SPD besucht Whisky-Brennerei
Eifelwhisky ist etwas besonderes
Briedel. Wie wird Whisky hergestellt? Das konnten die Mitglieder des SPD-Kreisverbands bei einer Betriebsbesichtigung der Schnapsbrennerei von Michael Mees in Briedel erfahren. Michael Mees führt eine kleine Abfindungsbrennerei in Briedel gemeinsam mit seiner Frau Ruth in vierter Generation. Gegründet wurde die Brennerei 1926 von Josef Back und wurde weitergeführt von Mees‘ Großvater Martin und Mees‘ Vater Felix. Wie viele kleine Brennereien an der Mosel ist Mees eigentlich auf Obstbrände spezialisiert - auf Zwetschgen, Birnen, Kirschen, Äpfel, Mirabellen, Aprikosen und auf das Brennen der Rückstände, die bei der Weinbereitung anfallen, also auf Hefe und Trester. Für viele seiner Brände erhielt er hohe Auszeichnungen bei der Edelbrandprämierung der Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz. Seit dem 1. Januar 2018 dürfen kleine Brauereien auch „mehlige Rohstoffe“ wie Getreide und Kartoffeln brennen. Das brachte Michael Mees auf eine innovative Idee: Whisky von der Mosel. Er erklärt, wie die Herstellung funktioniert. Um den edlen Brand herzustellen, muss gemahlenes Malz mit Wasser versetzt und erwärmt werden. Durch die Hefe beginnt dann die Gärung. Aus dem Zucker wird Alkohol. Diesen Schritt vergleicht Mees mit der Bierherstellung. Auch dabei wird Alkohol aus Getreidemalz hergestellt. Nur entsteht bei der Gärung für Whisky bis zu 11 Prozent Alkohol. Dieser Alkohol wird durch den Brennvorgang destilliert und muss nun noch für mindestens drei Jahre und einen Tag im Fass liegen. Erst dann darf er sich Whisky nennen. Zwar lagert der Whisky noch in 100-Liter Eichenfässern im Keller und wartet auf die richtige Reife. Dennoch lässt Michael Mees seine Gäste immer gerne einen kleinen Schluck probieren. Er betont, dass man noch in der Probierphase sei. Mees experimentiert mit verschiedenen Getreidesorten und hat verschiedene Holzfässer gekauft. Um seinen Traum vom Mosel-Whiskey zu erfüllen, hat Mees einiges investiert. Er kaufte Geräte, Fässer, einen Maischetank und eine Getreidemühle. Ein weiteres innovatives Produkt im Repertoire der Briedeler Brennerei ist ein Gin, den Mees seinen Gästen auch gerne mit Eis und Tonic-Water als Cocktail anbietet. Der SPD-Kreisvorsitzende Benedikt Oster ist begeistert von den Innovationen: „Wir besuchen immer gerne kleinere Betriebe. Schnapsbrennen ist eine Kunst und in den kleinen Betrieben spielt das Handwerk eine sehr große Rolle. Bald gibt es den ersten Whisky von der Mosel, das ist wirklich etwas ganz Besonderes. Neue Produkte zu entwickeln und herzustellen erfordert oft Mut und viel Einsatz. Ich bin mir aber sicher, dass der erste Mosel-Whiskey ein sehr hochwertiges und edles Produkt sein wird.“
Pressemitteilung
SPD im Kreis COC
