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Steigende Problematik von „Loverboys“

Einstieg in die Prostitution durch junge Mädchen in der Pubertät

06.07.2018 - 08:20

Koblenz. Die Liberalisierung der Prostitution in Deutschland eröffnet die Möglichkeit für neue Methoden des Menschenhandels, insbesondere den Einstieg in die Prostitution von Mädchen in der Pubertät. Menschenhandel wird als das Verkaufen von Menschen, insbesondere von Frauen (in die Prostitution) definiert. Menschenhandel gehört zu den Erscheinungsformen der organisierten, global agierenden Kriminalität. Seit einigen Jahren weisen engagierte Frauenorganisationen und einige mutige Einzelpersonen mit Tagungen und Publikationen auf die mafiösen und menschenverachtenden Strukturen in der Prostitution hin. Auch die Medien berichteten über schockierende Verhältnisse, denen die Prostituierten ausgesetzt sind.

Am 19. April 2018 fand die Polizeiaktion, eine Groß-Razzia in 60 Bordellen, statt. Hier wurden vor allem Thailänderinnen aus den Fängen von Bordellbesitzern und Freiern befreit. Doch auch Frauen aus anderen Regionen sind betroffen.

Ein Themenabend der ARD Ende August 2017 informierte ein breites Publikum über das Problem „Loverboys“. Als „Loverboys“ werden Männer bezeichnet, die jungen Mädchen Zuneigung vorgaukeln, sie mit teuren Geschenken überraschen und sie emotional abhängig machen. Diese Vorgehensweise wird vor allem in Deutschland und Holland beobachtet.


Mädchen aus allen Gesellschaftsschichten sind gefährdet


Oft leben die Mädchen in instabilen sozialen Verhältnissen und sind somit leicht zu beeindrucken. Das Kennenlernen passiert vor der Schule oder auch im Internet. Eltern sind mitunter hilflos, denn die Mädchen blocken ab. Unter Vortäuschung von Zwangslagen (hohen Schulden) und massivem psychischen Druck (Androhung von Selbstmord) werden minderjährige Mädchen in die Prostitution gezwungen.

Nach § 232 STGB ist strafbar, wer eine andere Person unter 21 veranlasst, die Prostitution aufzunehmen oder fortzusetzen. Trotz der Strafbarkeit nimmt die Zahl der Fälle zu und die Dunkelziffer ist hoch. In Berlin waren bulgarische Hintermänner verantwortlich.

An einer Fachtagung in Saarbrücken veranstaltet von der Organisation Hadassah Initiative féminine, nahm für die BIZ-Fraktion Ratsfrau Gabi Hofmann teil. Die Veranstaltung wies auf das Phänomen „Loverboy“ hin. Mit diesem Thema sollten Eltern, Lehrkräfte, SozialarbeiterInnen, PolizistInnen und PolitikerInnen auf die Missstände aufmerksam gemacht werden. Schwerpunkt dieser Veranstaltung bildete der Vortrag einer jungen Frau, die selbst in diese Falle geriet und der es nach sechs Jahren gelang, aus diesem Milieu zu entkommen. Sie hat den Schulabschluss nachgeholt und ein Studium zu begonnen.


Auch aus Koblenz sind Fälle bekannt


Nach Auskunft von Solwodi sind auch aus Koblenz Fälle bekannt. Die zuständigen Behörden, zum Beispiel das Jugendamt, konnten auf Nachfrage der BIZ-Fraktion leider keine Angabe machen. Auch hier ist eine Sensibilisierung notwendig.

Pressemitteilung der

BIZ-Fraktion Koblenz

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Kommentare
juergen mueller:
Es geht hier nicht um Verteufelung, sondern einzig und alleine darum, dieser Veranstaltung etwas positives abzugewinnen, was ich nicht tue. Anstatt auf die Strasse zu gehen und Transparente hochzuhalten oder Sprüche (wie die von Anne) vom Stapel zu lassen, gibt es in vielfältiger Weise Dinge, etwas für EURE Zukunft zu tun, ohne laut zu werden. Laut ist unsere heutige Jugend eh schon bis zur Unerträglichkeit und zwar ohne positive Ergebnisse. Dass meine Generation eure Zukunft klaut ist ganz einfach nur das Ergebnis von Faulheit beim Denken. Ihr macht es euch zu einfach, wenn ihr denkt, wenn ihr auf die Strasse geht, dass sich dadurch etwas ändert. Steht ihr irgendwann einmal im Berufsleben (oder auch nicht), dann ist für viele von euch nur noch eines wichtig - dass es euch persönlich gut geht ... hierbei an andere zu denken, das ist dann nebensächlich u.egal ... das nennt man fortschreitende negative Entwicklung unserer Gesellschaft im ICH-Denken.
Anne:
Also an alle die schreiben das wir schwänzen. Nein das tun wir nicht! Wir haben unsere Lehrer und Direktoren gefragt und die haben dies ausdrücklich unterstützt und beführwortet. Uns liegt etwas an unserer Zukunft. Wir waren da, Wir waren laut, Weil Ihr unsere Zukunft klaut!
Lara :
Schade, dass die Aktion anscheinend so verteufelt wird. Es geht nicht um Lernverweigerung, sondern darum ein Zeichen zu setzten! Ich finde, dass vier Stunden Unterricht nicht mit dem Einsatz für unsere (!) Zukunft in Relation zu setzten ist. Waren zum allergrößten Teil engagierte Jugendliche, die ein ernstes Interesse haben :-)
Eks feeling:
Eks feeling hahaha das war so schlecht evakuiert mein ganzer Körper juckt danke für garnix
Kai Birkner:
Ehrlich gesagt, halte ich das für Unsinn. Es passiert kontinuierlich etwas. (https://www.umweltbundesamt.de/themen/luft/daten-karten/entwicklung-der-luftqualitaet#textpart-1) Wenn nun der Grenzwert für Stickoxyde der ohne wissenschaftliche Substanz festgelegt wurde und nun (nur in Deutschland) auch noch dilettantisch gemessen wird, zu Fahrverboten führt, führt das nicht zu mehr Verständnis für die berechtigte Forderung nach Umweltschutz, sondern bringt leider immer mehr Menschen dazu auch berechtigte Forderungen in Zweifel zu ziehen. Man sollte diese alberne und unsinnige Debatte um Diesel-Fahrverbote endlich beenden. Das hilft keinem.
Uwe Klasen:
„Der BUND fordert“ .... dabei ist noch nicht einmal in Ansätzen dazu demokratisch Legitimiert, geschweige denn durch den Souverän (Wähler) dazu berufen!
juergen mueller:
BUND fordert - Langner VERSPRICHT (was Zeit braucht) - aber NIX passiert. POLITIK auf - wie immer auf Ab (Irr-Wegen). Auch wenn für Visionen Geld benötigt wird - nicht immer alles Versprechen für sein eigenes Fortkommen, sondern auch einmal daran denken, dass Versprechen, was das immer in der Politik an Wahrheitsgehalt daran von Wert ist, zumindest versuchen, dies einzuhalten ... LANGNER. Sie haben Zeit genug gehabt, Positives auf den Tisch zu legen.
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