Politik | 31.08.2024

Grundsteinlegung für 26,2-Millionen-Euro-Projekt im Kurpark von Bad Neuenahr

„Ein Meilenstein für den Tourismus und den Gesundheitsstandort“

Grundsteinlegung: (von links) Christian Senk, Michael Ebling, Peter Diewald, Daniela Schmitt, Jan Ritter und Martin Pilhatsch. Foto: GS

Bad Neuenahr-Ahrweiler. „Der Neubau ist ein Meilenstein sowohl für die Stadtentwicklung von Bad Neuenahr-Ahrweiler als auch für den Tourismus sowie den Gesundheitsstandort. Er steht für Fortschritt, für Aufwertung und Weiterentwicklung unseres Standortes. Wir wollen die Identität unseres Kurortes bewahren und gleichzeitig in die Zukunft überführen, Perspektiven schaffen.“ Das unterstrich Stadt-Vize Peter Diewald bei der Grundsteinlegung für die sogenannte Kurparkrandbebauung in Bad Neuenahr. Das 26,2-Millionen-Euro-Projekt umfasst nach der Planung des Bonner Architekten Martin Pilhatsch neben einer Konzerthalle für bis zu 460 Personen, eine neue Stadtbibliothek sowie ein neues Haus des Gastes mit Trinkhalle, Tourist-Information und einem Ticketshop. Zur Grundsteinlegung hatten Innenminister Michael Ebling und Wirtschaftsministerin Daniela Schmitt volle Taschen dabei. Beim Festakt überreichten sie Peter Diewald mehrere Förderbescheide in Höhe von insgesamt 42,5 Millionen Euro aus dem Sondervermögen „Aufbauhilfe 2021“ und dem Förderprogramm „Öffentliche Tourismusinfrastruktur“. „Das neue Zentrum ist ein weiterer Schritt zur Verbesserung der Lebensqualität der Menschen vor Ort und zur Weiterentwicklung des Tourismusstandortes Bad Neuenahr-Ahrweiler“, sagten Ebling und Schmitt bei der Grundsteinlegung. Bund und Land fördern die Baumaßnahmen im Bereich der Kurparkliegenschaften bisher mit rund elf Millionen Euro aus der Städtebauförderung, dem Förderprogramm „Öffentliche Tourismusinfrastruktur“ und der Wiederaufbauhilfe. Für das Förderjahr 2024 stehen weitere Fördermittel in Aussicht. „Die zahlreichen parallelen Wiederaufbauprojekte stellen die Kommunen natürlich vor Herausforderungen. Durch die Beauftragung von Projektsteuerungsdiensten können personelle Engpässe in den Verwaltungen aufgefangen werden. Aus diesem Grund hat die Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler externe Dienstleister für die Projektsteuerung beauftragt. Der Landesregierung ist es wichtig, dass auch diese Maßnahmen im Rahmen des Wiederaufbaus unterstützt werden. Hierfür stehen ihnen 34,5 Millionen Euro aus der Wiederaufbauhilfe zur Verfügung“, so Ebling. Zudem erhält die Stadt weitere 2,6 Millionen Euro für die Öffentlichkeitsarbeit im Rahmen des Wiederaufbaus. „Die Mittel sollen eingesetzt werden, um die Bevölkerung und andere Betroffene frühzeitig über die Maßnahmen des Wiederaufbaus zu informieren und die Öffentlichkeit am Wiederaufbau-Prozess zu beteiligen“, betonte der Minister. Weitere 2,8 Millionen Euro erhält die Stadt zur Sanierung des Mehrgenerationenhauses sowie 2,2 Millionen Euro für die Sanierung des Bürgerzentrums.  Zudem gibt es weitere 184000 Euro für die die Einrichtung und Erweiterung der Tourist-Information in Ahrweiler. Und auch zwei touristische Projekte werden angestoßen: Der Ahrtal-Tourismus Bad Neuenahr-Ahrweiler erhielt einen Förderbescheid in Höhe von rund 211000 Euro für die Konzeption und Vorplanung einer rund 300 Meter langen Panorama-Hängebrücke zwischen den beiden Hauptwanderwegen Rotweinwanderweg und Ahrsteig sowie einen rund 25 Meter langen Skywalk in den Weinbergen am Silberberg mit Blick über das Ahrtal. Zurück zum Kurpark: Zur Grundsteinlegung befüllten Diewald, Schmitt, Ebling und Pilhatsch gemeinsam mit den Geschäftsführern der Ahrtal und Bad Neuenahr-Ahrweiler Marketing GmbH, Jan Ritter und Christian Senk, eine kupferne Zeitkapsel und ließen diese in den Grundstein ein. Befüllt wurde sie, ganz nach Tradition, mit einer unterschriebenen Urkunde, Tageszeitungen und Euro-Münzen. Zudem wurde eine Flasche Bad Neuenahrer Heilwasser als identitätsstiftendes Symbol des Kurortes beigelegt. Seit mehr als zehn Jahren ist das Projekt „Neubau Kurparkliegenschaften“ in der Beratung der städtischen Gremien. Nach zahlreichen sowie umfassenden Entscheidungsprozessen in den vergangenen Jahren ist „ein architektonischer Gesamtentwurf für den neuen Gebäudekomplex hervorgebracht worden, der modernen Bauhausstil mit denkmalgeschütztem Erbe verbindet, und darüber hinaus eine Symbiose aus Kurpark und Gebäudeensemble ermöglicht“, so Jan Ritter. Die Flut hatte das Projekt zum Erliegen gebracht, bis es dann im Mai 2022 wieder aufgenommen wurde. Dazu hatte die Stadt ihre Tochter, die Ahrtal und Bad Neuenahr-Ahrweiler Marketing GmbH (ABMG), welche auch Betreiberin des Kurparks sowie des zu errichtenden Gebäudekomplexes ist, mit der Projektsteuerung beauftragt. Im Sommer 2026 soll das Projekt fertiggestellt sein. Ein Projekt übrigens, bei dem auch der Klimaschutz großgeschrieben wird. Eine 638 Quadratmeter große, auf dem Dach befindliche Photovoltaik-Anlage, eine extensive Dachbegrünung sowie die Nutzung der Abwärme des Großen Sprudels zählen dabei laut Christian Senk „zu den absoluten Vorzeigemaßnahmen“. Weiterer Vorteil: „Die Zusammensetzung des Gebäudes aus den drei Hauptbestandteilen Haus des Gastes, Konzerthalle und Stadtbibliothek ermöglicht es, verschiedene Kultur- und Freizeitangebote zentral unter einem Dach anbieten zu können, und so Personal und Räumlichkeiten an einem Ort zu bündeln.“ Doch erst einmal rücken die Bagger an. Der betreffende Teil des Kurparks ist gesperrt, außerhalb der Absperrung kann die Einrichtung weiter von Besuchern genutzt werden. GS

Grundsteinlegung: (von links) Christian Senk, Michael Ebling, Peter Diewald, Daniela Schmitt, Jan Ritter und Martin Pilhatsch. Foto: GS

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