Politik | 20.07.2016

Informationsveranstaltung im Heckenweg in Heimerzheim

Die Grünfläche soll erhalten bleiben

Fraktionen von Bündnis 90/Die Grünen, SPD, Die Swisttaler und der Naturschutzverein „Rettet Bäume und Biotope“ sprechen sich gegen eine mögliche Bebauung des Spielplatzes aus

Nicht nur den Kindern würde der Spielplatz mit seinem alten Baumbestand als Treffpunkt fehlen. privat

Swisttal-Heimerzheim. „Wir möchten nicht, dass die Grün- und Spielfläche und die alten Bäume verschwinden.“ Diesen Satz hörten die Initiatoren der Informationsveranstaltung auf der Spiel- und Grünfläche vor den Siedlungshäusern am Heckenweg nicht nur von den dort spielenden Kindern und den sie begleitenden Eltern, sondern auch von vielen Anwohnern des Heckenwegs, die die Veranstaltung zahlreich besuchten.

Die von den drei Fraktionen Bündnis 90/Die Grünen, SPD, Die Swisttaler und dem Naturschutzverein „Rettet Bäume und Biotope“ initiierte Info-Veranstaltung zum Thema Bebauung der Grün- und Spielfläche am Heckenweg in Heimerzheim fand unter großer Beteiligung der Anwohnerschaft und der Bürgerschaft statt. Von 14 bis gegen 16 Uhr waren wechselnd über 150 Menschen vor Ort, um sich von den Ratsvertretern über den Sachstand der geplanten Bebauung informieren zu lassen und ihre Sicht darzulegen. Insgesamt haben sich weit über 200 Bürger in die Unterschriftenlisten eingetragen, die demnächst der Bürgermeisterin überreicht werden.

Es wurde während der Veranstaltung sehr schnell deutlich, dass nicht nur die Anwohner aus den Siedlungshäusern, sondern auch die Bewohner des Seniorenheims und des Heckenwegs sehr am Erhalt der Spiel- und Grünfläche interessiert sind.

Vor allem die Kinder, die während der Veranstaltung mit Pinsel und Farbe Plakate bemalten, konnten sich nicht vorstellen, dass ihr geliebter Spielplatz unter den großen alten Bäumen verschwindet. Viele Familien mit Kindern nutzen die Fläche zur täglichen Begegnung.

Auch Bewohner des Seniorenwohnheims St. Clara auf der gegenüberliegenden Straßenseite nutzen die Gelegenheit, ihre Sorgen und ihren Ärger über die Planungen loszuwerden. Den anwesenden Pressevertretern teilten sie mit, dass sie sich besonders im Sommer am Spielen der Kinder erfreuen und auf der parkähnlichen Fläche auch immer wieder mit den Anwohnern ins Gespräch kommen. Das ist für sie ein wertvolles Stück Natur und ein wichtiger Ort, um dem täglichen Einerlei zu entkommen.

Bekanntlich wurde in der Ratssitzung am 5. Juli mit den Stimmen von CDU, FDP und BfS mit 20 zu 18 Stimmen und einer Erhaltung der Änderungsbeschluss zu dem von einem Heimerzheimer Investor beantragten Bebauungsplanverfahren gefasst.

Die Initiatoren und die Bürger vor Ort hoffen, dass zumindest im Rahmen des laufenden Bauleitverfahrens die Ratsvertreter von FDP und BfS erkennen, dass es eine begründete Notwendigkeit gibt, die Grünfläche aufgrund vielfältiger Bürgerinteressen auch in der Zukunft zu erhalten, und wenigstens am Ende des Verfahrens den Bebauungsplan ebenfalls ablehnen.

Bei allen politischen Meinungsverschiedenheiten sollte nicht vergessen werden, dass Bebauungspläne auch die Aufgabe haben, eine nachhaltige städtebauliche Entwicklung und die sozialen, wirtschaftlichen und umweltschützenden Anforderungen auch in Verantwortung gegenüber künftigen Generationen miteinander in Einklang zu bringen und eine dem Wohl der Allgemeinheit dienende sozialgerechte Bodennutzung zu gewährleisten. Bauleitpläne sollen dazu beitragen, eine menschenwürdige Umwelt zu sichern, die natürlichen Lebensgrundlagen zu schützen und zu entwickeln. Ob die hier beabsichtigte „Innenraumverdichtung“ diesen Vorgaben tatsächlich genügt, bezweifeln die Initiatoren der Veranstaltung ganz entschieden. Pressemitteilung

Bündnis90/Die Grünen,

SPD,

Die Swisttaler,

Naturschutzverein

„Rettet Bäume und Biotope“

Auch die Bewohner des Seniorenheims St. Klara nutzen die Fläche gern zu Erholung und Begegnung.

Auch die Bewohner des Seniorenheims St. Klara nutzen die Fläche gern zu Erholung und Begegnung.

Mit selbst gemalten Transparenten zeigten auch die jüngsten Anwohner des Heckenwegs ihre Kritik an einer möglichen Bebauung des Spielgeländes.

Mit selbst gemalten Transparenten zeigten auch die jüngsten Anwohner des Heckenwegs ihre Kritik an einer möglichen Bebauung des Spielgeländes.

Nicht nur den Kindern würde der Spielplatz mit seinem alten Baumbestand als Treffpunkt fehlen. Fotos: privat

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