Politik | 27.10.2022

Energieversorgung und -sicherheit - Stammtisch der CDU Andernach

Der evm-Vorstandsvorsitzende Josef Rönz war zu Gast

Über die Energieversorgung und Energiesicherheit informierte der Vorstandsvorsitzende der Energieversorgung Mittelrhein (evm), Josef Rönz, die Mitglieder der Andernacher CDU. Foto: CDU Andernach

Andernach. Über die Energieversorgung und Energiesicherheit informierte der Vorstandsvorsitzende der Energieversorgung Mittelrhein (evm), Josef Rönz, die Mitglieder der Andernacher CDU.

Im Rahmen eines politischen Stammtisches unter Leitung des CDU-Vorsitzenden Dr. Hans-Georg Hansen stellte Josef Rönz die vielschichtigen Zusammenhänge der Energieversorgung Deutschlands dar: „Die aktuelle Energiekrise ist ein dynamischer Prozess, der jeden Tag eine Neubewertung erfordert.

Faktisch haben wir keine Gaskrise, da die weltweiten Reserven noch für mindestens 100 Jahre ausreichen. Durch den Ukraine-Krieg und die daraus resultierenden wechselseitigen Sanktionen hat Russland inzwischen die Gaslieferungen nach Europa vollständig eingestellt. Aus der einseitigen Abhängigkeit von Russland bei Öl, Gas und Kohle von teilweise bis zu 60 Prozent müssen die richtigen Lehren gezogen werden. Wichtig ist daher, die Energieversorgung zu diversifizieren.“ Zum Thema Versorgungssicherheit betonte Josef Rönz, dass kein Haushalt im Winter frieren müsse, da die privaten Verbraucher zu den sogenannten „geschützten Kunden“ zählen. Die dringenden Aufrufe der Politik, Gas zu sparen, seien allerdings richtig, um einerseits den Verbrauch zu reduzieren und damit andererseits der Industrie zu helfen, für die kein gesetzlicher Schutz gilt. Sollte eine Gasmangellage eintreten, seien vor allem Industriebetriebe und somit viele Arbeitsplätze betroffen.

Josef Rönz macht sich eher Sorgen um die Stromversorgung: „Wir benötigen jede Kilowattstunde Strom. Allerdings ist der Anteil der Stromversorgung über Gaskraftwerke mit derzeit 15 Prozent immer noch viel zu hoch. Daher braucht es einen Dreiklang: Wir müssen die Erneuerbaren Energien weiter ausbauen, gleichzeitig aber auch Kraftwerke betreiben, die die Grundlast gewährleisten – ob über Kernkraft, Kohle, Erdgas, zukünftig Wasserstoff oder andere Energieträger. Und wir brauchen Innovationen, um zu den besten Lösungen im Sinne von Sicherheit, Bezahlbarkeit und Nachhaltigkeit zu kommen. Hierfür ist Technologieoffenheit eine wichtige Voraussetzung. Im Übrigen bin ich davon überzeugt, dass es in Zukunft Innovationen geben wird, die wir uns heute noch gar nicht vorstellen können.“

Claus Peitz, Oberbürgermeisterkandidat der CDU, wies auf die Bedeutung der Erneuerbaren Energien hin, deren Ausbau durch zu lange Genehmigungsverfahren und viele Einsprüche bzw. Klagen verzögert werde. „Da ist der Gesetzgeber gefordert, diese Hürden schnellstmöglich zu beseitigen“, so Peitz, der Andernach zur Klimakommune weiterentwickeln und die Energie- und Wärmeversorgung neu ausrichten will.

Die Energieversorgung Mittelrhein ist das größte kommunale Energie- und Dienstleistungsunternehmen aus Rheinland-Pfalz. Sie versorgt mit über 1.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter rund 124.000 Kunden mit Erdgas und 213.000 mit Strom. Im Bereich der erneuerbaren Energien engagiert sich die evm-Gruppe seit vielen Jahren bei der Erzeugung von Energie mit Wind, PV oder auch Biogas. In den nächsten Jahren plant die evm allein in diesem Geschäftsfeld Investitionen im dreistelligen Millionenbereich. Josef Rönz steht seit mehr als 14 Jahren an der Spitze des Unternehmens.

Pressemitteilung

CDU Andernach

Über die Energieversorgung und Energiesicherheit informierte der Vorstandsvorsitzende der Energieversorgung Mittelrhein (evm), Josef Rönz, die Mitglieder der Andernacher CDU. Foto: CDU Andernach

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