Politik | 07.12.2018

Bombenentschärfung in Neuwied

Bußgelder werden erhoben und eingefordert

Uneinsichtige Bürger verzögerten die Entschärfung - jetzt werden sie zur Kasse gebeten

In Neuwied mussten 9000 Bürger evakuiert werden, um eine Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg zu entschärfen. Diejenigen, die sich weigerten, das Einsatzgebiet zu verlassen, werden jetzt mit empfindlichen Geldstrafen rechnen müssen.archiv

Neuwied. Am Sonntag, 4. November wurde in Neuwied eine im Niedrigwasser des Rheins gefundene Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg von einem Spezialistenteam entschärft. Zuvor mussten 9000 Neuwieder Bürger und auch einige hundert aus der Stadt Andernach evakuiert werden. Leider kam es an diesem Tag durch uneinsichtige Bürger in Neuwied zu erheblichen Verzögerungen. Beim Kontrollflug des Hubschraubers über das Einsatzgebiet wurde festgestellt, das nicht alle Menschen das Gelände verlassen hatten. Zur Personensicherung mussten die Einsatzkräfte der Polizei erneut ausrücken. Das führte zu Verzögerungen des Ablaufs. Bürgermeister Michael Mang hat jetzt die Einforderung von Bußgeldern angeordnet: „Es kann nicht sein, dass 9000 Neuwieder Bürger evakuiert werden, und drei Personen sich weigern. Sie erhielten nach § 99a des Polizeigesetzes einen Platzverweis und müssen mit einem Bußgeld in empfindlicher Höhe rechnen. Der Aufwand für die Einsatzkräfte war erheblich, und da sie die Gelegenheit der Anhörung nicht wahrgenommen haben, muss die Stadt reagieren.“ Die Bescheide sind allerdings noch nicht rechtskräftig. „Viele Kommunen haben dies in ähnlichen Situationen angedroht, in Neuwied wird dies jetzt umgesetzt“, so der Bürgermeister abschließend.

In Neuwied mussten 9000 Bürger evakuiert werden, um eine Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg zu entschärfen. Diejenigen, die sich weigerten, das Einsatzgebiet zu verlassen, werden jetzt mit empfindlichen Geldstrafen rechnen müssen.Foto: archiv

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