Swisttaler Ortsvorsteher trafen sich
Die Spielplätze aller Ortschaften sollen besser gepflegt und kontrolliert werden
Bürgermeister Eckhard Maack versprach, sich um die Probleme in absehbarer Zeit zu kümmern
Swisttal. Eine Reihe von Problemen, die den Ortsvorstehern der Swisttaler Ortschaften auf den Nägeln brennen, kamen bei der alljährlichen Ortsvorsteher-Konferenz mit Bürgermeister Eckhard Maack zur Sprache. Die fand auf Einladung von Ortsvorsteher Hermann Leuning diesmal im Alten Kloster Heimerzheim statt. Vor Beginn der Sitzung informierte Leuning bei einer Ortsbesichtigung über das bürgerschaftliche Gemeinschaftsprojekt zur Umgestaltung des Gottfried-Velten-Platzes. Die Arbeiten stehen kurz vor der Fertigstellung, so dass zum Maibaumaufstellen der Platz bereits genutzt werden könne. Nach der Gemeindeordnung nehmen die Ortsvorsteher die Belange ihrer jeweiligen Ortschaft wahr. Der Austausch mit dem Bürgermeister ist traditionell und hat sich bestens bewährt. Dabei wird die Erledigung der großen und kleinen Anliegen durchaus kontrovers diskutiert. Dennoch gelinge es in den meisten Fällen, gemeinsame Lösungen in finanziell schwierigen Zeiten zu erarbeiten, freute sich Maack. „Die Zusammenkünfte mit den Ortsvorstehern sind für mich von besonderer Bedeutung. Sie werden tagtäglich vor Ort mit den Anliegen und Fragen der Bürger konfrontiert. Ein regelmäßiger Austausch ist daher sehr wichtig“, sagte er.
Finanzmittel sind vorgesehen
Ein Thema, das alle Ortschaften betrifft, war die Spielplatzpflege und -kontrolle. Ortsvorsteher Heinz-Günter Kruse (Straßfeld) wies auf die dringend benötigte Ausstattung des Spielplatzes in seinem Heimatort hin. Finanzmittel seien im Haushalt vorgesehen, der vom Rat beschlossen worden sei und in Kürze der Kommunalaufsicht beim Rhein-Sieg-Kreis zur Genehmigung vorgelegt werde, so Maack. Mit der Genehmigung, voraussichtlich Mitte Juni, könnten die Mittel in Anspruch genommen werden. In Odendorf wünscht sich Ortsvorsteherin Elisabeth Kümpel, die Rampe am Spielhäuschen des Spielplatzes Germanenstraße/Schornbusch für die Nutzung durch Kleinkinder zu verbessern. Josef Breuer (Ludendorf) wies auf die Notwendigkeit der Entfernung von Totholz im Baumbestand auf dem Dorfplatz hin. Der Bürgermeister sagte hier sowie für den Bereich der unteren Orbachstraße in Odendorf eine Überprüfung zu. Der Sachstand zur Umsetzung des Sportstättenbedarfskonzeptes war ebenfalls von übergeordnetem Interesse. Maack informierte über die Beauftragung eines Bodengutachtens, die Abstimmungsgespräche mit dem Landesbetrieb Straßenbau NW bezüglich einer Zufahrt, die Erstellung einer Ausführungsplanung und die Investorengespräche.
Weitere Bestattungsformen gewünscht
Ortsvorsteher Heinz-Willi Schmitt (Morenhoven) unterbreitete einen Vorschlag aus der Bürgerschaft zu weiteren Bestattungsformen. Es handelt sich dabei um Grabstätten ohne Pflegeverpflichtung. Diese Grabart steht für Sarg- und Urnenbestattungen zur Verfügung und entbindet die Hinterbliebenen von der Verpflichtung, die Grabpflege sicherzustellen. Das Gräberfeld wird dabei als Rasenfläche angelegt. Die Grabstätte besteht aus einer bodenbündig verlegten Basisplatte, auf der ein liegender Grabstein mit bestimmten Maßvorgaben befestigt werden kann. Bürgermeister Maack sagte eine Prüfung des Vorschlags zu.
U3-Kitaplätze
Interessiert waren alle Ortsvorsteher an dem Stand der Versorgung mit U3-Kitaplätzen ab dem 1. August. „Wir schaffen es, 27 Prozent der unter dreijährigen Kinder mit Plätzen in Kindertagesstätten zu versorgen. Für die übrigen acht Prozent stehen bei Tagesmüttern Plätze bereit. Damit wird der statistisch vorgegebene Wert von 35 Prozent in Swisttal erreicht“, rechnete Maack vor.
Erfolgreiches Bürgerprojekt
Über ein erfolgreiches Bürgerprojekt berichtete Michael Bienentreu. In seinem Ortsteil Essig wurden in Eigeninitiative die Toilettenanlagen im Bürgerhaus komplett erneuert. Eine Belastung des Gemeindehaushalts erfolgte nicht; die Kosten wurden vom Förderverein und der Bürgerschaft getragen. Hermann Leuning bat um Prüfung eines, insbesondere von der älteren Bevölkerung, gewünschten Fußgängerüberwegs im Bereich der Vorgebirgsstraße zwischen Höhenring und Breniger Straße in Heimerzheim. Die Angelegenheit soll bei einem Verkehrstermin mit dem Straßenverkehrsamt und der Polizei erörtert werden.
Fußgängerweg muss fertiggestellt werden
Jakob Zimmer verwies auf die dringend notwendige Fortführung der Arbeiten zur Herstellung des Fußgängerwegs entlang der L 163 in Dünstekoven. Entsprechende Finanzmittel stünden im Haushalt bereit, allerdings müsse auch hier die Haushaltsgenehmigung durch die Kommunalaufsicht abgewartet werden. Die weiterhin von den Bürgern monierte Beschädigung von Wirtschaftswegen soll nach dem Verursacherprinzip geahndet werden, findet der Bürgermeister. Mit Ortsvorsteher Matthias Simon vereinbarte der Bürgermeister einen Ortstermin zur Instandsetzung von Ruhebänken und der Überprüfung der Fußgängerbrücke über den Schießbach in Miel. Außerdem sei eine punktuelle Verbesserung der Beleuchtungssituation in der „Breite Straße“ beabsichtigt. Christel Eichmanns bat um eine Prüfung der Gehwegsituation im Bereich der Straße „Am Steinrausch“ und der B 56 in Buschhoven. Hier sei in Teilbereichen kein Gehweg vorhanden. Um all diese Themen will sich Bürgermeister zusammen mit der Gemeindeverwaltung in naher Zukunft kümmern.
