Politik | 16.02.2021

Jusos Cochem-Zell kritisieren Wahlkampfstil von CDU und Junge Union

„Die Wählerinnen und Wähler brauchen keine Pausenclowns“

Kreis Cochem-Zell. Die CDU Rheinland-Pfalz irritiert kurz vor der Landtagswahl mit fragwürdigen Wahlkampfmanövern. Nachdem die Junge Union Ahrweiler und der JU-Landesverband ein mittels Photoshop entstelltes Bild von Malu Dreyer auf Facebook teilten, gibt es nun Aufregung um eine Fotomontage des CDU-Kandidaten Dirk Herber. Das Bild zeigt Malu Dreyer unter einer Bettdecke mit Anne Spiegel von den Grünen und Dr. Volker Wissing von der FDP. Übertitel ist das Bild mit dem Wortspiel „keinen Bock mehr auf Dreyer?“. Darin sehen nun viele Nutzer in den Sozialen Netzwerken eine eindeutig sexistische Anspielung. Die Kritik ist groß. Vielen kritisieren auch den fehlenden Ernst der CDU-Kampagne.

Unverständnis zeigen auch die Jusos Cochem-Zell. Die Vorsitzende Theresa Göbel ärgert sich über das Niveau der CDU: „An persönlichen Attacken, vor allem gegen Ministerpräsidentin Malu Dreyer, hat die CDU Rheinland-Pfalz offenbar Gefallen gefunden“, so die junge Sozialdemokratin. Das Bild einer kopf- und niveaulosen Landes-CDU ziehe sich, so Göbel, durch alle Wahlkämpfe. „Schon 2016, irritierte ein CDU-Wahlkämpfer mit unverschämten Aussagen zu Malu Dreyers Behinderung. Aus der damals hagelnden Kritik hat die CDU und vor allem die Junge Union offenbar nichts gelernt.“ Besonders beim CDU-Nachwuchs sieht auch der Jusos-Co-Vorsitzende Jens Mindermann ein zweifelhaftes Vorgehen: „Es ist offensichtlich, dass die unterirdischen, persönlichen Angriffe der JU System haben. Inhaltlich kann man gegen eine beliebte Ministerpräsidentin nicht punkten. Deswegen macht man durch Beleidigungen auf sich aufmerksam“, so Mindermann. Allerdings müsse der JU-Landesvorsitzende Jens Münster seine Rolle prüfen. Mindermann: „Jens Münster ist B-Kandidat von Anke Beilstein in unserem Wahlkreis. Er möchte Verantwortung als Volksvertreter übernehmen. Der Verantwortung als JU-Landesvorsitzender wird er jedenfalls nicht gerecht, wenn er solche Aktionen nicht unterbinden kann.“ Theresa Goebel ergänzt: „Parlamentarische Arbeit erschöpft sich nicht in angeblich lustigen Facebook-Beiträgen und halb-ironischen Zwinker-Kommentaren, die persönlich gegen andere Menschen gehen. Wer Volksvertreter sein will, den muss man auch ernst nehmen können. Jens Münster hat Nachholbedarf.“ Die Jusos Cochem-Zell störten sich daher auch an einem Facebook-Beitrag des JU-Landesvorsitzenden, der ein Malu-Plakat im Hochwasser stehend zeigte beschrieben mit den Worten „Ein Mosel-Hochwasser sagt manchmal mehr als 1000 Worte.“ In einem eigenen Post lautete die Kritik der Jusos: „Das Hochwasser ist nicht lustig! Viele Cochem-Zeller:innen sind fast jedes Jahr vom Hochwasser betroffen, müssen ihre Häuser räumen. Straßen sind gesperrt, manche haben Probleme, zur Arbeit zu kommen.“ Göbel und Mindermann richten einen deutlichen Appell an die CDU und deren Nachwuchs: „Versucht es mal mit Fairness. Humor ist gut, aber im Wahlkampf kann man auch mal ernst sein. Die Wählerinnen und Wähler brauchen Menschen, denen sie vertrauen können und keine Pausenclowns.“

Pressemitteilung

Jusos Cochem-Zell

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