Große Erleichterung bei den Gewerbetreibenden
Die Hauptstraße ist wieder befahrbar
Bürgermeister Stefan Raetz lobt gezeigte Kooperation und Toleranz aller Beteiligten während der Bauphase
Rheinbach. Seit letztem Donnerstag rollen wieder die Fahrzeuge durch Rheinbachs Innenstadt. Ca. vier Monate dauerte die Sperrung der Hauptstraße infolge der Kanalsanierungsarbeiten. Auf einer Länge von etwa 500 m, beginnend vom Wilhelmsplatz bis vor den Kirchplatz, wurden Anschlüsse und Kanäle mit modernster Technik kontrolliert und viele Schäden behoben. Lobenswert auch die Zusammenarbeit mit dem Landesbetrieb, der es ermöglichte, sofort auch einen neuen Straßenbelag aufzubringen. Aufgrund des zügigen und professionell organisierten Bauablaufs konnte ein ursprünglich für später geplanter Sanierungsabschnitt bereits jetzt mit ausgeführt werden. So war die Sanierung des Bereiches der Hauptstraße zwischen Schweigelstraße und Bachstraße zunächst erst für das Jahr 2015 geplant. Die dadurch um ca. zwei Wochen verlängerte Baumaßnahme erspart den Bürgerinnen und Bürgern eine erneute Sperrung der Hauptstraße und trägt zudem zu einer erheblichen Verminderung der Ausgaben für die Stadt Rheinbach bei. Während der gesamten Bauzeit waren die Stadt und die ausführende Firma bemüht, die Einschränkungen für die Anlieger und Gewerbetreibenden so gering wie möglich zu halten. Die Belieferung der Geschäfte und die Zufahrt der Anlieger zu ihren Wohnungen waren während der Sperrung der Hauptstraße gleichfalls gewährleistet. In der Rückschau entstand während der Bauphase zwischen der Bevölkerung und den Mitarbeitern der ausführenden Firmen schon so etwas wie ein Vertrauensverhältnis. Man sprach sich mit der Firma ab, die interessierten Bürgerinnen und Bürger verfolgten die Maßnahmen vor Ort, man grüßte sich und man kannte sich sozusagen. Viele Rheinbacher arrangierten sich mit den Unannehmlichkeiten, die die Arbeiten mit sich brachten.
Einschränkungen wurden kooperativ und tolerant hingenommen
Dies war auch Anlass für Bürgermeister Stefan Raetz, am Donnerstagmorgen bei der Freigabe der Hauptstraße für den Durchgangsverkehr, nochmals seinen Dank u.a. den Anliegern und Geschäftsleuten auszusprechen, „die die Einschränkungen der letzten Monate kooperativ und tolerant hingenommen haben“. Dennoch, erfinderische Autofahrer nutzten die verborgensten Möglichkeiten, irgendwie doch noch ein Stück der befahrbaren Hauptstraße zu nutzen. Radfahrer konnten ungestört entgegen der bisherigen Fahrtrichtung auf der Hauptstraße spazieren fahren. Die Fußgänger hatten die Hauptstraße ebenfalls für sich und mussten allenfalls auf die Baufahrzeuge achtgeben und sich vor dem Staub der Steinsägearbeiten schützen. Die meisten Bürgerinnen und Bürger ließen sich vom Lärm und Staub während der Bauzeit nicht davon abhalten, ihren Geschäftsleuten in der Hauptstraße die Treue zu halten und trotzdem einzukaufen. Kaum nachvollziehbar ist es, das ein Geschäft in der Hauptstraße zu gemacht hat und auf einem Papierstück das Öffnen des Geschäftes mit der Wiedereröffnung der Hauptstraße in Aussicht gestellt hat. Sicher gab es Einzelhandelsunternehmen, die mit Einbußen während der Bauphase leben mussten, genaueres wird noch ermittelt. Jedoch nun zu konstruieren, dass dies die Konsequenz aus einer autofreien Innenstadt sei, ist wohl nur die halbe Wahrheit. Denn, eine Fußgängerzone mit Außengastronomie, Ruhe und Beschaulichkeit gab es auch während der Bauphase zu keiner Zeit. Nun fließt also der Durchgangsverkehr mehr oder weniger zügig wieder durch Rheinbachs Innenstadt. Eine Fußgängerzone ist nicht in Sicht. Nur schade, dass man wohl die Radfahrer erneut vergessen hat, denn für die wird es nun auf der Hauptstraße wieder eng. Zusätzliche Gefährdung droht den Radfahrern durch eine beidseitige Rille zwischen der neu geteerten Fahrbahn und den Gehsteigen. Nun ja, eine Teermaschine ist eben nicht breiter. Auch für die Raucher vor der Tür und für die Besucher der Außengastronomie wird die Luft enger, denn nun kommen zum Tabakqualm noch die Abgase und Rußpartikel der Autos hinzu.
Bis zum letzten Tag vor der Eröffnung der Hauptstraße für den Durchgangsverkehr herrschte rege Bautätigkeit.
