Volkstrauertag: Kreis-Veranstaltung am 19. November
Dr. Rita Süssmuth spricht bei Gedenkfeier
„Überzeugte Demokratin, authentische Friedensbotschafterin“
Kreis Ahrweiler. Die frühere Bundestagspräsidentin Professorin Dr. Rita Süssmuth hält die Rede bei der Gedenkfeier des Kreises Ahrweiler am Volkstrauertag am Sonntag, 19. November, 15 Uhr, auf dem Soldatenfriedhof in Sinzig-Bad Bodendorf. Es sei eine besondere Ehre für den Kreis, eine solch hochrangige Repräsentantin bei der traditionellen Gedenkfeier begrüßen zu können, erklärt Landrat Dr. Jürgen Pföhler. Prof. Dr. Süssmuth sei „eine überzeugte Demokratin und Europäerin“. Sie gehöre noch zur Generation der Kriegskinder. Persönliche Erfahrungen in der NS-Zeit hätten ihren späteren Lebensweg geprägt und sie zu einer leidenschaftlichen und authentischen Friedensbotschafterin gemacht, so der Landrat. Bei der Gedenkstunde, zu der auch die jüngere Generation willkommen ist, sprechen Pfarrerin Kerstin Laubmann von der Evangelischen Kirchengemeinde Remagen-Sinzig und Dechant Achim Thieser von der Katholischen Pfarrgemeinde St. Peter Sinzig Eingangsworte und Gebet. Landrat Pföhler hält eine Ansprache. Die musikalische Gestaltung übernehmen der Posaunenchor Bad Neuenahr sowie die Männergesangvereine Bad Bodendorf, Sinzig und Löhndorf.
Das diesjährige Leitmotiv lautet: „Sie sagen: ´Friede! Friede!´, und ist doch nicht Friede.“ (Jeremia 6,14). Im Gedenken an die Opfer der Kriege werden Trauerkränze niedergelegt durch die Landesregierung Rheinland-Pfalz, die Bundeswehr, den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge sowie den Sozialverband VdK. In Bad Bodendorf sind rund 1.200 Soldaten beerdigt, die gegen Ende des Zweiten Weltkriegs in der Region fielen oder in den Kriegsgefangenenlagern Remagen und Sinzig starben. Der Volkstrauertag ist ein staatlicher Gedenktag für alle Opfer von Kriegen und Gewaltherrschaft.
Rita Süssmuth (Jahrgang 1937) war von 1985 bis 1988 Bundesministerin für Familie, Frauen, Jugend und Gesundheit und von 1988 bis 1998 Präsidentin des Deutschen Bundestags. Zuvor war sie Professorin für Erziehungswissenschaften an den Universitäten Bochum und Dortmund sowie Direktorin des Forschungsinstituts „Frau und Gesellschaft“ in Hannover. Süssmuth engagiert sich seit Jahren national und international für Themen der Zuwanderung und Integration. Als Expertin für Migration wurde sie beispielsweise 2000 zur Vorsitzenden der unabhängigen Bundeskommission „Zuwanderung“ berufen. Pressemitteilung der
Kreisverwaltung Ahrweiler
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