Politik | 18.02.2022

CDU-Kreistagsfraktion: Kreative Lösungen bei der Abfallverwertung

MBS-Geschäftsführer Matthias Baldus (Mitte) erläutert den Mitgliedern der CDU-Kreistagsfraktion die Bauarbeiten an der Neumodellierung des Löschteiches und der unterirdischen Löschwasserreserve. Mit dabei (v.l.n.r.) Kreisbeigeordnete Gabriele Wieland, Bürgermeister Gerrit Müller, Werkausschussmitglied Dr. Kai Müller und CDU-Fraktionschef Dr. Stephan Krempel. Foto: privat

Westerwaldkreis. Über aktuelle Entwicklungen der umwelt- und ressourcenschonenden Abfallverwertung auf dem neuesten Stand der Technik informierte sich die CDU-Kreistagsfraktion bei einem Besuch der Mechanisch-Biologische-Stabilisierungsanlage (MBS) Westerwald in Rennerod. Hier werde, so Bürgermeister und Kreistagsmitglied Gerrit Müller, Nachhaltigkeit praktiziert.

Geschäftsführer Matthias Baldus machte deutlich, dass die MBS-Anlage für Kommunen und das produzierende Gewerbe ein zuverlässiger Partner bei der Abfallaufbereitung ist. Beim mechanisch-biologischen Stabilisierungsverfahren (MBS) gehe es nicht nur um die Entsorgung der Abfälle. Vielmehr sollen die darin enthaltenen Rohstoffe weitestgehend getrennt und in den Wertstoffkreislauf zurückgeführt werden. 15 Mitarbeiter mit langjähriger Erfahrung und eine auf diese Anforderungen angepasste Maschinentechnik übernehmen diese Aufgabe.

Roh- und Brennstoffe nutzen

Gerade die jüngsten Entwicklungen auf dem Rohstoffmarkt zeigten Abfall, und im besonderen Hausmüll, ist ein wertvoller Rohstoff. Matthias Baldus: „Die Zeiten, in denen Siedlungsabfälle auf großen Deponien nur beseitigt wurden, sind lange vorbei. Das liegt einerseits an den gesetzlichen Vorgaben, die die einfache Abfallablagerung auf Deponien verbieten und eine Aufbereitung von Abfällen fordern. Andererseits ist auch das Wissen um den Wert der einzelnen Abfallbestandteile gewachsen.“

Moderne Verfahren ermöglichen heute die Trennung der Abfälle und damit die Rückgewinnung der darin enthaltenen Rohstoffe. Die Mechanisch-Biologische-Stabilisierungsanlage Westerwald in Rennerod ist Vorreiter für einen solchen Prozess. Dem Abfall wird in einem ersten biologischen Trocknungsprozess Wasser entzogen. Durch eine nachfolgende mechanische Aufbereitung des trockenen Abfallgemischs werden Metalle und Inertstoffe (Glas, Steine, Sand) abgetrennt. Die verbleibenden Abfälle werden zu einem hochwertigen Brennstoff, dem sogenannten Trockenstabilat, weiterverarbeitet. Das Trockenstabilat der MBS-Anlage Westerwald besteht aus den brennbaren Bestandteilen der angelieferten Abfälle. Der Brennstoff versorgt beispielsweise das nordhessische Heizkraftwerk Witzenhausen und die Zementindustrie. Damit ist das Verfahren wirtschaftlich kostengünstiger als die überwiegende Zahl konventioneller Müllverbrennungsanlagen.

Die beiden Gesellschafter Westerwaldkreis und der Kreis Limburg-Weilburg arbeiten stetig daran, so Matthias Baldus, die technischen Verfahren weiter zu optimieren. So sollen durch den Bau einer neuen Anlage PVC-Stoffe aus dem Restabfall automatisch aussortiert und einer getrennten Verwertung zugeführt werden. Erfreulich sei, dass bei dem Investitionsvolumen von ca. 4,3 Millionen Euro eine Vielzahl der Aufträge an Westerwälder Unternehmen erteilt werden konnten. Die Fertigstellung ist für Anfang 2023 geplant. Aktuell wird eine 200.000 Liter umfassende neue unterirdische Löschwasserreserve gebaut. Ansonsten wird auch viel Wert auf die Betriebssicherheit und einen automationsgestützten Betriebsablauf Wert gelegt.

Gerrit Müller: Nachhaltige Abfallwirtschaft

Bürgermeister Gerrit Müller zeigt sich von der Entwicklung der MBS-Anlage und des benachbarten Standortes des Westerwaldkreis-AbfallwirtschaftsBetrieb (WAB) erfreut. Die Verbandsgemeinde und die Stadt Rennerod arbeiten mit den beiden Unternehmen in kommunaler Trägerschaft gut zusammen. Gerade für eine nachhaltige Abfallwirtschaft werde hier ein wichtiger Beitrag geleistet.

Kreisbeigeordnete Gabriele Wieland begrüßte die von Matthias Baldus mitgeteilten Erlöse durch den Verkauf von Rohstoffabfällen (u.a. Schrott). Sie seien eine wesentliche Grundlage für die recht günstigen Müllgebühren im Westerwaldkreis.

CDU-Fraktionsvorsitzender Dr. Stephan Krempel sowie Kreistags- und Werkausschussmitglied Dr. Kai Müller lobten abschließend die Leistung der Mannschaft an der MBS-Anlage, die auch in schwierigen Zeiten für Verlässlichkeit bei der Abfallentsorgung im Westerwaldkreis gesorgt habe.

Pressemitteilung

CDU-Kreistagsfraktion

MBS-Geschäftsführer Matthias Baldus (Mitte) erläutert den Mitgliedern der CDU-Kreistagsfraktion die Bauarbeiten an der Neumodellierung des Löschteiches und der unterirdischen Löschwasserreserve. Mit dabei (v.l.n.r.) Kreisbeigeordnete Gabriele Wieland, Bürgermeister Gerrit Müller, Werkausschussmitglied Dr. Kai Müller und CDU-Fraktionschef Dr. Stephan Krempel. Foto: privat

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