Politik | 08.10.2013

SPD-Ortsverein Rheinbach

Die Vorteile einer Gesamtschule

Stellungnahme des Rheinbacher SPD-Vorsitzenden Deters

Rheinbach. Wieder liegt der Ball im Spielfeld der Eltern. Im Rahmen der aktuellen Bedürfnisabfrage bei den Grundschul-Eltern wird ermittelt, ob in Rheinbach ausreichend Interesse an der Schulform „Gesamtschule“ besteht. Dies ist Anlass genug, sich noch einmal die Vorteile dieser Schulform für Rheinbach vor Augen zu führen.

Ohne Gesamtschule müssen Eltern schon im Laufe des vierten Schuljahres entscheiden, welchen Schulabschluss ihr Kind anstreben soll. Nicht bei allen Kindern liegt das auf der Hand. Spät-Entwickler werden ebenso wenig erkannt, wie sich die Auswirkungen der Pubertät auf die Lernbereitschaft vorhersagen lassen. Die Folge ist oft ein unfreiwilliger Schulwechsel. Zur Wahrheit gehört dabei auch: In Rheinbach wurde zuweilen noch stärker „gesiebt“ als im Landesschnitt; im Schuljahr 2011/2012 mussten ganze 15 Kinder vom Gymnasium auf die Realschule wechseln. Leider haben Bürgermeister und Mehrheit den Antrag der SPD im Rheinbacher Schulausschuss abgelehnt, in einem gemeinsamen Gespräch mit den Schulleitungen über mehr individuelle Hilfen für schwächere Schülerinnen und Schüler zu diskutieren.

Gemeinsames Lernen unter einem Dach

Dagegen lernen die Kinder in einer Gesamtschule unter einem Dach. Hier kann flexibel auf (gerade in der Pubertät völlig normale) Leistungsschwankungen reagiert werden, ohne dass gleich ein Schulwechsel nötig ist.

Gesamtschulen haben den Anspruch und das Ziel, jedes Kind nach seinen Fähigkeiten optimal zu fördern. Dies gilt natürlich auch für Kinder, die früh gymnasiale Standards erreichen. Anders als am Gymnasium werden die Kinder hier jedoch nicht nach acht, sondern nach neun Jahren zum Abitur geführt. Viele Kinder (und Eltern) leiden an der erdrückenden Stofffülle, die „G 8“ auf dem Gymnasium mit sich bringt. In vielen Familien wird abends nicht mehr in aller Ruhe gemeinsam gespielt, gelacht, gegessen und diskutiert, sondern Hausaufgaben gemacht und gelernt, weil die Kinder den Lernstoff alleine nicht bewältigen können. Für viele Familien wäre das Angebot einer „Entschleunigung“ eine echte Erlösung.

Stärkere und Schwächere profitieren beidseitig voneinander

Die Bildungsforschung zeigt, dass schwächere Schülerinnen und Schüler davon profitieren, gemeinsam mit leistungsstärkeren unterrichtet zu werden. Doch auch die leistungsstarken Schülerinnen und Schüler gewinnen, wie die Erfahrung aus den Pisa-Sieger-Ländern lehrt - nicht zuletzt deswegen, weil in Gesamtschulen „individuelle Förderung“ der Starken und der Schwachen groß geschrieben wird.

Ein letztes Wort noch zu den Gymnasien: Es ist Konsens aller im Rat vertretenen Parteien, dass die Gymnasien selbstverständlich nicht unter der Gründung einer Gesamtschule leiden sollen. Dazu steht ohne „Wenn“ und „Aber“ auch die Rheinbacher SPD. Um ausreichend Anmeldungen, das zeigt die Erfahrung der letzten Jahre, brauchen die Gymnasien ohnehin nicht zu bangen.

Pressemitteilung

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