Hauptausschuss ließ sich informieren
Das Swisttaler Rathaus entspricht nicht mehr den Anforderungen
Ludendorf. Der Swisttaler Haupt-, Finanz- und Beschwerdeausschuss ließ sich in seiner jüngsten Sitzung über die Entwicklung bei der geplanten Modernisierung des Rathauses informieren. In seiner vorherigen Sitzung hatte der Ausschuss diesbezüglich eine Reihe von Fragen aufgeworfen, etwa hinsichtlich der künftigen Verwaltungsorganisation, die zuerst einmal geklärt werden sollte, bevor man sich über einen Rathaus-Neubau oder die Vergrößerung des bestehenden Gebäudes Gedanken mache. Deshalb hatte das Gremium zunächst nur 50.000 Euro freigegeben, womit Bürgermeisterin Petra Kalkbrenner (CDU) Angebote von Beratungsunternehmen mit einschlägiger Erfahrung anfordern sollte. Die sollten nach Möglichkeit von Ideen zur Modernisierung der Büroorganisation über die Erarbeitung eines Raumkonzepts bis hin zur Vergabe der Baugewerke alles aus einer Hand liefern.
Grund für das mittlerweile fehlende Raumangebot sei die erforderliche Berücksichtigung aktueller Anforderungen an ein modernes Dienstleistungsunternehmen, wie es auch die Gemeindeverwaltung sei. Dazu gehöre unter anderem die Barrierefreiheit, der Datenschutz und die Einhaltung der Arbeitsstättenverordnung - all diesen Ansprüchen genüge das derzeitige Gebäude nicht. Eine Verbesserung könne nach Ansicht der Verwaltung nur durch die Bereitstellung zusätzlicher Räumlichkeiten verwirklicht werden, wobei auch die Arbeitsstrukturen anders organisiert werden müssten, was aber ebenfalls mit einer baulichen Veränderung einhergehe.
In der Zwischenzeit hatte Kalkbrenner drei Firmen angefragt, ob Interesse bestehe, das Projekt zu begleiten - doch alle drei hätten mittlerweile abgesagt. Deshalb sei im Anschluss daran die DKC Kommunalberatung GmbH aus Düsseldorf angefragt worden, die am Tag vor der Ausschusssitzung tatsächlich ihr Interesse bekundet habe. Deshalb war der ursprüngliche Beschlussvorschlag hinfällig geworden, weitere 100.000 Euro freizugeben, damit ein freies Architekturbüro mit den Leistungsphasen eins und zwei beauftragt werden könnte. Stattdessen soll nun in einer Sondersitzung des Ausschusses am Dienstag, 26. Juni, ein Vertreter von DKC sein Angebot vorstellen, damit man vor der Sommerpause ein Signal bekomme, wo es lang gehen solle, so der Erste Beigeordnete Hans Dieter Wirtz. Dann könne das Unternehmen eventuell mit der Projektplanung beauftragt werden, besonders in einem ersten Schritt zu ermitteln, ob eine Sanierung, eine Erweiterung oder gar ein Neubau die beste Option sei. Das Unternehmen sei auf die Beantwortung dieser Fragen spezialisiert. JOST
