Dennis Mohr (FDP) im Gespräch mit Betreibern inhabergeführter Fitness- und Gesundheitsstudios

„Die Lage ist existenzgefährdend“

„Die Lage ist existenzgefährdend“

Der Direktkandidat der FDP für den Wahlkreis Neuwied, Dierdorf und Puderbach hat auf Einladung von Inhaber Detlef Eenhuis das Studio Fit+ in Engers besucht und dort mit ihm und Jürgen Poluschkin (WingTzun Gym Neuwied) ein langes Gespräch über die aktuell unbefriedigende und existenzgefährdende Lage geführt.Foto: FDP

24.02.2021 - 15:48

Neuwied / Dierdorf / Puderbach. Der Direktkandidat der FDP für den Wahlkreis Neuwied, Dierdorf und Puderbach hat auf Einladung von Inhaber Detlef Eenhuis das Studio Fit+ in Engers besucht und dort mit ihm und Jürgen Poluschkin (WingTzun Gym Neuwied) ein langes Gespräch über die aktuell unbefriedigende und existenzgefährdende Lage geführt.


Eenhuis und Poluschkin konnten eindrücklich beschreiben, wie die Existenz ihrer Studios und damit auch ihre Lebensgrundlage auf der Kippe stehen. „Die Mitgliederzahlen sind rückläufig, Neuanmeldungen gibt es keine“, ist Eenhuis sichtlich beunruhigt. „Die Mieten müssen gezahlt werden und von den versprochenen Finanzhilfen ist nur eine Abschlagzahlung angekommen.“ Um seine insgesamt vier Studios halten zu können, habe er sogar seine Altersvorsorge auflösen müssen. Poluschkin bestärkt das Bild: „Wir haben viel Geld in Hygienekonzepte investiert und akribisch Anwesenheitslisten geführt. Es wurde jedoch bei all unseren Kollegen nicht eine einzige Corona-Infektion nachgewiesen und nicht ein einziges Mal eine Anwesenheitsliste abgefragt.“ Stellvertretend für zahlreiche Studiobetreiber machen Eenhuis und Poluschkin seit Monaten auf ihre prekäre Situation aufmerksam. Beide sind mit Herzblut für ihre Kunden da und bieten nicht nur Fitnesstraining, sondern stellen ein umfassendes Angebot für Rehamaßnahmen und Gesundheitsvorsorge. So dürfen sie zwar aufgrund ihrer Zertifizierungen - trotz des Lockdowns - ärztlich verordneten Rehasport auf Rezept durchführen, dies sei aber aus finanzieller Sicht nur ein Tropfen auf dem heißen Stein. Außerdem fehle die regelmäßige Gesundheitsvorsorge, die viele ihrer Besucher dringend brauchen, um Schmerzen und Bewegungseinschränkungen vorzubeugen. „Wenn diese Studios die Krise nicht überleben, werden uns enorm wichtige Einrichtungen für unsere Gesundheit fehlen“, bestätigt FDP-Landtagskandidat Dennis Mohr. „Auf allen Ebenen der Politik fordern wir Liberale seit Beginn des Lockdowns, die Fitnessstudios mit ihren hervorragenden Hygienekonzepten offen zu halten. Sport ist kein Luxus und das Training zuhause ersetzt nicht die wertvollen Maßnahmen mit den teuren Rehageräten.“

Einig sind sich Eenhuis, Poluschkin und Mohr darin, dass vor allem die schlecht laufende Auszahlung der versprochenen November-, Dezember- und Überbrückungshilfen viel zu lange im Bundeswirtschaftsministerium auf sich warten lassen und maßgeblich zu der misslichen Situation beitragen. Mohr erklärt dazu: „Anders als im ersten Lockdown, als noch die Länder für die Abwicklung der Hilfen zuständig waren, hat seit dem zweiten Lockdown das Bundeswirtschaftsministerium die Verantwortung für das Antragsverfahren für sich in Anspruch genommen.“ Durch das allgemein bekannte verzögerte Antragsverfahren seien der für die Auszahlung zuständigen Investitions- und Strukturbank RLP die Hände gebunden. Die Abarbeitung der Anträge hingegen liefe sehr zügig ab. „Alle Vorschläge der FDP, die Hilfen über die Länder oder über die Finanzämter abzuwickeln, haben in der Bundesregierung keine Zustimmung bekommen.“

Dennis Mohr wird sich im Nachgang an diese Veranstaltung persönlich an die Abgeordneten der FDP in Land und Bund wenden und dort auf die Probleme aufmerksam machen. Die Liberalen kämpfen weiter für eine stufenweise und risikoadäquate Öffnungsperspektive zum Hochfahren unseres öffentlichen Lebens und damit auch für Studios wie die von Detlef Eenhuis und Jürgen Poluschkin, die gerade wegen ihrem wichtigen Beitrag für die Rehabilitation und Gesundheitsvorsorge eine besondere Beachtung finden sollten.

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FDP Landtagskandidat

Dennis Mohr

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