgen für einen deutlichen Anstieg zertifizierter Waldfläche.“

Schließlich gelte es die Wälder verstärkt an den Klimawandel anzupassen und die Leistungen der Waldbesitzer zum Klimaschutz zu honorieren: „Durch deren Arbeit am und im Wald wird der Klimaschutz erst möglich. Unser Ziel ist die langfristige Anpassung in Richtung Resilienz und Klimastabilität, die aktive Bindung von CO2 aus der Atmosphäre sowie die Speicherung in Wäldern und langlebigen Holzprodukten.“

Dies sieht der Abgeordnete auch mit besonderem Blick auf die Waldsituation im Kreis Neuwied. „Mir geht es insbesondere darum, zukunftsorientierte Hilfen den betroffenen Waldbesitzern und Forstbetrieben zukommen zu lassen, denn die haben massive wirtschaftliche Schäden erlitten oder sind sogar in ihrer Existenz bedroht. Deshalb kann diese Prämienausschüttung auch nur ein erster Schritt sein. Demzufolge mache ich mich stark für weitere Unterstützungen der Forstbesitzer um einen nachhaltigen Waldbestand“, bekräftigt Erwin Rüddel.

Pressemitteilung

Erwin Rüddel (CDU), MdB

Erwin Rüddel (r.) tauscht sich regelmäßig mit Vertretern der Waldbranche über die aktuelle Situation aus. Foto: Pierre Fischer / Team Rüddel

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