Politik | 10.05.2019

Mechthild Heil MdB (CDU) lud zum Experten-Hearing: Glasfaser und 5G-Ausbau als zwingende Voraussetzungen für Smart City

Digitalisierung und Konvergenz: Zukunftsmotor für Wirtschaft und Städte

Andernach fehlt eine Digitalisierungs- und SMART City Strategie

Expertenrunde Digitales in Andernach mit Renatuz Zilles (l.), Vorsitzender des Deutschen Verbands für Telekommunikation und Medien. Foto: privat

Andernach. Die CDU-Bundestagsabgeordnete Mechthild Heil hatte hochkarätige Fachleute unter dem Motto „Politik meets Industrie“ aus ganz Deutschland zu einem Experten-Hearing zum Thema „Digitalisierung und Konvergenz“ eingeladen. Renatus Zilles, ebenfalls Andernacher und seines Zeichens Vorsitzender des Deutschen Verbands für Telekommunikation und Medien (DVTM), hatte für eine hochkarätige Besetzung der Expertenrunde Sorge getragen. Thilo Höllen, Leiter Business Deutschland der Telekom Deutschland GmbH, Jan Simons, Referent Landes und Kommunalpolitik des Bundesverband Breitbandkommunikation e.V (BREKO), Dr. Remco van der Velden, Bürgermeister der Stadt Geseke und Vorsitzender des BREKO Beirates, und Stephan Klaus, Bereichsleiter Cooperation Contracts der Deutschen Glasfaser AG, diskutierten unter der kompetenten Moderation von Herrn Dr. Frederic Ufer, Leiter Recht & Regulierung des VATM, über Herausforderungen und entsprechende Lösungsansätze.

Mechthild Heil stellte anfangs dar, dass gemäß des Koalitionsvertrages bis 2025 der flächendeckende Ausbau mit Gigabit-Netzen erreicht werden soll. Ziel ist eine sogenannte Gigabit-Gesellschaft, die als fortgeschrittene Informationsgesellschaft vollständig von Informations- und Kommunikationstechnik durchdrungen ist. Die Netzinfrastrukturen der Gigabit-Gesellschaft müssen den Transport der massiv anwachsenden Datenmengen ermöglichen. Dabei werde durch den Bund erstmals auch klar Glasfaser, an Stelle wie bisher Kupferkabel als technologische Grundlage der zukünftigen Netzinfrastruktur benannt. „Allein in der laufenden Legislaturperiode sollen dafür 10 bis 12 Milliarden Euro in die Hand genommen werden,“ so Heil.

Renatus Zilles stellte in seiner Key Note heraus, dass die Konvergenz – es wächst zusammen, was zusammen gehört – der digitale Zukunftsmotor ist. Die Konvergenz hat schon unseren Alltag im Bereich der Telekommunikation und Medien positiv verändert.

Der nächste Schritt wird im Bereich von Telekommunikation und Energie erfolgen. Smart Home ist bald keine Vision mehr, sondern wird die Lebensqualität steigern und für Jung und Alt einen großen Nutzen bringen. Die Konvergenz wird im Zuge der Digitalisierung Menschen, Maschinen, Dinge nahtlos miteinander vernetzen. Bürger und Unternehmen werden in ihrem Alltag vielfältige, aus heutiger Sicht zum Teil noch futuristisch anmutende Anwendungen nutzen. Voraussetzung für den Schritt in die Gigabit-Gesellschaft und Rückgrat der Digitalisierung ist eine leistungsfähige Netzinfrastruktur auf Basis von Glasfaser und 5G.

Ausbau der Netzinfrastruktur von größter Bedeutung

In der Diskussion stellte sich schnell heraus, dass für die Besucher der Veranstaltung – vor allem Kommunalpolitiker und Vertreter von Unternehmen – der zügige und zuverlässige Ausbau der Netzinfrastruktur von größter Bedeutung ist. Wie in anderen Teilen Deutschlands schon angedacht, kann es auch lukrativ sein, wenn sich Netzanbieter, Kreise und Kommunen zu innovativen Kooperationen zusammenfinden, um die Versorgung zu verbessern.

In einer spannenden und offenen Diskussion wurden die unterschiedlichen Sichtweisen von der TK Industrie, der Politik und der Unternehmen diskutiert und nach Lösungsansätzen für eine kurzfristige und effiziente Digitalisierung gesucht. Es wurde ein gegenseitiges Verständnis zur Bewältigung der digitalen Herausforderung erarbeitet und gleichzeitig erste Herangehensweisen im anschließenden Networking vereinbart. Alle Beteiligten werteten diese Veranstaltung als vollen Erfolg. Mechthild Heil fasste die Veranstaltung wie folgt zusammen: „Meine Erwartungen an dieses neue Format ‚Politik meets Industrie‘ wurde übertroffen, Experten und Politiker machten gemeinsame Fortschritte bei der Lösung der digitalen Herausforderungen und trafen erste konkrete Vereinbarungen.“

Es sind die ersten Schritte in die richtige Richtung gemacht worden, so Renatus Zilles, aber es fehlt Andernach dringend eine „Digitale Strategie“ bzw. eine „Smart City Strategie“, Vorrausetzung auch für die aktuellen Förderprogramme in Millionenhöhe von Bund und Land. Das Thema Infrastruktur ist hierbei ein wichtiger, aber nicht der alleinige Baustein für einen wirtschaftlichen Erfolg von Andernach und Umgebung, insbesondere die Attraktivität der Städte und die Lebensqualität von Jung und Alt zu verbessern. „Mein Slogan ‚Digi City Andernach‘ könnte eine Vorreiterrolle in Rheinland-Pfalz übernehmen, man muss jetzt aber das Momentum nutzen und eine entsprechende Strategie entwickeln, so Renatus Zilles.

Pressemitteilung

Wahlkreisbüro Ahrweiler

Mechthild Heil MdB

Expertenrunde Digitales in Andernach mit Renatuz Zilles (l.), Vorsitzender des Deutschen Verbands für Telekommunikation und Medien. Foto: privat

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