Politik | 27.07.2018

Ferienzeit ist Bauzeit: Westerwaldkreis investiert rund 6,1 Mio. in kreiseigene Schulen

„Eine Investition in Schulen bedeutet eine Investition in unsere Zukunft“

Großbaustellen wie hier im Schulzentrum Höhr-Grenzhausen sind aktuell an vielen kreiseigenen Schulen anzutreffen. Foto: Pressestelle der Kreisverwaltung

Westerwaldkreis. Kaum waren Schüler und Lehrer in die schönste Zeit des Jahres, die Sommerferien, gestartet, hieß es für viele Handwerker im Kreis „ran an die Arbeit“. Die Ruhe soll genutzt werden, um in den kreiseigenen Schulen Baumaßnahmen durchzuführen.

Am Schulstandort in Höhr-Grenzhausen liegen Baumaßnahmen verschiedenster Art an. Sowohl im Gebäudetrakt des Gymnasiums im Kannenbäckerland als auch im Bereich der Ernst-Barlach-Realschule plus/FOS werden naturwissenschaftliche Fachräume erneuert. Neben den baulichen und technischen Veränderungen werden die Räumlichkeiten mit modernen Deckenversorgungssystemen für den praktischen Unterricht ausgestattet. Im Gebäude der Keramischen Fachschule müssen die Lüftungszentralen im Elektrobrenn- und Mehrzweckraum altersbedingt ausgetauscht werden. Im Bereich des Schulzentrums wird ein Nahwärmeverbund für die Gebäude Gymnasium/Realschule, Sporthalle, Mensa und Keramisches Zentrum geschaffen. Grundlage dafür ist die erstmalige Errichtung eines Blockheizkraftwerkes im Gebäudeteil der ehemaligen Hauptschule (Heizzentrale) mit entsprechenden Verbundleitungen zur Sporthalle bzw. zum Keramischen Zentrum. Darüber hinaus wird noch eine Photovoltaikanlage installiert. Die Kosten für die Maßnahmen am Standort Höhr-Grenzhausen werden mit rund 1,09 Mio. Euro zu Buche schlagen.

Bereits im vergangenen Jahr wurde begonnen, die Flachdachbereiche der Realschule plus/FOS „Hachenburger Löwe“ zu sanieren. In einem zweiten Bauabschnitt werden aktuell circa 1.000 m² Dachfläche saniert. Die Kosten hierfür belaufen sich auf 230.000 Euro. Der Abschluss der Maßnahme ist mit dem dritten Bauabschnitt im kommenden Jahr geplant.

In der Berggarten-Schule Siershahn werden für circa 20.000 Euro zwei neue Beratungsräume geschaffen.

Am Schulstandort Montabaur erstrecken sich die baulichen Aktivitäten auf das Mons-Tabor-Gymnasium, die Kreissporthalle I sowie die Berufsbildende Schule. Im Zuge der Neueinrichtung der Mensa sowie der Bibliothek am Mons-Tabor-Gymnasium sind vorhandene Werkräume weggefallen. Nunmehr müssen alte Lagerräume in entsprechende Fachräume für den Werkunterricht umgebaut bzw. umgestaltet werden. Die Kosten hierfür werden 60.000 Euro betragen.

An der Berufsbildenden Schule in Montabaur wird in den Sommerferien die Baumaßnahme „Umbau und Neueinrichtung des kompletten Fachbereichs ‚Ernährung und Hauswirtschaft‘“ mit der Lieferung und Montage der neuen Kücheneinrichtung ihren Abschluss finden. Die Gesamtkosten einschließlich der notwendigen neuen Küchenausstattung sowie des Mobiliars betragen 1,4 Mio. Euro.

Größte Maßnahme in der Kreissporthalle I

Die größte Maßnahme findet in der Kreissporthalle I statt. Hier muss altersbedingt eine Generalsanierung der Sanitäranlagen sowie der kompletten Umkleidebereiche erfolgen. Die Sanierungsarbeiten umfassen sowohl den baulichen als auch den technischen Sektor (Elektro; Heizung/Sanitär). Gleichzeitig wird eine Erneuerung des separaten Lüftungsgerätes für die Umkleide- bzw. Sanitärbereiche mit durchgeführt. Die Gesamtkosten betragen 1,45 Mio. Euro.

Rege Bautätigkeiten an kreiseigenen Schulen

Auch im Bereich des Westerburger Schulzentrums herrschen in den Sommerferien rege Bautätigkeiten an den kreiseigenen Schulen. Die im Jahre 2016 begonnene brandschutztechnische und energetische Sanierung des Aulabereichs der Friedrich-Schweitzer-Schule wird in diesem Jahr mit dem 3. Bauabschnitt beendet. Geschätzte Gesamtkosten in diesem Jahr: 150.000 Euro. Weiterhin werden die innenliegenden Sanitäranlagen für rund 190.000 Euro sowie der Computerraum inklusive Lüftungsanlage für circa 150.000 Euro komplett erneuert. Die umfangreichsten Bautätigkeiten in diesem Sommer finden jedoch am Gebäude des Konrad-Adenauer-Gymnasiums statt. Hier erhält im 2. Bauabschnitt der östliche Teil des Gebäudes ein komplett „neues Gesicht“. Neben der dringend erforderlichen Erneuerung der Holzfensteranlagen wird die Gebäudehülle mittels einer wärmegedämmten Vorsatzschale thermisch ertüchtigt. Die Kosten hierfür werden rund 1,3 Mio. Euro betragen. In den Folgejahren 2019 und 2020 sollen die restlichen Bereiche des Schulgebäudes entsprechend saniert werden. Gleichzeitig mit Fenster-/Fassadensanierung werden Teile der Klassenräume des südwestlichen Gebäudebereiches (Wörthstraße) komplett saniert. Dazu sollen neben einer Erneuerung der Fußböden sowie der abgehängten Decken neue LED-Leuchtmittel eingebaut werden. Darüber hinaus müssen sämtliche Be- und Entwässerungsleitungen sowie die weitere Sanitärinfrastruktur (Waschtische etc.) erneuert werden. Die Sanierung wird in drei Bauabschnitten in den Jahren 2017 bis 2019 erfolgen. Nachdem der erste Abschnitt im vergangenen Jahr umgesetzt wurde, ist in diesem Jahr mit den Sanierungsarbeiten des zweiten Abschnitts begonnen worden. Geschätzte Gesamtkosten des aktuellen Bauabschnitts: 200.000 Euro.

„Den Handwerkern bleibt bis zum nahenden Ende der Sommerferien an den Schulen in Kreisträgerschaft noch viel zu tun. Alleine in den Sommerferien 2018 investierte der Westerwaldkreis mehr als 6 Mio. Euro in die kreiseigenen Schulen. Wir wollen, dass unsere Schülerinnen und Schüler optimale Voraussetzungen zum Lernen vorfinden. Eine Investition in Schulen bedeutet eine Investition in unsere Zukunft“, resümiert Landrat Achim Schwickert.

Pressemitteilung

Kreisverwaltung

des Westerwaldkreises

Großbaustellen wie hier im Schulzentrum Höhr-Grenzhausen sind aktuell an vielen kreiseigenen Schulen anzutreffen. Foto: Pressestelle der Kreisverwaltung

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