UWG begrüßt Nutzung von Windenergie auf dem Gebiet der Stadt Rheinbach
Ca. 68.000 Haushalte könnten mit drei Windkraftanlagen mit Strom versorgt werden
Rheinbach. Die Nutzung von Windenergie, endlich auch in Rheinbach, kann bald Realität werden. Die Verwaltung hat nun zu einem erneuten Bauantrag der Fa. Windwork Development GmbH eine Stellungnahme an die zuständige Genehmigungsbehörde, den Rhein-Sieg-Kreis, abgegeben und sieht alle planungsrechtlichen Anforderungen erfüllt.
Bei den beantragten Anlagen handelt es sich um drei Windenergieanlagen, davon zwei auf dem Gebiet von Meckenheim, eine auf dem Gebiet der Stadt Rheinbach.
Der neue Typ hat eine Höhe von 130 m bis Rotorspitze bei einer Nabenhöhe von 72,5 mit einer Nennleistung 4,1 MW und ist damit bei etwas niedrigerer Gesamthöhe sogar effizienter als die 2019 beantragte Anlage mit 149,5 m Höhe bis zur Rotorspitze, 3,6 MW Nennleistung.
Grundlage für den Bauantrag bildet der bereits 2015 vom Stadtrat einstimmig verabschiedete Bebauungsplan „Bremeltal“.
Die Zielwerte der schalltechnischen Emissionen werden laut Gutachten bei Einhaltung der Betriebsmodi eingehalten. Dabei soll nachts sogar eine Anlage auf Meckenheimer Gebiet abgeschaltet werden. Die Infraschallemissionen befinden sich lt. Gutachten selbst im Nahbereich deutlich unterhalb der menschlichen Wahrnehmungsschwelle. Ebenso beträgt die Beschattungsdauer auf dem Gebiet der Stadt Rheinbach weniger als der Grenzwert in Höhe von maximal acht Stunden/Jahr.
Seit geraumer Zeit macht sich die UWG Rheinbach für die Nutzung von Windenergie stark, bereits 2013 hat die UWG die Nutzung von Windenenergie auf Rheinbacher Stadtgebiet beantragt. Auch vor der letzten Stadtratswahl 2020 hat sich die UWG konsequent für die Nutzung von Windenenergie in Rheinbach im Plangebiet „Bremeltal“ ausgesprochen.
Im Gegensatz dazu hat sich die Rheinbacher CDU noch 2020 in Bürgerbriefen vehement gegen den Bau von Windkraftanlagen in der Nähe von Flerzheim eingesetzt. Vor dem Hintergrund der Klimakrise mit dem Ziel klimaneutraler Energieerzeugung und ganz besonders auch der aktuellen politischen Lage, gab es nun erfreulicherweise fraktionsübergreifend ein klares Bekenntnis zur geplanten Windenergieanlage. Auch im Hinblick auf eine zukünftige Entwicklung weiterer Standorte, zum Beispiel in abgelegenen, möglicherweise durch Borkenkäferbefall sowieso zerstörten Waldgebieten, gab es Einvernehmen.
Pressemitteilung
UWG Fraktion Rheinbach
