Politik | 05.10.2020

Erwin Rüddel und die Parlamentsgruppe „Bahnlärm“ mit Vertretern der Bürgerinitiativen vor Ort

„Ein perfektes System zur Überwachung des Güterverkehrs!“

Tabea Rößner MdB (1. vl), Sandra Weeser MdB (2. vl) und Erwin Rüddel MdB (5. vl) mit Mitarbeitern der Firma Railwatch und Reiner W. Schmitz (rechts), Beauftragter der VG Bad Hönningen. Foto: privat

Rheinbrohl. Die Sprecher der Parlamentsgruppe „Bahnlärm“ besichtigten vor Ort in Rheinbrohl mit Vertretern der Bürgerinitiativen aus der Region ein System der Firma „RailWatch“ aus Bonn. Diese betreibt an Bahnlinien bundesweit Geräte zur Zustandsüberwachung von Güterzügen. „Eine eindrucksvolle Demonstration“, konstatierte der heimische CDU-Bundestagsabgeordnete Erwin Rüddel. „Es handelt sich um ein perfektes System zur umfassenden Überwachung des Güterverkehrs entlang der Bahnlinien.“

Das System von „RailWatch“ ist in der Lage, den Zustand in voller Fahrt vorbeifahrender Güterwagen komplett zu analysieren: Registrierung von Ladung und Besitzverhältnissen; Feststellung, ob eine Umrüstung auf leise Sohlen stattgefunden hat, ob ein Rad Flachstellen hat und Lärm verursacht; und die Messung, inwieweit die Bremsen eventuell verschlissen sind.

Sowohl die Sprecherinnen und Sprecher der parteiübergreifenden Parlamentsgruppe „Bahnlärm“ im Deutschen Bundestag, Tabea Rößner (Grüne), Sandra Weeser (FDP) und Erwin Rüddel (CDU), als auch die anwesenden Vertreter der örtlichen Bürgerinitiativen gegen den Bahnlärm am Mittelrhein zeigten sich beeindruckt von den Fähigkeiten des Systems und sehen in ihm große Chancen.

„Durch diese Messungen kann einerseits sehr schnell gegen Lärmbelästigungen vorgegangen werden. Zum anderen wird auf diese Weise auch ein höherer Sicherheitsstandard gewährleistet“, so Rüddel. Bislang, sagte der Abgeordnete weiter, nutzten vor allem private Waggonbesitzer diese Informationen, um Ihren Wagenpark in einen besseren Zustand zu versetzen. Die DB-Cargo sei hingegen derzeit leider noch sehr zurückhaltend.

„RailWatch“ stellt die Informationen den Wagenhaltern gegen Gebühren zur Verfügung. Es wird aber auch mit dem Gedanken gespielt, diese Informationen öffentlich den Bürgern zur Verfügung zu stellen. Die Parlamentsgruppe „Bahnlärm“ appelliert an die DB-Cargo und alle, die diese Daten bislang nicht nutzen, die Chancen dieses Systems zügig wahrzunehmen, um die Qualität ihres Waggonparks durch die zügige Außerbetriebnahme bzw. schnelle Reparatur schadhafter Waggons zu optimieren.

Natürlich sind die Messstellen auch in der Lage, nicht umgerüstete Waggons zu

identifizieren. „Das ist besonders wichtig. Denn gesetzlich ist festgelegt, dass sich ab Dezember 2020 nur noch umgerüstete Waggons auf deutschen Schienentrassen bewegen dürfen. Alle nicht umgerüsteten Waggons, gerade die aus dem Ausland, dürfen dann nur noch mit reduzierter Geschwindigkeit über Nebenstrecken verkehren“, rief Erwin Rüddel in Erinnerung.

