Im Dialog mit der Landespolitik
Cochemer Meister und Prüfungsbeste geehrt
Cochem. Viele Aufträge, aber zu wenig Fachkräfte. Erleichternde Digitalisierung, aber mehr und mehr Bürokratie. Wartende Kunden, aber keine Handwerkerparkausweise: Handwerksunternehmer brauchen Unterstützung. Austausch mit der Politik ist gefragt. Dass dieser zwischen Kreishandwerkerschaft Mittelrhein und Landesregierung gut funktioniert, zeigte einmal mehr die jüngste Delegiertentagung der Kreishandwerkerschaft Mittelrhein. Hier war Daniela Schmitt, Staatssekretärin im Wirtschaftsministerium, zu Gast. Während sie von Initiativen aus Mainz zu berichten wusste, konnten die Handwerksunternehmer schildern, wo der Schuh drückt.
Den Anwesenden für das große ehrenamtliche Engagement gedankt, das u.a. die hervorragende Ausbildungsqualität im Handwerk garantiert. Zur Fachkräftegewinnung sei es dringend erforderlich umzudenken: „Es ist eine Frage der gesellschaftlichen Haltung. Wir müssen Aufklärung leisten, dass nicht nur das Abitur der richtige Weg ist. Auch unser duales System bietet hervorragende Karrieremöglichkeiten. Es muss die gesellschaftliche Akzeptanz beider Wege her.“
Die Digitalisierung biete hier Chancen. Denn durch sie veränderten sich die Berufsbilder und würden dadurch auch für einen weiteren Kreis junger Leute interessant, „die wir vor zehn Jahren nicht erreicht hätten.“
Die Staatssekretärin übernahm gern, die Ehrungen– für die Regionalen Kammer- und Landessieger des Leistungswettbewerbs der Deutschen Handwerksjugend und für 25 Jahre Meisterbrief.
Der junge Sieger ist: Elektroniker Markus Conzen aus Ediger-Eller vom Ausbildungsbetrieb Bernd Comes aus Ediger-Eller.
Silberne Meisterbriefe gingen an: die Bäckermeister Christian Bauer aus Zell und Patrick Theisen aus Mittelstrimmig sowie Elektroinstallateurmeister Wilfried Müllen aus Ernst.
Pressemitteilung
Kreishandwerkerschaft Mittelrhein
