Politik | 28.06.2016

CDU-Ratsfraktion

CDU stellt Anfrage zur Hochwasserprävention

Anfrage an die Verwaltung zur künftigen Gefährdungslage und möglichen präventiven Maßnahmen

Bei Starkregenereignissen in Koblenz ist die Gefahr von Hochwasser und Überschwemmungen latent vorhanden.privat

Koblenz. Auch wenn die Pegelstände an Rhein und Mosel inzwischen wieder sinken - die Gefahr von Hochwasser und Überschwemmungen ist noch längst nicht gebannt. „Der bislang verregnete Sommer hat gezeigt, wie schnell bei extremen Niederschlägen selbst kleinere Bäche und Flüsse zur Bedrohung werden können. Wir haben uns als CDU-Fraktion daher in einer Anfrage an die Verwaltung gewandt, um uns nach deren Einschätzung zur künftigen Gefährdungslage und möglichen präventiven Maßnahmen zu erkundigen“, so die Fraktionsvorsitzende Anne Schumann-Dreyer. Aus der Antwort des Eigenbetriebs Stadtentwässerung in der Ratssitzung vom 16. Juni geht hervor, dass die Gefahr von lokal begrenzten Starkregenereignissen in Koblenz als latent vorhanden angesehen werde. Bedingt durch den Klimawandel rechne man sogar mit einer Zunahme derartiger Vorkommnisse. Problematisch sei vor allem das ausgesprochen kurzfristige Auftreten mit Vorwarnzeiten von unter einer Stunde. Grundsätzlich könnten alle Koblenzer Stadtteile und Straßenzüge hiervon betroffen sein, besonders gefährdet seien aber topographische Tiefpunkte sowie Bereiche an denen Entwässerungsgebiete zusammenfließen, da es hier zu einem Überstau aus dem Kanalnetz kommen könne. „Nach Auskunft der Verwaltung sei dieses gemäß der technischen Regelwerke zur Abwasserbeseitigung für ein fünfzehnminütiges Starkregenereignis ausgelegt, was statistisch gesehen einmal im Jahr vorkomme“, berichtet Ratsmitglied Jens Wehran weiter. Aufgrund des im Dezember getroffenen Beschlusses des Werkausschusses werde gegenwärtig der Generalentwässerungsplan der Stadt Koblenz neu aufgestellt. Außer der Ermittlung von Schwachstellen im Netz und der Erarbeitung von Sanierungsvorschlägen sollen dabei durch Überflutungsprüfungen auch gefährdete Bereiche identifiziert werden, um entsprechende Gegenmaßnahmen ergreifen zu können. Die abschließenden Ergebnisse würden für 2018 erwartet. „Da nach Auffassung der CDU-Fraktion eine zu starke Verdichtung des Städtebaus in der Innenstadt Überschwemmungen begünstigt, haben wir die Verwaltung ferner gefragt, ob dies bei der Entwicklung von Bebauungsplänen oder der Ausweisung Baugrundstücken berücksichtigt wird“, fährt Schumann-Dreyer fort. Zwar stimmte die Verwaltung hiermit nicht gänzlich überein, doch räumte sie ein, dass durch Bebauung grundsätzlich Veränderungen der Versickerungsfähigkeit des Bodens, des Abflussverhaltens von Oberflächenwasser oder des Retentionsraums eintreten. Im Rahmen der Bebauungsplanung werde daher hierauf durch entsprechende Untersuchungen und etwaigen Textfestsetzungen reagiert, die beispielsweise die Verwendung von versickerungsfähigen Oberflächenbefestigungen oder Dachbegrünungen zur Auflage machen. Bei fehlender Leistungsfähigkeit der Entsorgungsanlagen würde sogar gänzlich von einer Bebauung abgesehen. „Nach Einschätzung der Stadtverwaltung könnten jedoch die negativen Auswirkungen von extremen Niederschlägen und Dauerregen durch städtebauliche Rahmenbedingungen letztlich nicht vermieden werden. Sobald die Retentionsräume nicht mehr in der Lage sind, weiteres Oberflächenwasser zurückzuhalten, führe dies zwangsläufig zum Abfließen entlang der topographischen Gegebenheiten“, gibt Jens Wehran die Antwort der Verwaltung wieder. „Wir stimmen daher als CDU-Fraktion mit der Verwaltung darin überein, dass Retentionsräume freigehalten werden müssen und sich die Bautätigkeit daher auf bereits besiedelte, oder teilweise versiegelte Flächen konzentrieren sollte. Wichtige Überschwemmungs- und Hochwasserbereiche dürfen nicht durch eine Zersiedelung in die Landschaft reduziert werden. Wenn wir auch keinen Einfluss auf das Eintreten von Naturereignissen haben, so müssen wir dennoch dafür Sorge tragen, dass alles unternommen wurde, um im Ernstfall die Folgen für Stadt und Bürger soweit wie möglich abzumildern“, so Anne Schumann-Dreyer und Jens Wehran abschließend.

