Förderverein Mahnmal für die Opfer des Nationalsozialismus in Koblenz e.V.
Eine Million Besucher
Koblenz. Noch vor dem Weihnachtsfest haben eine Million Besucher die Homepage des Fördervereins Mahnmal für die Opfer des Nationalsozialismus in Koblenz e.V. besucht. Damit hat der kleine Verein viele Menschen und viel Interesse im Internet erreicht, wie er mit Freude feststellt. Die Arbeit zur Erinnerung an die Opfer des Nationalsozialismus aus Koblenz und Umgebung, an die Verbrechen der Nazis und zur Mahnung an uns alle, dass so etwas nie wieder geschieht, hat reiche Früchte getragen. Nicht nur in Koblenz und Umgebung, nicht nur in Rheinland-Pfalz und Deutschland, sondern weltweit. Dafür sagt der Verein danke!
Die Homepage gibt es seit gut 11 Jahren, seit Frühsommer 2005. Seitdem macht der Verein Koblenz auch als Gedenkort und das Gedenken hier bekannt. Es ist der Erfolg von vielen – aber die Macher sind nur zwei: Joachim Hennig, der stellvertretende Vorsitzende des Fördervereins Mahnmal Koblenz, der nahezu den gesamten Text der Homepage liefert, und Herbert Bartas, der Inhaber der Firma Eltovi in Polch, der diesen Inhalt technisch umsetzt und auf die Homepage bringt.
Aller Anfang ist schwer
Aller Anfang war auch hier schwer. Joachim Hennig und Herbert Bartas erinnern sich noch gut, wie sie zunächst mehr als ein Dutzend Wochenenden im Polcher Studio tüftelten und nach und nach Inhalte auf die Homepage brachten. Erst einmal waren die Struktur und das Aussehen der Homepage zu finden. Dann ging es weiter mit den Basis-Informationen über den Verein, die Vereinssatzung, die Geschichte des 1997 gegründeten Vereins und des 2001 errichteten Mahnmals für die Opfer des Nationalsozialismus in Koblenz auf dem Reichensperger Platz.
Es folgten Berichte über die bisherige Vereinsarbeit, über die Veranstaltungen zum Gedenktag am 27. Januar, jeden Jahres, und über die Vorträge, Aufsätze und andere Aktivitäten von Joachim Hennig. Das Kernstück der Homepage wurde die Präsentation unserer Dauerausstellung über NS-Opfer aus Koblenz und Umgebung. Diese hatte Joachim Hennig für den Förderverein ab dem 27. Januar 2003 erarbeitet und dann immer weiter ergänzt. Inzwischen sind es 118 Biografien, die auch alle auf der Homepage zu sehen und herunter zu laden sind. Ergänzt wird diese Sammlung von Lebensbildern durch weitere Informationen über die NS-Opfer und durch eine umfangreiche Chronologie der Ereignisse, in die diese Biografien eingebunden sind.
Stolpersteine werden auch dokumentiert
Auf der Homepage werden auch die in Koblenz verlegten „Stolpersteine“ dokumentiert, die Aktionen der Verlegungen, die Namen der Opfer und die Verlegeorte der Steine. Weitere Themenbereiche waren und sind die „Stätten der Verfolgung“ innerhalb von Koblenz und auch außerhalb davon sowie Täterbiografien. Neben diesen Bereichen, die aktualisiert werden, gibt es immer wieder Informationen zur eigenen und auch zur übrigen Gedenkarbeit in Koblenz. Im laufenden Jahr 2016 finden sich zurzeit 35 solcher Informationen auf der Homepage.
Inzwischen ist die Homepage gut bekannt und im Internet präsent. Die Besucherzahlen steigen auf hohem Niveau. Im November 2016 waren es über 18.000 Besucher, mehr als 600 Besucher pro Tag. Die meisten kommen aus ganz Deutschland. Aber jeder 6. Besucher ist aus den USA, jeder 25. aus Frankreich, jeder 30. aus Großbritannien. Vor einiger Zeit hatte die Homepage sogar Besuch aus dem Vatikanstaat. Und die Kurve zeigt weiter nach oben. Zum Gedenktag an die Opfer des Nationalsozialismus am 27. Januar 2017 erwartet der Verein einen neuen Besucherrekord. Für alle, die die Homepage wieder entdecken wollen, hier die Adresse: www.mahnmalkoblenz.de.
Pressemitteilung
Förderverein Mahnmal Koblenz
Das Mahnmal für die Opfer des Nationalsozialismus in Koblenz auf dem Reichensperger Platz. Fotos: Förderverein Mahnmal Koblenz
