Politik | 24.11.2020

GRÜNE Koblenz gegen unnötige Belastung des Gesundheitssystems und der Umwelt durch privates Feuerwerk

„Der Preis für wenige Minuten Spaß an Licht und Knall ist eindeutig zu hoch“

Martin Schmidt.Fotos: privat

Koblenz. Vor wenigen Tagen wurde in den Niederlanden, während der Covid-19 Pandemie, privates Feuerwerk zu Silvester verboten. Der Koblenzer Oberbürgermeister David Langner sprach sich gegen eine solche Maßnahme in Koblenz aus, als er vom SWR darauf angesprochen wurde.

Das Feuerwerk ließe sich mit genügend Abstand von Balkon oder Garten aus abfeuern, wird Langner zitiert. Abgesehen davon, dass sich das Abbrennen von Feuerwerkskörpern auf dem Balkon ohnehin nicht empfiehlt, sind die Koblenzer Grünen hier aus mehreren Gründen ganz anderer Meinung.

Die zu erwartenden Verletzungen durch Unfälle mit Raketen und Böllern werden die Krankenhäuser, in denen gerade versucht wird möglichst viele Kapazitäten für Corona-Patient*innen freizuhalten, erfahrungsgemäß zusätzlich belasten.

Jährlich werden rund 4.200 Tonnen Feinstaub (PM10 ) durch das Abbrennen von Feuerwerkskörpern freigesetzt. Der größte Teil davon entsteht in der Silvesternacht. Diese Menge entspricht in etwa 25 Prozent der jährlich durch Holzfeuerungen und ca. zwei Prozent der gesamt freigesetzten Feinstaubmenge in Deutschland. Mit dem in Koblenz ausgerufenen

Klimanotstand ist das nicht vereinbar.

„Der Preis für wenige Minuten Spaß an Licht und Knall ist eindeutig zu hoch“, sagt Christopher Bündgen, Vorstandsmitglied der Koblenzer Grünen. „Verletzungen, massive Mengen an Feinstaub und zum Teil schwerwiegende Folgen für Haus- und Wildtiere können mit einem Verbot des privaten Feuerwerks an Silvester verhindert werden. Belasten wir unsere Krankenhäuser und unsere Umwelt nicht noch weiter!“, so Bündgen weiter.

„Wir haben es derzeit mit zwei Krisen zu tun“, Martin Schmidt, Vorstandssprecher der Koblenzer Grünen, „nämlich der Covid-19-Pandemie und der globalen Klimakrise. Durch den Verzicht auf privates Böllern zum Jahreswechsel werden wir diese Probleme sicherlich nicht lösen, aber das private Feuerwerk an Silvester ist mit Abstand der unnötigste Beitrag dazu.“

Pressemitteilung

Bündnis 90/Die Grünen Koblenz

Christopher Bündgen.

Christopher Bündgen.

Martin Schmidt.Fotos: privat

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Kommentare
27.11.202003:14 Uhr
juergen mueller

KOBLENZ - "Die Angst der Politik vor Repräsalien".Die dürftige Begründung von Herrn Langner entspricht genau dem,was zu erwarten war,nämlich,dass der Klimawandel in KOBLENZ keine Priorität genießt.Auch unter Berücksichtigung dessen,dass die Bevölkerung durch Corona bereits Einbußen an vermeintlicher Lebensfreude hinnehmen müsse,rechtfertigt noch lange nicht eine solch hintergründige Entscheidung,auch unter dem Gesichtspunkt,irgendwann hieraus einen Nutzen zu ziehen.
Fakt ist,dass der hohe Preis für wenige Minuten völlig unnützen Spaßes mit all seinen Negativfolgen seit Jahrzehnten die Politik nie interessiert hat.
Das schließt auch die GRÜNEN nicht aus,die mit ihrem Aufzählen negativer Auswirkungen nichts neues verkünden,sondern nur altbekanntes alljährlich neu aufwärmen.
Den Preis für falsche Versprechungen,Ignoranz u.politisches Unvermögen zahlen vor allem die,die falscher Politik auch noch ihre Stimme geben bzw.nicht bereit sind,ihre Lebensweise auch nur zu überdenken.

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