SPD-Fraktion Swisttal ist für eine schnelle und konstruktive Lösung
Ehrenamtliche Arbeit mit Kindern & Jugendlichen muss weiter gehen
Swisttal. Die Entscheidung ist gefallen. Der Swisttaler Kinder- und Jugendring (KJR) hat eine Satzungsänderung beschlossen und wird damit als Träger für die offene Kinder- und Jugendarbeit ab 2014 nicht mehr zur Verfügung stehen. Nun muss ein neuer Träger gesucht werden, leistungsfähig und erfahren. Dem Vorstand des KJR gebührt Dank für die geleistete Arbeit und Respekt für eine Entscheidung, die niemanden leicht gefallen ist.
Während der außerordentlichen Sitzung hat der KJR viel Wertschätzung bekommen - leider zu spät. Denn die verbale Unterstützung, die der ehrenamtliche Vorstand bekam, deckte sich nicht mit der personellen Unterstützung, die nötig gewesen wäre, um diese verantwortungsvolle Tätigkeit weiterzuführen. Mit der Anzahl der Mitarbeitenden und dem zu verwaltendem Etat, die einem kleinen Unternehmen entspricht, fühlten sich die Ehrenamtlichen zu Recht oft allein gelassen. Wünsche nach besserer Zusammenarbeit mit dem Kreisjugendamt und der Gemeinde wurden ignoriert, der Vorstand oft vertröstet. So ist nicht nur die Frustration groß - einige Ehrenamtler sind spürbar ausgelaugt. Verständlich, dass eine Grenze erreicht wurde, die man Menschen zumutet, die ihre Freizeit opfern, um eine gesellschaftliche Aufgabe zu erfüllen. Und da reicht es nicht mehr, sich auf die Schnelle als Helfer anzubieten. Dieser Beistand und weitere Signale der Unterstützung wären früher angebracht gewesen.
Doch neben der Enttäuschung besteht jetzt auch Klarheit. Das Kreisjugendamt, die Gemeindeverwaltung und die Politik müssen sich nun zeitnah an einen Tisch setzen, nach tragfähigen Lösungen suchen und für eine stabile neue Trägerschaft sorgen.
Denn die Mitarbeitenden haben ein Recht zu erfahren, wie es mit der Beschäftigung und den Arbeitsverträgen weitergeht. Und Kindern und Jugendlichen sowie Eltern muss signalisiert werden, dass die unverzichtbare Tätigkeit weiter geht. Dabei sollten die Hürden für potenzielle Träger nicht zu hoch gelegt werden. Werden von Beginn an die Erfahrungen des KJR sowie der Mitarbeiter einbezogen, steht einer guten Lösung nichts im Weg. Denn diese Situation bietet vielfältige Chancen, die Kinder- und Jugendarbeit in Swisttal sogar zu stärken. Der KJR kann sich wieder vermehrt um seine weiteren satzungsmäßigen Aufgaben wie Ferienprogramme und Freizeiten kümmern.
Im Zusammenspiel mit einem neuen Träger ergeben sich weitere Möglichkeiten und wertvolle Kooperationen, die das Angebot bereichern werden. Übrigens zum Wohle aller Swisttaler.
Denn eine gute Kinder- und Jugendarbeit beugt negativen Spätfolgen durch Vernachlässigung und Verwahrlosung vor. Und diese Konsequenzen bekämen alle zu spüren. Jenseits aller persönlichen und parteipolitischen Befindlichkeiten sollten daher alle an einem Strang ziehen und schnell nach einer konstruktiven Lösung suchen.
Pressmitteilung der
SPD-Fraktion Swisttal
