Politik | 29.05.2020

Freie Wähler fordern ein Alkoholverbot für das gesamte Platzgelände

Dringlichkeitsantrag als Lösung für Münzplatzproblem

Stephan Wefelscheid (re.) und Christian Altmaier.Quelle: Freie Wähler Koblenz

Koblenz. Wie in den Medien berichtet wurde, kam es in letzter Zeit auf dem Münzplatz wiederholt zum Einsatz von Polizei und Ordnungsamt, weil zu viele Menschen auf dem Platz waren, von denen einige die Corona-Abstandsregeln nicht einhielten. Der gemeinsame Konsum alkoholischer Getränke war den Berichten zu Folge einer der Hauptgründe für diese Zusammentreffen. Die Polizei musste zuletzt sogar die Menschen per Lautsprecher auffordern, den Platz zu verlassen. Damit zeichnet sich am Münzplatz ein Bild ab, wie die Stadt es vor zehn Jahren in den Rheinanlagen und am Bahnhofsvorplatz schon mal erlebt hat. Die damalige Situation erfuhr erst eine Entspannung, als die Stadt per Allgemeinverfügung ein die Rheinanlagen bzw. den Bahnhofsvorplatz betreffendes Alkoholverbot ausgesprochen hat. Genau ein Solches fordern jetzt die Freien Wähler für den Münzplatz. „Einzige Ausnahme sind die Bereiche der Außenbestuhlung der umliegenden Gastronomiebetriebe, aber der gesamte Platz zwischen Münzmeisterhaus und Haus Metternich muss einbezogen werden“, erklärt Freie Wähler-Fraktionsvorsitzender und Rechtsanwalt Stephan Wefelscheid seine Idee. Er hält diesen Vorschlag des temporären Alkoholverbots für eine rechtlich vertretbare Lösung für ein Problem, welches sich jenseits von Lärm und Müll auch in ein akutes Gesundheitsproblem verwandeln kann. „Wir müssen aufpassen, dass nicht einige wenige Leute dafür sorgen, dass aus dem Münzplatz ein Corona-Hotspot wird und sich das Virus von Koblenz aus verbreitet.“

Bereits vor zehn Jahren hatte die SPD-Fraktion die Idee des Alkoholverbotes für die Rheinanlagen in den Stadtrat eingebracht. Indes wurde damals erklärt, dass dieses Verbot einzig durch die Verwaltung eingeführt werden kann und nicht über einen Ratsantrag. Für den kultur- und tourismuspolitischen Sprecher der FW-Fraktion, Christian Altmaier, ist aber der Vorschlag konkret und zeitnah umsetzbar. „Es geht nicht um den Gastronomiebetrieb, der über das ‚To-Go-Geschäft‘ einen Anreiz zur Versammlung bietet, sondern wir müssen jetzt eine Ausbreitung des CoVid19-Virus verhindern“, sieht Altmaier mit Sorge die massenhafte Ansammlung ohne Einhaltung der Abstands- und Hygieneregeln.

Über die Müllproblematik wollen Freie Wähler sich in den Gremien austauschen, haben für die kommende Ratssitzung aber auch eine Anfrage gestellt. Denn schon vor einigen Jahren hatte Christian Altmaier sich dafür eingesetzt, dass Koblenz nachhaltig feiert und auf Mehrweg statt Einweg auch bei Stadtfesten setzt. „Wir müssen alle Ideen durchdenken, die uns dabei helfen der Flut von Einwegbechern, nicht nur am Münzplatz, Herr werden zu können.“

Insofern wird das Thema Münzplatz auch Gegenstand der Debatte im kommenden Stadtrat. Freie Wähler hoffen auf ein positives Signal der Stadtspitze. „Es wäre fatal, wenn wir die Grenze der Neuinfektionen überschreiten und Koblenz zum Hotspot erklärt wird. Ein weiterer Lockdown muss mit allen Mitteln verhindert werden. Allein das Alkoholverbot würde eine belastbare Chance bieten, dem Treiben ein Ende zu setzen, ohne das unternehmerische Handeln des Gastronomen in Frage zu stellen“, begründen Altmaier und Wefelscheid den Dringlichkeitsantrag.

