Politik | 02.11.2017

Veranstaltung des Beirats für Migration und Integration des Kreises Mayen-Koblenz

Die politische und religiöse Radikalisierung wird zum Problem

Bei der Veranstaltung diskutierten Mitglieder der Beiräte, Experten, Vertreter aus Politik und Verwaltung rund um die Themen Rechtsradikalismus und Salafismus.Kreisverwaltung Mayen-Koblenz

Kreis Mayen-Koblenz. Die politische und religiöse Radikalisierung von Jugendlichen entwickelt sich zunehmend zu einem gesellschaftlichen Problem. Der Beirat für Migration und Integration des Landkreises Mayen-Koblenz rückte das Thema bei der Veranstaltung mit dem Titel „Autoritäre Jugend - zwischen Rechtsradikalismus und Salafismus“ im Bendorfer Rathaus in den Fokus.

Wie und warum radikalisieren sich junge Menschen? Welche wirksamen Präventionsmöglichkeiten gibt es? Für Professor Dr. Stephan Bundschuh, Sozialwissenschaftler an der Hochschule Koblenz, steht fest, dass die Empfänglichkeit der Jugendlichen für Populismus und Autoritarismus, unabhängig von der Religionszugehörigkeit, nach gleichen Mustern funktioniert. „Abgrenzung vom Elternhaus ist bis zu einem gewissen Ausmaß bei Jugendlichen völlig normal. Die Pubertät ist immer eine Phase der persönlichen Neufindung und der Suche nach Zugehörigkeiten zu Gruppen, Anerkennung und Geborgenheit“, so Bundschuh. Gefährlich und sehr schwer frühzeitig erkennbar werde es jedoch, wenn die Abgrenzung von der Familie oder ehemals bestehenden sozialen Strukturen vollständig vollzogen wird. „Salafismus und Rechtsradikalismus arbeiten konsequent mit populistischen Zuspitzungen und gesellschaftlichen Spaltungen. Arm gegen reich, unten gegen oben oder schwach gegen stark. Rechtspopulisten wollen vermeintliche Privilegien ihrer Gruppe verteidigen, Salafisten wollen Privilegien für ihre Mitglieder erkämpfen“, erklärt der Sozialwissenschaftler.

Pressemitteilung der

Kreisverwaltung Mayen-Koblenz

Bei der Veranstaltung diskutierten Mitglieder der Beiräte, Experten, Vertreter aus Politik und Verwaltung rund um die Themen Rechtsradikalismus und Salafismus.Foto: Kreisverwaltung Mayen-Koblenz

Leser-Kommentar
03.11.201710:13 Uhr
Uwe Klasen

Eine begrüßenswerte Veranstaltung, vor allem im Bezug auf den religiösen Radikalismus. Aber warum fehlt der Linksradikalismus? Dieser möchte z.B. die bestehende Staatsordnung aufheben, also nicht minder gefährlich als andere extremistische Bestrebungen! Hier wird, wieder einmal, leider nicht vollumfänglich Informiert!

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