Politik | 23.10.2020

Rat der Stadt Bad Breisig tagte in der Jahnhalle

Eine Stadtratssitzung der „Einmütigkeit“

Alle Beschlüsse zu Römer Thermen und „RheinRuhe“ einstimmig

Die Stadtratssitzung vom 22. Oktober fand wegen der Abstandsregelungen wieder in der Jahnhalle statt. Fotos: KMI

Bad Breisig. Im Gegensatz zu manch turbulenten Sitzungen in der Vergangenheit herrscht im Bad Breisiger Stadtrat augenblicklich eine nicht gekannte, wohltuende Ruhe und eine Atmosphäre der Einmütigkeit. Um entsprechenden Abstand garantieren zu können, fand die Sitzung erneut in der Jahnhalle und nicht im eher beengten Kulturbahnhof statt. Obwohl neben dem zentralen Thema „Römer Therme“ auch die „RheinRuhe“ auf den Tagesordnungspunkten stand, wurden alle Beschlüsse einstimmig gefasst. Keine Gegenstimmen, keine Stimmenthaltungen stellte Bürgermeister Udo Heuser immer wieder fest.

Beim Thema Römer-Thermen ging es um den Jahresabschluss 2019, genauer gesagt um die Feststellung des Jahresergebnisses und die Entlastung der Geschäftsführung der Römerthermen Betriebsführungsgesellschaft mbH, Bad Breisig sowie des Eigenbetriebes „Kurbetriebe der Stadt Bad Breisig“. Um hier gegebenenfalls anfallende Fragen zu beantworten, war Thermen-Geschäftsführer Bernd Schmitz anwesend. Sein Eingreifen wurde aber wegen der schon erwähnten Einmütigkeit gar nicht benötigt. Er hatte das geprüfte Ergebnis zum 31.12.2019 mit einem Verlust der Kurbetriebe in Höhe von 897.714 Euro auch in keiner Weise zu vertreten, ist er doch gerade einmal rund drei Monate im Amt. Aber auch das Endergebnis für das Jahr 2020 ist, wenn es im Jahr 2021 vorliegen wird, noch keine faire Messlatte, denn die Römerthermen leiden unter der Corona-Pandemie - wie so viele andere Branchen auch.

Hoffnung für die Römerthermen gibt es aber trotzdem, denn das kürzlich vorgestellte neue Konzept verspricht eine nachhaltige Neuorientierung und passt wie gemacht zum nächsten Tagesordnungspunkt der Stadtratssitzung. Dabei ging es um einen Antrag innerhalb des Bundesprogramms „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur“, bei dem es ein mit 600 Millionen Euro Bundesmitteln prall gefülltes Säckel anzuzapfen gilt. Die Mittel sollen nach einer Neuausrichtung schwerpunktmäßig für Sportstätten, u. a. Schwimmhallen, eingesetzt werden, da hier besonderer Instandsetzung-Rückstand besteht. Auch beim Beschluss, einen entsprechenden Förderantrag zu stellen, zogen alle Parteien mit. Für Thermen-Chef Bernd Schmitz mit Sicherheit ein beruhigendes Gefühl, gemeinsam mit dem Stadtrat an einem Strang zu ziehen und zu sehen, dass es um die Sache, um das gemeinsame Ziel geht. Auch die Richtung der Fördermittel, Einrichtungen mit regionaler sowie darüber hinausgehender Bedeutung mit positiver Wirkung auf den gesellschaftlichen Zusammenhalt und soziale Integration zu unterstützen, passt maßgeschneidert und weist erfreuliche Parallelen zum jüngst vorgestellten Thermen-Konzept auf.

RheinRuhe: Totholz-Entsorgung und neue Baumfällaktion

Das Totholz an über 400 Bäumen im Gelände der Rheinruhe, so wurde vom Stadtrat beschlossen, wird so schnell wie möglich vom günstigsten der Anbieter entsorgt. Die Kosten belaufen sich auf 69.000 Euro. Im Übrigen müssen demnächst weitere 43 Bäume gefällt werden, wozu der Stadtrat ebenfalls grünes Licht gab. -KMI-

Bürgermeister Udo Heuser und Vertreterin Beate Deres bei der jüngsten Stadtratssitzung.

Bürgermeister Udo Heuser und Vertreterin Beate Deres bei der jüngsten Stadtratssitzung.

Im Mittelpunkt der Stadtratssitzung: Die Bad Breisiger Römer-Thermen. Der Rat brachte einen neuen Fördermittelantrag auf den Weg.

Im Mittelpunkt der Stadtratssitzung: Die Bad Breisiger Römer-Thermen. Der Rat brachte einen neuen Fördermittelantrag auf den Weg.

Eine Totholz-Entfernung an über 400 Bäumen in der RheinRuhe sowie weitere Baumfällarbeiten sind leider im Sinne der Verkehrssicherungspflicht unumgänglich.

Eine Totholz-Entfernung an über 400 Bäumen in der RheinRuhe sowie weitere Baumfällarbeiten sind leider im Sinne der Verkehrssicherungspflicht unumgänglich. Foto: Klaus Millarg

Die Stadtratssitzung vom 22. Oktober fand wegen der Abstandsregelungen wieder in der Jahnhalle statt. Fotos: KMI

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