Christoph Scheuer positioniert sich eindeutig zum Rückbau der B266 im Bereich Heimersheim
Heimersheim. Bürgermeisterkandidat und Sprecher der Grünen Fraktion spricht sich für nachhaltige Verkehrsplanung und mehr Hochwasserschutz aus.
In seiner Stellungnahme im Haupt- und Finanzausschuss zur aktuellen Verkehrsplanung der B266 im Bereich hat Christoph Scheuer, Sprecher der Grünen Fraktion, die vom Arbeitskreis Fluthilfe entwickelte drei Spurige Variante mit Kreisel ausdrücklich begrüßt und den Landesbetrieb Mobilität (LBM) aufgefordert, diese als Grundlage für die weitere Planung zu übernehmen.
„Kommunalpolitik erfordert grundsätzlich Optimismus“, erklärte Bürgermeisterkandidat.
„Umso wichtiger sind konstruktive Ansätze wie die heute vorgestellte Variante des Arbeitskreis, die den Menschen in den Mittelpunkt der Verkehrspolitik stellt, sowohl die Anwohnerinnen und Anwohner als auch die Verkehrsteilnehmenden.“
Nach Auffassung von Scheuer spiegelt die Vorzugsvariante des LBM hingegen eine überholte verkehrspolitische Ausrichtung wider. Insbesondere kritisiert er die aus seiner Sicht unzureichende Berücksichtigung der Erfahrungen aus der Flutkatastrophe. Die geplanten abgesenkten Fahrbahnen könnten bei Hochwasser schnell überflutet werden und damit wichtige Verkehrsverbindungen unterbrechen. „Ein echter Rückbau dient dem Schutz von Menschenleben. Das muss oberste Priorität haben“, so der Fraktionssprecher.
Die von der Fluthilfe entwickelte Variante stelle einen tragfähigen Kompromiss dar, der sowohl Sicherheitsaspekte als auch infrastrukturelle Anforderungen berücksichtige. Verwaltung und Arbeitskreis seien dem LBM damit bereits deutlich entgegengekommen.
Zudem hinterfragt Scheuer die verkehrsplanerischen Annahmen zur Notwendigkeit einer vierspurigen Ausführung. Bereits bestehende großräumige Umfahrungsmöglichkeiten sowie die Struktur der Anschlussstellen sprächen aus seiner Sicht gegen eine solche Ausweitung.
„Es stellt sich die grundsätzliche Frage, was noch geschehen muss, damit der Schutz des Menschen höher gewichtet wird als die Leichtigkeit des Verkehrs“, erklärte der Bürgermeisterkandidat.
Abschließend kündigte er die Zustimmung zur Beschlussfassung der Verwaltung an und richtete einen eindringlichen Appell an den Landesbetrieb Mobilität: „Legen Sie Ihre bisherigen Varianten beiseite und übernehmen Sie die Lösung der Arbeitsgruppe. Damit können Sie zeigen, dass staatliche Institutionen bereit sind, aus Erfahrungen zu lernen und Vertrauen zurückzugewinnen.“
Pressemitteilung Grüne Bad Neuenahr-Ahrweiler
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