Aber auch nach Erreichen dieses „wichtigen Etappenziels“ werde man weiter mit vollem Einsatz für einen nachhaltigen Lärmschutz am Mittelrhein kämpfen und beim Bund und der Deutschen Bahn auf zusätzliche Investitionen für Lärmschutzmaßnahmen entlang der Trassen drängen, versicherte Rüddel: „Ergänzende Anstrengungen für aktiven und passiven Lärmschutz sind erforderlich – wie leisere Weichen, Schienenstegdämpfer, Lärmschutzwände sowie weitere, neue Technologien zur Lärmminderung am rollenden Material und am Gleis.“

Im Übrigen bleibe es dabei, dass sich nur mit der glaubwürdigen Aussicht auf eine alternative Neubaustrecke – also die tunnelgeführte Lösung von Troisdorf/Mainz nach Bischofsheim - langfristig die Hoffnung auf eine substantielle Steigerung der Lebensqualität für die Anwohner am Mittelrhein verbinde. „Deshalb wollen wir von der Parlamentsgruppe ‚Bahnlärm‘ - im Einklang mit den Bürgerinitiativen vor Ort - ja so bald wie möglich die Erstellung einer Machbarkeitsstudie für die alternative Neubaustrecke“, betonte Erwin Rüddel.

Pressemitteilung

Erwin Rüddel (CDU), MdB

Tabea Rößner MdB (1. vl), Sandra Weeser MdB (2. vl) und Erwin Rüddel MdB (5. vl) mit Mitarbeitern der Firma Railwatch und Reiner W. Schmitz (rechts), Beauftragter der VG Bad Hönningen. Foto: privat

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Neueste Artikel-Kommentare
  • Janek: Wer die Strecke kennt, kann sich den Grund bereits denken … Der Straßenzustand ist dort so schlecht, dass er besonders für Motorradfahrer ein ernstzunehmendes Sicherheitsrisiko darstellt. Dem verunglückten...
  • Siegfried Kowallek: Die Nennung von BSW und der Partei Die Linke im selben Kontext ist sachlich nicht gerechtfertigt und damit unredlich. Prominentester linker Befürworter deutscher Waffenlieferungen an die Ukraine ist Bodo...
  • Daniela Jacobs: Auch Fußgänger ????? sollten beachtet werden!Wenn jeder nur ein bisschen, wäre vieles einfacher!
  • K. Schmidt: Die nächste Demo, gerade wenn sie sich an Familien richtet, sollte dann mal unter dem Motto stehen: "Fahrradhelme für alle!"
Dauerauftrag
Rund ums Haus
Kreishandwerkerschaft
Dauerauftrag 2025
Innovatives rund um Andernach
Imageanzeige Dauerauftrag 04/2026
Maschinenbediener, Staplerfahrer
PR-Anzeige
Dauerauftrag 2026
Unterstützeranzeige
Empfohlene Artikel
Petra Schneider. Foto: privat
26

Kreis Ahrweiler. Am 23. April 2026 ist es wieder so weit: Der bundesweite Girls‘ Day/Boys‘ Day bietet jungen Menschen die Gelegenheit, spannende Einblicke in verschiedene Berufsfelder zu erhalten. Auch die CDU-Landtagsfraktion beteiligt sich erneut an diesem Aktionstag und lädt Schülerinnen und Schüler ein, einen Blick hinter die Kulissen der Landespolitik zu werfen.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Blütenkönigin Antonia Augenstein, Bürgermeister Sven Schnieber (Mitte) sowie die Vertreterinnen und Vertreter der Stationen, Vereine und Sponsoren freuen sich auf das Blütenfest am 19. April. Fotos: DU
8

Traditionsveranstaltung geht am 19. April in die 16. Runde

Blütenfest verbindet Natur, Kultur und Gemeinschaft

Meckenheim. „Das Blütenfest hat eine Strahlkraft, die weit über die Stadtgrenzen hinausgeht. Deswegen ist es für uns sehr wichtig und wir freuen uns wieder auf eine schöne Veranstaltung“, hob Bürgermeister Sven Schnieber kürzlich die Bedeutung des Blütenfestes für Meckenheim hervor. Der Obsthof Dahlhausen war dabei zweifellos eine überaus passende Location, um auf die inzwischen 16. Auflage des am 19. April stattfindenden Traditionsevents vorauszublicken.

Weiterlesen

Dauerauftrag 2026
Kreishandwerkerschaft
Kreishandwerkerschaft
Essen auf Rädern
Fahrer gesucht (m/w/d)
Kleinanzeigen
Innovatives rund um Andernach
Innovatives rund um Andernach
Koblenz blüht 2026
Titel
Schulze Klima -Image
Ostergruß
Container Anzeige
SB Standesamt
Stellenanzeige mehrere Stellen
Koblenz blüht // Frohe Ostern 2026
Stellenanzeige Kita