Zerstört durch die Ahrflut am 14. bis 15.Juli 2021
Die Maria-Hilf-Brücke
Die Touristen haben Spaß
und knipsen ohne Unterlass
das Schrottgebilde mit Vergnügen,
sehen es wund am Ufer liegen.
Maria hilf und gib Erleuchtung
den Leitern dieser schönen Stadt,
dass bald der Spuk ein Ende hat.
Denkt mal, ist das ein Denkmal??
Zur Mitternacht hör ich sie brechen,
ihr Jaulen und Ächzen macht mich wach,
hat monatelang mich um den Schlaf gebracht.
Das Hochwasser brach sie in der Nacht,
ich hör noch laut ihr Stöhnen,
an das geschundene Angesicht,
können wir uns nicht gewöhnen.
Karl Bayer

Dem Gedicht von Herrn Bayer kann ich nur voll und ganz zustimmen. Jeden Tag werden wir mit dem verrosteten Brückenfragment konfrontiert. Auch nach Jahren haben wir das Trauma des Untergangs dieser Brücke nicht verwunden. Ich und die Anwohner der Georg-Kreuzberg-Str. appellieren an die Verantwortlichen, Bringen Sie das Fragment der Brücke endlich dahin, wo es hingehört, auf den Schrott. Dann können auch wir einen neuen Anfang machen.
Das hat der Herr Bayer schön geschrieben. Es wäre vermutlich nicht schlecht, wenn die, die haufenweise Euros für Machbarkeitsstudien für irgendwelche weiteren Gedenkorte, Museen etc. rauswerfen, sich dieses Gedicht auch mal durchlesen, ausdrucken und auf den Schreibtisch legen.