FWG Verbandsgemeinde Puderbach
Deutliche Optimierung des ÖPNV notwendig
VG Puderbach. Außerhalb der Schul- und Kitazeiten weitestgehend leer fahrende Busse kennzeichnen die bereits seit langem zu beobachtende Situation um den ÖPNV im Raum Puderbach. Die FWG in der Verbandsgemeinde Puderbach sieht darin zum einen eine Verschwendung von Ressourcen (Arbeitskraft, Energie, Steuergeld) und zum anderen auch ein Fehlen von Anreizen zur Mobilitätswende, zum Umsteigen auf öffentliche Nahverkehrsmittel. Daher möchte die FWG eine Verbesserung dieser unbefriedigenden Situation herbeiführen. Nach ersten Gesprächen mit der Kreisverwaltung als dem Träger des ÖPNV im Kreis waren einige FWG-Mitglieder nun vergangene Woche zu Besuch bei der Rhein-Sieg-Verkehrsgesellschaft (RSVG) in Sieglar bzw. Hennef, um von Geschäftsführer Volker Otto zu erfahren, welches Verkehrsangebot im öffentlichen Personennahverkehr, insbesondere im Omnibusverkehr, dort vorgehalten wird. Volker Otto - selbst FWG-Mitglied und Ortsbürgermeister von Woldert - stellte zunächst in einer sehr anschaulichen und informativen Präsentation die RSVG als kommunalen Verkehrsbetrieb vor. Später erfolgte dann noch eine Führung im Omnibusbetriebshof, wobei Volker Otto die Anwesenden dort durch seine detaillierte Sachkenntnis beeindruckte.
Die Situation dieses kommunalen Verkehrsbetriebs RSVG in der Hand des Kreises Siegburg mit seinen fast 600.000 Einwohnern und zahlreichen Verbindungen auch über die Schiene in den Ballungsraum Köln-Bonn, aber auch per Bus in den nördlichen Bereich des Kreises Neuwied und demnächst auch ins Wiedtal ist sicherlich in vielfacher Hinsicht nicht vergleichbar mit den Gegebenheiten im Kreis Neuwied. Nichtsdestotrotz nahmen die FWG-Kommunalpolitiker einige Anregungen mit nach Hause, die sie hier in ihr Bemühen um ein zielgerichteteres ÖPNV-Angebot im Puderbacher Land einfließen lassen wollen: Unter dem Stichwort: „Vom Beförderer zum Mobilitätsdienstleister“ machte Volker Otto deutlich, dass die erste wesentliche Voraussetzung für ein verbessertes ÖPNV-Angebot die Kenntnis von Zahlen, Daten und Fakten ist. Darauf aufbauend lassen sich dann sehr zielgerichtete Angebote wie z.B. Schnellbusdirektlinien in die Zentren mit Zubringerdiensten in Form von Kleinbussen, On-Demand- Angebote, Anruf- oder App-Applikationen für die Bestellung von Fahrten etc. verwirklichen.
Helfen könnte dabei längerfristig die Einführung des 49-Euro-Tickets, denn tatsächlich macht es in der heutigen Zeit keinen Sinn, zeitlich starre Angebote für Busfahrten vorzuhalten, die aus den verschiedensten Gründen kaum ein potenzieller Nutzer wahrnimmt, weil sie zu teuer, zu unflexibel und zu falschen Zeiten verfügbar sind. Klar wurde in den Gesprächen zum einen auch, dass ein erfolgreicher Weg hin „Vom Beförderer zum Mobilitätsdienstleister“ zunächst vielfältige Vorleistungen vom Anbieter erfordert, zum anderen aber auch, dass die Mobilitätswende mit dem derzeitigen Angebot in der VG Puderbach nicht zu erreichen sein wird. Nach einem herzlichen Dank an Volker Otto und mit einigen Anregungen für Verbesserungen im Gepäck endete der Besuch in Sieglar und Hennef schließlich am frühen Abend. Pressemitteilung
FWG VG Puderbach
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