Politik | 18.11.2022, 15:57 Uhr

Solidarität: Neuwieder Kreistag kämpft für den Standort an der Landesgrenze - Resolution einstimmig verabschiedet

Das ZF-Werk in Eitorf muss erhalten bleiben

Landrat Achim Hallerbach (links) und die Fraktionsvorsitzenden Petra Jonas (SPD) und Michael Christ (CDU, rechts) sicherten dem Eitorfer ZF-Betriebsratsvorsitzenden Heiko Höfer (Mitte) und Betriebsratsmitglied René Höfer die Solidarität der Neuwieder Politik zu.

Kreis Neuwied. Mit einer einstimmig verabschiedeten Resolution hat der Neuwieder Kreistag ein starkes Zeichen für den Erhalt des Eitorfer ZF-Standorts gesetzt. Der von gemeinnützigen Stiftungen getragene Konzern aus Friedrichshafen hatte angekündigt, sein Werk an der nordrhein-westfälischen Landesgrenze Ende 2025 zu schließen und die Produktion ins Ausland zu verlagern. Dagegen sprechen sich die politischen Vertreter des Kreises Neuwied nun über alle Parteigrenzen hinweg aus. Der Kreistag des Rhein-Sieg-Kreises hatte eine ähnliche Resolution für den Erhalt verabschiedet. Im Neuwieder Kreistag forderte CDU-Fraktionschef Michael Christ als Antragssteller für die Große Koalition, dass die intensiven Bemühungen des Betriebsrates, langfristige Perspektiven und tragfähige Konzepte zu entwickeln, von der Unternehmensleitung umfassend geprüft und erstgenommen werden müssen. „Die jahrelangen, teils einschneidenden Zugeständnisse der Belegschaft dürfen nicht vergebens gewesen sein“, unterstrich er. Er machte außerdem darauf aufmerksam, dass die Entscheidung „vor den jüngsten Entwicklungen und dem Erkennen von Lieferabhängigkeiten aus dem Ausland getroffen worden ist“. Dank der großen Solidarität aller Betroffenen konnte erreicht werden, dass der neue, ab Januar arbeitende Vorstand zugesichert hat, im kommenden Jahr noch einmal in ergebnisoffene Gespräche einzutreten. „Das ist bereits ein großer Erfolg, der allerdings nur eine Tür geöffnet hat“, kommentierte Christ. Landrat Achim Hallerbach machte deutlich, dass eine Schließung des ZF-Standortes mit seinen 690 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern – davon knapp 100 aus dem Kreis Neuwied - weitreichende Folgen für die gesamte Region hätte. „Gerade als Asbacher weiß ich um die Bedeutung von Boge/ZF. Viele Menschen aus unserem Raum sind dort selbst oder für Zulieferer tätig, viele Familien sind vom Erhalt des Standorts abhängig“, machte er deutlich. Daher müsse das Eitorfer Werk erhalten bleiben.

Der ZF-Betriebsratsvorsitzende Heiko Höfer und Betriebsratsmitglied René Höfer nahmen das einstimmige Signal erfreut zur Kenntnis und dankten allen Kreistagsmitgliedern für ihre Solidarität.

Landrat Achim Hallerbach (links) und die Fraktionsvorsitzenden Petra Jonas (SPD) und Michael Christ (CDU, rechts) sicherten dem Eitorfer ZF-Betriebsratsvorsitzenden Heiko Höfer (Mitte) und Betriebsratsmitglied René Höfer die Solidarität der Neuwieder Politik zu.

BLICK aktuell bei Google bevorzugen
Erhalte mehr Inhalte von uns in deinen Google-Suchergebnissen.
Täglich exklusive Inhalte
Täglich exklusive Inhalte

Das digitale Magazin für Rhein, Ahr und Eifel — jeden Tag eine neue Ausgabe, optimiert fürs Smartphone.

  • 30 Tage gratis
  • Neue Ausgabe jeden Tag
  • Für unterwegs gemacht
Heutige Ausgabe lesen
Blick aktuell
Regio MAGAZIN

Bildergalerien
Imageanzeige
Image Anzeige
Wir helfen im Trauerfall Vorsorge
Anzeige Tag der offenen Tür 29. - 30.08.26
Zukunft trifft Tradition KW 35
Anzeige Patientenveranstaltung
Ahrweiler Weinwochen
Empfohlene Artikel
Weitere Artikel
von links nach rechts: Sven Gottschalck, Ulrich Stieber, Nick Falkner, Richard Lindner, Julius Knieps, Werner Kasel und Mario Falkner
422

Bad Neuenahr-Ahrweiler. Wie kann ehrenamtliches Engagement in Bad Neuenahr-Ahrweiler künftig noch besser unterstützt und vernetzt werden? Dieser Frage widmeten sich am Mittwochabend Vertreterinnen und Vertreter zahlreicher Vereine und Initiativen sowie ehrenamtlich Engagierte bei einer Informationsveranstaltung im Veedelstreff DomCafé. Auf Einladung der Stiftung Ahrtal informierten sie sich über die Pläne für das neue Ehrenamtszentrum im ehemaligen „Haus der Jugend“.

Von Richard Lindner aus Bad Neuenahr-Ahrweiler

Weiterlesen

Thomas Schmidt
338

Vortrag zur Geschichte und Zukunft von Brücke & Tunnel

Erpel - Die Brücke und der Tunnel

Ockenfels. Die Grünen in Ockenfels führen ihre Veranstaltungsreihe „Angeschnitten“ fort, die im Jahr 2025 ins Leben gerufen wurde. Am 16. September 2026 laden sie zu einem besonderen Themenabend ins Bürgerhaus Ockenfels ein. Unter dem Titel „Erpel – Die Brücke und der Tunnel“ steht die Geschichte der Ludendorff-Brücke sowie des Tunnels in der Erpeler Ley im Mittelpunkt.

Von St. Becker aus Unkel

Weiterlesen