Politik | 02.08.2015, 14:00 Uhr

Fünf „Sozial engagierte Jungs“ aus Neuwied erlebten ein ereignisreiches halbes Jahr

„Deichstadthelden“ ausgezeichnet

Neuwied. Soziales Engagement hat einen hohen Stellenwert, doch fast überwiegend sind die dazugehörigen Berufsfelder reine Frauensache. Mit dem Projekt „Sozial engagierte Jungs“ möchte das Neuwieder Kinder- und Jugendbüro männliche Teenager für diese Berufszweige begeistern und zeigen, dass auch hier Karrieren möglich sind. Ob das im Jahr 2014/2015 geklappt hat, verrieten die fünf Jungs in einer kleinen Feierstunde dem Beigeordneten der Stadt Neuwied, Michael Mang.

Interesse am sozialen Beruf

Florian Bürgel, Luca Russo, Xolanie Müller, Sven Kulakin, und Luca Nigro waren bei dem Treffen sichtlich begeistert über ihre Erfahrungen der letzten sechs Monate. Vier Stunden pro Woche kümmerten sich die Jungs um Kinder in betreuenden Grundschulen und Kindertagesstätten, halfen bei Hausaufgaben, unterstützten die Erzieher, kochten und spielten gemeinsam. Anfänglich war die Rolle für die 15- und 16-Jährigen ungewohnt, doch mit dem wachsenden Respekt ihrer Schützlinge gewannen sie immer mehr Sicherheit und Spaß an der Sache. Und zwar so viel, dass sich fast alle vorstellen können weiterzumachen und auch in Erwägung ziehen, später einen sozialen Beruf zu ergreifen. Das war auch für die meisten einer der ausschlaggebenden Punkte bei dem Projekt „Sozial engagierte Jungs“ teilzunehmen.

Sozialkompetenz erworben

Was will ich mal beruflich machen? Warum nicht mal den Job länger als nur in einem vierwöchigen Praktikum testen? Und weshalb nur in der Freizeit abhängen und nicht mal was anderes machen, das auch für später hilft? Denn die erworbene Sozialkompetenz bringt den Jugendlichen bei späteren Bewerbungen einen entscheidenden Vorteil. Damit die Teenager diesen auch ausnutzen können, erhielten sie vom Beigeordneten Michael Mang eine Urkunde der Stadt Neuwied, und später am Tag in Mainz von Ministerin Irene Alt ihre Zertifikate.

Stolz auf das Geleistete

Nicht nur die Jungs selbst sind stolz auf das Geleistete, sondern auch Karsten Schroeter, der den Jungs während der sechs Monate beratend zur Seite stand, ihre Eltern und die betreuenden Einrichtungen. Sie merkten oft wie sehr die Kinder sich auf den Besuch einer männlichen Bezugsperson freuten. Kein Wunder wie Michael Mang betonte: „Männliche Bewerber sind wichtiger denn je, denn derzeit besetzen wir 125 Stellen mit 124 Erzieherinnen und einem einzigen männlichen Pendant.“ Auch die Paten des Projekts, die Sparda Bank Südwest eG, der Lions Club Neuwied und die Landtagsabgeordnete Elisabeth Bröskamp, erkennen immer wieder den hohen Stelleðnwert dieser Aktion und unterstützen sie deshalb schon seit mehreren Jahren. Nur durch diese Mithilfe ist es möglich, den Jungs ihr Ehrenamt mit einem kleinen Taschengeld attraktiver zu machen.

Bewerbungen bis 21. September

Für das nächste Jahr ist die Bewerbungsphase gerade gestartet. Wer also Lust hat in seiner Freizeit Erfahrungen im sozialen Bereich zu sammeln, dafür ein kleines Taschengeld zu bekommen und sich mit den anderen Teilnehmern regelmäßig auszutauschen, kann seine Chance bis zum 21. September ergreifen. Mitmachen können Jungs ab 14 Jahren. Weitere Informationen bei Ulrike Ackermann im Kinder- und Jugendbüro der Stadt Neuwied, Tel. (0 26 31) 80 27 32, ulrike.ackermann@neuwied.de

Pressemitteilung der

Stadt Neuwied

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