Politik | 08.07.2016, 12:30 Uhr

CDU Landtagsabgeordnete Horst Gies und Guido Ernst

Einstellung von mehr Lehrern an Gymnasien gefordert

Kreis Ahrweiler. Mit einer Hiobsbotschaft schockte der Philologenverband Rheinland-Pfalz Anfang Juni die neu ausgebildeten Referendare in einer Pressemitteilung. Dort heißt es: „Gemäß den Informationen, die die Schulleitungen der rheinland-pfälzischen Gymnasien in den letzten Tagen an ihre Kollegien weitergegeben haben, erhalten mehr als 90 Prozent der Absolventen der gymnasialen Studienseminare keine Planstelle, werden von den in viel zu geringer Anzahl vorhandenen Planstellen wiederum 90 Prozent für Integrierte Gesamtschulen verwendet, sollen Gymnasien, die weniger als 2,5 Prozent strukturellen Unterrichtsausfall aufweisen, Kolleginnen und Kollegen an andere Schulen mit noch größerem Ausfall abordnen.“ (PhV. 8. Juni 2016).

Diese Meldung nahmen die beiden CDU-Abgeordneten im Landkreis Ahrweiler Guido Ernst und Horst Gies zum Anlass einmal nachzufragen, wie diese Situation an den Schulen des Kreises gesehen wird. Von einzelnen Schulen erhielten sie eine Bestätigung dieser Aussagen, sodass sie sich nun in einer Kleinen Anfrage an die Landesregierung gewendet haben, in der sie genaue Informationen über die Einstellungssituation an Gymnasien und Gesamtschulen im Landkreis Ahrweiler fordern.

Sie wollen dabei wissen, wie viele Planstellen für Gymnasien im Vergleich zu den beiden vorangegangenen Schuljahren stehen, wie dies bei der IGS Remagen bestellt ist, die sich ja noch im Aufbau befindet und wie viele Lehrkräfte von Gymnasien im nächsten Schuljahr abgeordnet werden sollen.

Guido Ernst hält diese Pläne, wenn sie sich denn bewahrheiten sollten für einen Skandal und teilt die Ansicht des Berufsverbandes der Gymnasiallehrer, dass sich hier weiter gefährlich einer „Schule für alle“, also der von der CDU befürchteten Einheitsschule genähert werde.

Sein Landtagskollege Horst Gies gibt zu bedenken, dass mit diesen Vorhaben sicher nicht der Unterrichtsausfall, der auch in Stellungnahmen aller Lehrerverbände zum Koalitionsvertrag beklagt wird, verringert beziehungsweise beseitigt werden könne.

Beide Abgeordnete sind der Ansicht, dass an allen Schulen mehr Lehrkräfte gebraucht werden, um die neu hinzugekommenen Aufgaben der Integration und Inklusion zu bewältigen. Dies sei auch keine „alte Platte“, wie die Grünen-Abgeordnete Evelin Lemke meint, sondern eine heute erst recht bestehende bildungspolitische Herausforderung, deren Lösung von allen Schulen, Beschäftigten, Lehrerverbänden und Elternverband gefordert werde.

Pressemitteilung von

Horst Gies MdL

und Guido Ernst MdL

BLICK aktuell bei Google bevorzugen
Erhalte mehr Inhalte von uns in deinen Google-Suchergebnissen.
Täglich exklusive Inhalte
Täglich exklusive Inhalte

Das digitale Magazin für Rhein, Ahr und Eifel — jeden Tag eine neue Ausgabe, optimiert fürs Smartphone.

  • 30 Tage gratis – inkl. E-Paper
  • Neue Ausgabe jeden Tag
  • Für unterwegs gemacht
Heutige Ausgabe lesen
Blick aktuell
Regio MAGAZIN

Bildergalerien
Dauerauftrag 2026
Rund ums Haus
Anzeige Shi Service Wochen
Angebotsanzeige (Oktober)
Stellenanzeige Auszubildende 2027
Stellenanzeige Reinigungskräfte/Gärtner
Rund ums Haus Daueranzeige
Zukunft trifft Tradition KW 42
Empfohlene Artikel
Weitere Artikel
Die B267 in Altenahr.  Foto: ROB
2014

Die Sperrung bedeutet Einschränkungen im ÖPNV

Altenahr: Vollsperrung der B 267 ab 19. Oktober

Altenahr. Ab Montag, 19. Oktober 2026, muss die B 267 in Altenahr auf Höhe des Bahnübergangs an der Altenburger Straße voll gesperrt werden. Grund hierfür ist die Herstellung einer Außenanlage. Die Sperrung wird voraussichtlich bis einschließlich 6. November dauern. Die Umleitung erfolgt aus Fahrtrichtung Altenburg kommend über die B 257 und den Roßberg, aus Fahrtrichtung Altenahr kommend erfolgt die Umleitung entgegengesetzt, das heißt über den Roßberg und die B 257.

Weiterlesen