SPD-Kundgebung am Tag der Arbeit in Heimerzheim wurde zum Europa-Fest
Einzigartiges Friedensprojekt muss weiterentwickelt werden
Drei Sozialdemokratinnen warben für ein soziales Swisttal und Europa
Heimerzheim. Gleich drei Frauen traten auf der zum 37. Mal von der Swisttaler SPD organisierten und mit rund 200 Teilnehmern sehr gut besuchten Kundgebung zum Tag der Arbeit auf dem Velten-Platz in Heimerzheim als Rednerinnen auf: Europakandidatin Tine Hoerdum, die an die Entstehung des Feiertags am 1. Mai erinnerte und die SPD-Idee eines sozialen Europas beschrieb, sowie die Spitzenkandidatin der SPD in Swisttal, Gisela Hein, und die erneut für den Kreistag kandidierende Kreistagsabgeordnete Susanne Sicher, die die Zuhörer auf die am 25. Mai stattfindenden Kommunal- und Europawahlen einschworen. Außerdem konnte der Swisttaler SPD-Vorsitzende Tobias Leuning bei schönstem Frühlingswetter den stellvertretenden SPD-Kreisvorsitzenden Folke große Deters, den Bornheimer Bürgermeister Wolfgang Henseler und Delegationen der benachbarten Ortsvereine Alfter, Bornheim, Meckenheim und Rheinbach begrüßen, die großteils per Fahrrad gekommen waren. In einem kurzen Grußwort dankte Folke große Deters im Namen des Kreisverbands dem Ortsverein Swisttal für die gute Organisation der Kundgebung und machte deutlich, dass Tine Hoerdum nur bei einem guten SPD-Ergebnis ins Europaparlament einziehen werde. Hoerdum, die fünf europäische Sprachen fließend spricht und deren Mutter Dänin ist, beschäftigt sich als Referentin für die kommunale Daseinsvorsorge bei den Stadtwerken Köln unter anderem mit den Auswirkungen der EU-Politik auf die öffentliche Grundversorgung der Bürger mit Strom, Wasser und der Müllentsorgung. „Mit diesem beruflichen Hintergrund ist sie daher hervorragend dafür geeignet, unsere Interessen im Europäischen Parlament zu vertreten“, betonte große Deters. Tine Hoerdum erinnerte in ihrer Ansprache daran, dass der Tag der Arbeit aus Massenprotesten am 1. Mai 1886 auf dem Haymarket in Chicago (USA) entstanden sei. Die Proteste, die den Achtstundenarbeitstag forderten, wurden niedergeschlagen und endeten mit Toten und Verletzten. Heute erinnere der Tag der Arbeit an den mühsamen langen Weg und die vielen Erfolge von Gewerkschaften und Sozialdemokratie. Ungerechtigkeiten seien auch jetzt noch das große Problem in Europa. „Europa ist ein einzigartiges Friedensprojekt, das weiterentwickelt, demokratischer und gerechter werden muss. Europa braucht Frieden und Solidarität, Grundlage dafür ist die Überwindung von Grenzen. Nur ein gerechtes Europa kann auch ein friedliches Europa sein. Daher müssen die Finanzmärkte dringend reguliert und Steuerbetrug bekämpft werden. Wer zockt, der zahlt! Null Toleranz gegenüber Steuerbetrug!“ erklärte sie abschließend. Gisela Hein, Spitzenkandidatin der Swisttaler Sozialdemokraten bei der Kommunalwahl am 25. Mai und Bürgermeisterkandidatin im nächsten Jahr, nahm den Faden auf und erklärte, dass sie den Tag der Arbeit weiterhin für nötig halte. In Swisttal gab es bis Ende April circa 460 Arbeitslose, zehn Prozent davon seien Jugendliche und junge Erwachsene. „Die Gemeinde kann es sich nicht leisten, Jugendliche sich selbst zu überlassen“, so Hein, die sich als Bürgermeisterin dafür einsetzen werde, dass jeder Jugendliche eine Ausbildungsstelle bekomme. Die Bereitstellung von wohnortnahen, bezahlbaren Kinderbetreuungsplätzen mit flexiblen Öffnungszeiten sehe sie als vordringliche Gemeinschaftsaufgabe von Kommunen, Land und Bund. Denn Frauen, die arbeiten wollen oder müssen, müsse eine baldige Rückkehr in den Beruf ermöglicht werden. Bei ihren Hausbesuchen im Vorfeld der Kommunalwahlen sei ihr häufig mitgegeben worden, dass sich die SPD wieder verstärkt für die Schwächeren, für bezahlbare Mieten und Energiepreise, für gerechte Löhne und eine soziale Kommune einsetzen müsse, in der sich alle Menschen wohlfühlen. „Da sehe ich uns auf einem guten Weg. Ich freue mich, dass der 1. Mai in Swisttal als ’Tag des Bekenntnisses zu Freiheit und Frieden, sozialer Gerechtigkeit, Völkerversöhnung und Menschenwürde‘ gefeiert wird, wie es im Feiertagsgesetz des Landes steht, betonte Gisela Hein. Zuvor hatte die Swisttaler Kreistagsabgeordnete Susanne Sicher auf die Bedeutung der Kreistagswahlen hingewiesen, in dem sie die Zuständigkeiten des Kreises anhand einer kurzen Fahrt durch ihren Wahlkreis skizzierte. So sei der Kreis für die Jugendarbeit in der Offenen Tür im Alten Kloster gegenüber dem Veltenplatz genauso zuständig, wie für die Genehmigung des Friedwaldes ein Stück weiter bei der Burg Heimerzheim. Gegenüber der Burg bange das Deutsche Rote Kreuz um die Vergabe des Rettungsdienstes, die der Kreis europaweit ausschreibe. „Das sind starke Argumente dafür, dass Swisttal weiterhin eine starke soziale Stimme im Kreistag hat“, so Sicher. Auch der öffentliche Nahverkehr sei Sache des Kreises, deswegen seien die Mobilität und die Bildungspolitik die Schwerpunkte der SPD Rhein-Sieg in diesem Wahlkampf. Zahlreiche Helferinnen und Helfer um Brigitte Leuning hatten ein europäisches Buffet mit Spezialitäten aus zehn europäischen Ländern organisiert. Für musikalische Unterhaltung sorgte mit flotten Melodien die Swisttaler Live-Band „Kottengroover“.Pressemitteilung
der SPD-Ratsfraktion Swisttal
