Vor 50 Jahren vereinten sich die Kreise – Geburtstags-Festakt im Kapuzinerkloster
Cochem-Zell feierte seine „Goldhochzeit“
Cochem. Der Landkreis Cochem-Zell wird 50 Jahre, denn 1969 wurden die Kreise Cochem und Zell im Rahmen der Verwaltungsreform zusammengelegt. Landrat Manfred Schnur hatte deshalb zu einem Festakt ins Kapuzinerkloster 200 Gäste geladen, um „diese besondere Goldhochzeit“ gebührend zu feiern: Vertreter aus Kommunen, Vereinen, Wirtschaft, Institutionen und Verbänden strömten am vergangenen Freitag ins Kapuzinerkloster, wo sie die Mark´s Brothers, die Jazz-Combo der Kreismusikschule, musikalisch empfing. Weihbischof Jörg Michael Peters, Staatsekretärin Heike Raab, der Präsident der ADD Trier Thomas Linnertz, die Abgeordneten Beilstein und Oster, besonders die beiden Ex-Landräte Dr. Klaus-Peter Balthasar und Eckhard Huwer sowie Elsbeth Friderichs, erste Frau im Kreistag 1969, Bürgermeister, Bürgerinnen und Bürger sowie Repräsentanten des öffentlichen Lebens wurden von Landrat Schnur willkommen geheißen, ehe eine kurzweilige Geburtstagsfeier ablief, die neben dem geistlichen Impuls von Weihbischof Peters einen Festvortrag von René Obermann, ehemaliger Telekom-Chef, zum Thema „Digital Europe – oder digitale Diaspora“ beinhaltete. Zunächst streifte Landrat Manfred Schnur die Historie der beiden Kreise, die am 7. Juni 1969 fusionierten. „Wir haben in den 50 Jahren einiges erreicht, hatten viele Geburtswehen zu bestehen, werden aber weiter optimistisch den Blick in die Zukunft wagen. Dazu sind wir gut aufgestellt, denn wir haben unsere Hausaufgaben gemacht“, sagte Schnur, der vor allem die gute Breitbandversorgung als Beispiel nannte. Klimaschutz, Gesundheitsvorsorge und der Ausbau digitale Technik sind weitere Schwerpunkte, denen man sich gestellt hat. Staatssekretärin Heike Raab überbrachte die Geburtstagsgrüße der Landesregierung und lobte den Landkreis als Vorreiter im Land, der schon früh die Zeichen der Zeit erkannt habe und zum Beispiel die flächendeckende Grundversorgung mit der Breitband - Infrastrukturgesellschaft mbH in allen 108 Ortslagen errichtet hat. „Wir liegen heute mit einer Versorgungsquote von 84,4 Prozent mit mindestens 30 Mbit/s deutlich über dem Durchschnitt von Land und Bund“, erklärte die gebürtige Cochemerin nicht ohne Stolz.
Weihbischof Jörg Michael Peters reflektierte in seinem kurzen Impuls auch über die Entwicklung der künftigen Pfarreien im Bistum. „Wir müssen das Vertrauen der Menschen wiedergewinnen. Die Pfarreien der Zukunft dürfen uns keine Angst machen, wir müssen uns den Herausforderungen stellen“, so der Kirchenmann. Stadtbürgermeister Walter Schmitz begrüßte schließlich als Hausherr die gesamte „komplette kommunale Familie“, die sich in Cochems guter Stube getroffen habe und wünschte einen guten Abend bei Gesprächen und Erinnerungen rund um die fünf vergangenen Jahrzehnte und das runde Jubiläum Bei einem guten Tropfen - von den Weinmajestäten kredenzt - feierte die muntere Gesellschaft bei Köstlichkeiten aus Küche und Keller zur Musik der Mark´s Brothers bis in den späten Abend. TT
Die Zahl der Ehrengäste war groß: zwei ehemaligen Landräte, der Weihbischof, die Staatssekretärin, der ADD-Präsident und die Abgeordneten saßen in der ersten Reihe. Foto: TT Foto: Picasa
Weihbischof Jörg Michael Peters sprach über die Pfarreien der Zukunft. Foto: TT Foto: Picasa
Staatssekretärin Heike Raab lobte den Landkreis als Vorreiter in Sachen Breitband. Foto: TT
Stadtbürgermeister Walter Schmitz hieß als Hausherr die ganze kommunale Familie willkommen. Foto: TT Foto: Picasa
Landrat Manfred Schnur (li.) verabschiedete Hans - Jürgen Sehn, seinen ehemaligen Stellvertreter. Foto: Kreisverwaltung Cochem - Zell