Pressemitteilung

CDU-Ratsfraktion

Bei Starkregenereignissen in Koblenz ist die Gefahr von Hochwasser und Überschwemmungen latent vorhanden.Foto: privat

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Bildergalerien
Neueste Artikel-Kommentare
  • Bertram: Das ist mittlerweile der 4. Bus der von dieser Marke vollkommen ausbrennt. Des Weiteren berichte die Rhein Zeitung darüber, dass der VREM 37. Busse der ersten Generation vorsichtshalber außer betrieb...
  • Fabian F: Nichts Neues gefühlt ein Bus pro Woche
  • Sandra Sattler: Der Zustand der L330 zwischen. Nassau und Zimmerschied ist eine absolute Katastrophe- und das nicht erst seit gestern! Wir sind wohnhaft in Hömberg und werden seit vielen Jahren mit diversen Ausreden vom LBM vertröstet.
  • Janek: Wer die Strecke kennt, kann sich den Grund bereits denken … Der Straßenzustand ist dort so schlecht, dass er besonders für Motorradfahrer ein ernstzunehmendes Sicherheitsrisiko darstellt. Dem verunglückten...
  • Siegfried Kowallek: Verwunderlich ist weiterhin, dass die SPD der Neuwieder CDU vorhält, gegen den Unvereinbarkeitsbeschluss der Christdemokraten in Bund und Land im Hinblick auf die Partei Die Linke zu verstoßen. In insgesamt...
  • Siegfried Kowallek: Die Nennung von BSW und der Partei Die Linke im selben Kontext ist sachlich nicht gerechtfertigt und damit unredlich. Prominentester linker Befürworter deutscher Waffenlieferungen an die Ukraine ist Bodo...
Imageanzeige
Daueranzeige 2026
Wohnträume - Wohnen & Garten im Blick
Wohnträume - Wohnen und Garten im Blick
Wir helfen im Trauerfall
Blütenfest
Stellenausschreibung Hausmeister/in
Empfohlene Artikel
Weitere Artikel
Symbolbild. Foto: ROB
138

Jugendliche um drei Uhr nachts von Polizei angehalten

11.04.: Bad Ems: 15- und 13-Jähriger unternehmen nächtliche Spritztour mit Auto

Bad Ems. In den frühen Morgenstunden des 11.04.2026, gegen 03:00 Uhr, wurde durch eine Streifenwagenbesatzung nach einem Hinweis von Zeugen ein Pkw im Stadtgebiet Bad Ems, im Bereich der Straße Am Weißen Stein, kontrolliert. Hierbei wurde festgestellt, dass der Fahrzeugführer erst 15 Jahre alt und demnach nicht im Besitz der erforderlichen Fahrerlaubnis war. Sein Beifahrer war nochmals zwei Jahre jünger.

Weiterlesen

Imageanzeige
Hausmeister, bis auf Widerruf
Image Anzeige
Dauerauftrag 2026
Imageanzeige - Dauerauftrag
Wohnträume
Koblenzer Kneipengeschichten
Sonderseite 02 -Wohnträume NR
Wohnträume - Wohnen & Garten im Blick
  WÄRMEPUMPE ÖL/GASHEIZUNG
Veranstaltung 15.April
SO 2 - Wohnträume Sonderseiten -bitte beim Text vom Gartenmarkt
Sachbearbeiter (m/w/d)
Blütenfest
Aushilfskraft (w/m/d)
Anzeige Lagerverkauf
130 Jahre freiwillige Feuerwehr Bad Neuenahr und Tag der offenen Tür, 19.04.26
Blütenfest
130 Jahre freiwillige Feuerwehr Bad Neuenahr und Tag der offenen Tür