Politik | 04.09.2020

Bürgerinitiative „Zukunft für Straßenhaus“ e.V.

Ellinger Schulpfad verschwindet

Ellingen. Der traditionelle Ellinger Schulpfad soll nach mehrheitlichem Beschluss des Ortsgemeinderates der geplanten sogenannten Ortsumgehung von Straßenhaus geopfert werden. Zunächst hatte die Ortsgemeinde im Planfeststellungsverfahren noch den Einwand der Bürgerinitiative übernommen und eine barrierefreie Überquerung der Umfahrung gefordert. Gemäß Plan sollte ein Bauwerk mit 45 Treppenstufen entstehen, das ganz und gar nicht als barrierefrei einzustufen war.

Nach gescheiterten Versuchen des Landesbetriebs Mobilität (LBM) zur Planung einer annehmbaren Lösung führte nun der Fraktionssprecher der Liste Haas, Ulrich Simon, in der Ratssitzung am 25.08.2020 aus, der Schulpfad Ellingen würde gar nicht mehr benötigt. Schulkinder würden mit dem Schulbus transportiert, für ältere Menschen sei der Schulpfad schon immer zu steil gewesen und man würde kaum noch Fußgänger sehen, die diesen Weg benutzen. Die Aufwendungen von einer halben Million Euro seien zu hoch für eine neue Lösung. (Anmerkung der BI: Diese wären nicht von der Gemeinde, sondern vom Bund zu erbringen.) Man könne ja stattdessen den Bau eines Radweges entlang der Kreisstraße 99 voranbringen.

Die Mehrheit des Gemeinderates beschloss diskussionslos die Beseitigung des altbewährten Schul¬pfades. Zukünftig würden so nur noch die Kreisstraßen 99 und 103 als Fußwegverbindung von und nach Straßenhaus für Ellinger Bürger*innen zur Verfügung stehen. Mit dem Schulpfad würden auch alle anderen Querverbindungen einschließlich des uralten Kirchweges gekappt. Feldwege und Spazierwege entlang der gesamten OU würden abgeschnitten. Schon im Zusammenhang mit dem bereits dreimal verlängerten Raumordnungsentscheid von 1996 war erwähnt, dass freies Umherstreifen in der Natur nach Bau der Ortsumgehung nicht mehr möglich sei.

Für Niederhonnefeld gilt das auch, nur sind hier eine 109 m lange Brücke über den 40 cm breiten Hässbach und eine kleinere Brücke für einen Feldweg vorgesehen. Allerdings soll genau da, wo der Niederhonnefelder Schulpfad verläuft, ein Regenrückhaltebecken entstehen. Hier und in einem weiteren RRB am Höllsbach sollen die Öl und Reifenabrieb enthaltenden Abwässer von der Fahrbahn gesammelt werden. Bei Starkregenereignissen sind Überläufe in den Höllsbach zu erwarten, der dann samt diesen Inhalten das Naturschwimmbad speist. Ein Trost: Hier soll demnächst für 268.000 Euro eine Sanierung nebst Einbau einer leistungsfähigen Filteranlage erfolgen, die hoffentlich auch diesen Verschmutzungen gewachsen ist.

Die Liste der gesamten Auswirkungen der sogenannten Ortsumgehung für Natur und Umwelt ist lang, die zu erwartenden Nachteile für die Menschen sind beträchtlich. Wer damit einverstanden ist, kann schweigsam bleiben. Wer für die deutlich bessere Tunnellösung ist, kann sich der BI „Zukunft für Straßenhaus“ e.V. anschließen. Der Tunnel ist die bessere Umgehung!

Ohne all die enormen Nachteile für Mensch und Natur – und viel schneller realisierbar. Für diese nachhaltige Lösung setzt sich der als gemeinnützig anerkannte Verein, die BI, nach Kräften ein.

Pressemitteilung Bürgerinitiative „Zukunft für Straßenhaus“ e.V.

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