Pressemitteilung der

Freien Wähler Koblenz

Stephan Wefelscheid (re.) und Christian Altmaier. Quelle: Freie Wähler Koblenz

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Bildergalerien
Neueste Artikel-Kommentare
  • Lena: Diversität ist wichtig: Der Wolf reguliert Überpopulationen ( z.B. Schwarzwild, Rehwild). Für schlecht geschützte Herdentiere sind die Besitzer verantwortlich.
  • Peter 1: Trotzdem ist der Wolf hier vollkommen überflüssig.
  • Walter Miller : Ein verpixeltes Bild von der durch den Wolf getöteten Ziege. Was will man damit ausdrücken ? Das ein Wolf besonders grausam ist ? Er ist ein Geschöpf der Natur - nicht mehr und nicht weniger. Im Gegensatz zu den 467.000 Jägern in Deutschland.
  • Michael Geiger, 56337 Eitelborn: Michael Geiger, Leider kann ich die Losnummern aus der Ziehung vom 28.03.26 im Globus Bubenheim nicht finden.. Warum nicht
  • Dietmar Gläsener: Leider kann ich meine Gewinnlos Nummern , Ziehung vom 28.03.26 im Clobus in KO-Bubenheim nicht abrufen im Internet. Woran liegt es? D. Gläsener, 56237 Nauort
  • S. Bastian: Herr Winkelmann, Sie werden doch ihren eigenen Artikel kennen. Zitat: "Verbandsbürgermeister Jan Ermtraud machte in einer Rede deutlich, dass die Maßnahmenliste einerseits das Ergebnis eines vertrauensvollen...
  • Andreas Winkelmann: Hallo Frau Roth, von "vertrauensvoll" steht nichts im Bericht. Und die veränderte Maßnahmenreihenfolge ist ausdrücklich erwähnt. Gleich zu Anfang ist auf die dem Ratsinformationssystem zu entnehmenden Details verwiesen, wo u..a.
  • Dagmar Both: Guten Morgen Herr Winkelmann, herzlichen Dank für ihre Berichterstattung. Wenn sie von einer vertrauensvollen Abstimmung im Abstimmungsprozess zum Sondervermögen berichten, - dann gilt dies leider nicht für die Freien Wähler.
Kreishandwerkerschaft
Rund ums Haus
Innovatives rund um Andernach
Innovatives rund um Andernach
Rund ums Haus
Innovatives rund um Andernach
Anzeigenauftrag FMP-1P9L0-AD-351131
Koblenz blüht // Frohe Ostern 2026
Anzeige Lange Samstage
Empfohlene Artikel
Petra Schneider. Foto: privat
21

Kreis Ahrweiler. Am 23. April 2026 ist es wieder so weit: Der bundesweite Girls‘ Day/Boys‘ Day bietet jungen Menschen die Gelegenheit, spannende Einblicke in verschiedene Berufsfelder zu erhalten. Auch die CDU-Landtagsfraktion beteiligt sich erneut an diesem Aktionstag und lädt Schülerinnen und Schüler ein, einen Blick hinter die Kulissen der Landespolitik zu werfen.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Die Verkehrssituation an der Aloisius-Grundschule stresst die Anwohnerschaft. Foto: ROB
2277

Immer wieder kommt es zu kritischen „Manövern“: Auch die Stadtverwaltung sieht zunehmende Belastung:

HeimatCheck: Ahrweiler: Eltern-Taxis stressen alle

Ahrweiler. Seit mehreren Jahren steht die Aloisius-Grundschule vor einer wachsenden Herausforderung: dem zunehmenden Verkehrsaufkommen durch sogenannte „Elterntaxis“. Leser von BLICK aktuell berichten, dass sich die Situation trotz wiederholter Hinweise und Appelle bislang nicht verbessert habe. Insbesondere zu den morgendlichen Bringzeiten sowie am Mittag beim Abholen der Kinder kommt es regelmäßig zu kritischen Verkehrssituationen rund um das Schulgelände.

Weiterlesen

Symbolbild. Foto: Adobe Stock
133

Bonn. Am kommenden Samstag (04.04.2026) findet in Beuel und in der Bonner Innenstadt der „Bonner Ostermarsch 2026“ statt. Zu dieser Friedensdemonstration erwarten die Veranstalter rund 500 Teilnehmende. Die Versammlung beginnt um 13:00 Uhr auf dem Mirecourtplatz am Beueler Rheinufer. Von dort aus ist folgender Aufzugsweg vorgesehen:

Weiterlesen

Monatliche Anzeige
Dauerauftrag
Kreishandwerkerschaft
Essen auf Rädern
Dauerauftrag 2025
Mülltonnen -Reinigung, bis auf Widerruf
Fahrer gesucht (m/w/d)
Kleinanzeigen
Rund ums Hause Mayen/Mendig
fit für`s Alter?
Rund ums Haus
SB Standesamt
Stellenanzeige mehrere Stellen
Stellenanzeige Personalsachbearbeiter/in
Stellenanzeige