Politik | 25.08.2020

Arbeitsgemeinschaft Koblenzer Karneval (AKK)

Den Karneval kann man absagen, aber nicht das Lebensgefühl

Präsident Christian Johann. Foto: privat

Die Arbeitsgemeinschaft Koblenzer Karneval (AKK) kann die Bedenken des Bundesgesundheitsministers zum heutigen Tage durchaus nachvollziehen. Karnevalsveranstaltungen, wie wir sie in den vergangenen Jahren gefeiert haben, werden in der kommenden Session so nicht stattfinden. Der Karneval in der Session 2020/2021 wird ganz anders ablaufen, als wir ihn alle kennen, das ist dem Vorstand der AKK bereits seit Monaten bewusst. Aus diesem Grunde wurde auch u.a. die Großveranstaltung Karnevalsauftakt am 11.11. auf dem Münzplatz bereits abgesagt. Auch wird es keine Koblenzer Tollitäten als närrischen Oberhäupter der Koblenzer Närrinnen und Narren geben.

„Nichtsdestotrotz sind wir der Meinung, dass man den Karneval an sich nicht absagen kann. Veranstaltungen kann man absagen, aber nicht das Lebensgefühl in der fünften Jahreszeit. Hierzu sind wir bereits seit Mai in den Planungen für alternative Veranstaltungen und komplett neue, coronakonforme Konzepte“, so AKK-Präsident Christian Johann. Der Fokus lag dabei auf dem Ursprung des Karnevals, den Inhalten, die den Karneval zum immateriellen Weltkulturerbe gehören lassen. Viele ehrenamtliche Aktive bereiten sich das ganze Jahr auf die fünfte Jahreszeit vor und möchten den Menschen ein wenig Ablenkung vom Alltag ermöglichen. Und gerade die Menschen an Rhein und Mosel leben dieses Gefühl im Besonderen. Die Herausforderungen, die an den Karneval gestellt werden, sind natürlich die Einhaltung der Schutzmaßnahmen nach AHA (Abstand-Hygiene-Alltagsmaske). Hier ist mit größter Sorgfalt aber auch mit höchstmöglicher Kreativität heranzugehen. Und gerade in schwierigen Zeiten haben es die Karnevalisten immer wieder verstanden, kreativ und innovativ an die Sache heranzugehen. Als Dachorganisation des Koblenzer Karnevals ist der AKK dabei, solche Konzepte in enger Zusammenarbeit mit den Vereinen aber auch mit den Ordnungsbehörden zu entwickeln und auf Umsetzbarkeit zu prüfen. Die oberste Priorität liegt dabei immer auf der Sicherheit UND der Gesundheit des Publikums sowie der Akteure. Selbstverständlich hat der AKK dabei immer die Informationen des RKI und die Vorgaben der Regierung im Blick und agieren situationsbedingt.

„Grundsätzlich möchten wir feststellen, dass man, wenn man über Konzerte mit 13.000 Zuschauern für Konzerte in Düsseldorf, über Fußballspiele mit Fans und über Weihnachtsmärkte nachdenkt, auch über organisierte Karnevalsveranstaltungen unter Beachtung vergleichbarer Hygienekonzepte mit stark reduzierter Teilnehmerzahl nachdenken dürfen muss. Nicht zuletzt lässt sich auch durch gezielte und geregelte Veranstaltungen das närrische Treiben wenigstens in gewissem Maße lenken, damit könnten wir in der Gesundheitsfrage unterstützend agieren und Risiken minimieren. Kleine, kontrollierte Angebote sind da nicht nur unserer Ansicht nach besser als „wilde“, über das Stadtgebiet verteilte Spontanpartys. An die Situation angepasste, individuelle Konzepte bieten sowieso viele Vorteile gegenüber generellen Verboten mit monatelangem Vorlauf“, fasst Johann zusammen und ergänzt: „Der Karneval in dieser besonderen Zeit ist vergleichbar mit einem Schiff in einer Nebelbank. Wir alle fahren mit diesem Schiff auf Sicht.“

Pressemitteilung AKK

Präsident Christian Johann. Foto: privat

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