Die SPD-Wachtberg trauert um Siegbert Heid
Wachtberg. Die SPD-Wachtberg trauert um ihr langjähriges Mitglied Siegbert Heid, der am 4. Dezember im Alter von 80 Jahren an den Folgen eines Leukämieleidens verstorben ist. Über 60 Jahre lang war Siegbert Mitglied unserer Partei, in die er im Januar 1961 eingetreten war. Am 11. November sollte er im Kreise der Mitglieder geehrt werden, konnte daran aber wegen seiner fortgeschrittenen Krankheit dann nicht mehr teilnehmen.
Der aus Karlsruhe stammende Badener war Zeit seines Lebens ein politischer Mensch. Er stammte aus einer sozialdemokratischen Familie, der Urgroßvater wurde bereits 1890 Mitglied der SPD. Sein Großvater wurde von den Nazis als Beamter entlassen, weil er zu seinen sozialdemokratischen Überzeugungen stand.
Nach seinem Eintritt in die SPD war Siegbert Gründungsmitglied des Sozialdemokratischen Hochschulbundes an der Universität Nürnberg-Erlangen und dort Sozialreferent im Studentenausschuss. Während seiner Tätigkeit als Bildungsreferent im SPD-Bezirk Franken von 1968 bis 1970 arbeitete er eng mit der Friedrich-Ebert-Stiftung (FES) zusammen, in deren Dienste er 1970 eintrat, dort die Abteilung Politische Bildung aufbaute und diese dann leitete. Nach der Wende 1989 übernahm er die Arbeitsgruppe Kommunalpolitik der Stiftung und widmete sich bis zu seinem Ruhestand vor allem der kommunalpolitischen Arbeit in den neuen Bundesländern.
Nach seinem Umzug aus Baden nach Gimmersdorf im Rheinland war Siegbert im Ortsverein zunächst ein aktives Mitglied in Veranstaltungen und politischen Diskussionen und vor allem unermüdlicher Unterstützer seiner Frau Ute Heid, die viele Jahre Ratsmitglied der SPD in Wachtberg war, die SPD-Fraktion von 2002 bis 2005 führte und als erste Frau der Wachtberger SPD für das Bürgermeisteramt kandidierte.
Von 1999 bis 2004 war Siegbert bereits einmal sachkundiger Bürger für die SPD im Sport- und Sozialausschuss. Nach dem Ende seiner beruflichen Tätigkeit war er dann von 2009 bis zur Kommunalwahl 2020 durchgehend politisch aktiv und vertrat die SPD im Kultur-, Sport und Sozialausschuss, im Bau- und Vergabeausschuss sowie im Ortsausschuss Gimmersdorf.
Eine besondere Rolle spielte der Sport im Leben von Siegbert. Er spielte Tennis, war aktives Mitglied im Wachtberger Wander-Verein und erwanderte mit dem Genossen Walter Töpner den französischen Teil des Jakobswegs. Vor allem aber förderte er den Baseball und war von 1992 bis 1998 Vorsitzender der Bonn Capitals, die in dieser Zeit in die erste Bundesliga aufstiegen und 1996 den Pokalsieg errangen. Und er beschäftigte sich mit der politischen Rolle des Sports, unter anderem als Leiter des Gesprächskreises Sport und Gesellschaft der Friedrich-Ebert-Stiftung.
Und vor allem ließ er viele Jahre lang für den Ortsverein, Freunde und Interessierte monatlich in seiner Kolumne „Steilpass“ die jeweiligen politischen und sportlichen Ereignisse aus seiner Sicht Revue passieren – analytisch, scharfzüngig und immer humorvoll.
Die SPD Wachtberg wird Siegbert Heid ein ehrendes Andenken bewahren. Als Familienmensch, als engagierten Politiker und als einen warmherzigen Freund.
Pressemitteilung
der SPD-Wachtberg
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