Politik | 23.02.2026

Die Juniorwahl an der Robert-Krups-Schule Neuwied/Irlich bewegt

Demokratie zum Anfassen

Podiumsdiskussion mit dem Fokus auf einen offenen Austausch.  Foto: Claudia Kugler-Müller

Neuwied. Es war mehr als nur eine Schulveranstaltung: Als sich am Freitag, dem 20. Februar um 10 Uhr die Turnhalle zur Podiumsdiskussion füllte, lag eine besondere Spannung in der Luft. Schülerinnen und Schüler der neunten und zehnten Jahrgangsstufen, Lehrkräfte und Parteivertreterinnen und -vertreter kamen zusammen – nicht für Wahlkampf, sondern für einen offenen Austausch über die Zukunft.

Schon in der Begrüßung machte das Moderatorenteam Theresa Diehl und Davin Faqe Ahmed aus der Klasse 10a deutlich, worum es an diesem Vormittag ging: um Zuhören, um Nachfragen, um Verstehen.

Jede Partei sollte die gleiche Redezeit erhalten. Demokratie ganz praktisch umgesetzt.

Nach der Begrüßung durch Schulleiter Peter Kowalenko begann die Vorstellungsrunde. Jan Petry (CDU), Lana Horstmann (SPD), Markus Seemann (Bündnis 90/Die Grünen), Arnold Waschgler (Freie Wähler) und Stefan Thoma (FDP) stellten sich und ihre politischen Ziele vor. Ein Vertreter der AfD war eingeladen. In kurzen Beiträgen erklärten Jan Petry, Lana Horstmann, Markus Seemann, Arnold Waschgler und Stefan Thoma was sie antreibt und welche Visionen sie haben. Man spürte: Politik ist nicht nur abstrakt, sie betrifft den Alltag, die Zukunftspläne und Hoffnungen der jungen Menschen im Raum.

Besonders lebendig wurde es in der anschließenden Fragerunde: Die Fragen hatten die Schülerinnen und Schüler im Unterricht selbst erarbeitet. Themen wie Bildung und Digitalisierung, Mobilität, Integration und Migration standen im Mittelpunkt – also genau die Bereiche, die ihren Alltag prägen. In jeweils 30 Sekunden mussten die Parteien Stellung beziehen. Die Antworten waren unterschiedlich, die Perspektiven vielfältig und gerade das machte den Reiz aus. Immer wieder wurde deutlich, wie aufmerksam das Publikum zuhörte. Es ging um mehr als um Parteiprogramme. Es ging um Chancen, um Gerechtigkeit, um unsere Zukunft. Die Diskussion blieb sachlich, aber engagiert – ein Zeichen dafür, dass politische Bildung wirkt, wenn man sie ernst nimmt.

Am Ende dankte Schulleiter Peter Kowalenko Christoffer Reitz und Konrektorin Claudia Kugler-Müller für die Organisation der Podiumsdiskussion, Tobias Lawsky für den technischen Support und Markus Radzanowsky für die tatkräftige Unterstützung an diesem Vormittag.

Was bleibt ist das Gefühl, dass Demokratie lebt – gerade dann, wenn junge Menschen ihre Stimme erheben. Die Podiumsdiskussion an unserer Schule war damit nicht nur eine Vorbereitung auf die Juniorwahl, sondern sie war ein Erlebnis. Ein Moment, in dem Politik greifbar wurde und in dem deutlich wurde, wie wichtig es ist, jungen Menschen Raum für Fragen und den eigenen Standpunkt zu geben.

Podiumsdiskussion mit dem Fokus auf einen offenen Austausch. Foto: Claudia Kugler-Müller

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