Politik | 02.12.2022

Freie Wähler Gruppe Westerwald informiert sich bei Keramikhersteller über aktuelle Situation

Energiekrise im Focus

Am Verwaltungsgebäude begrüßt Geschäftsführer Michael Dickopf (Mitte) die Gäste von der FWG.  Foto: privat

Westerwald. Dass Interbau-Blink zu den erfolgreich auf dem Weltmarkt agierenden Mittelständlern im Westerwald gehört, davon konnten sich zahlreiche Mitglieder der Wählergruppe bei einem Besuch überzeugen. Durchaus neugierig betraten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer das riesige Fabrikgebäude der Produktionsstätte Blink mit der weithin sichtbaren Aufschrift „GIGA-Line“.

Seit 2017 wird hier in komplexen Fertigungsprozessen eine breite Palette an Fliesenprodukten hergestellt. Die Maßgenauigkeit, wie die Möglichkeiten der ansprechenden Oberflächengestaltung beeindruckten die Besucher.

Die Besuchergruppen konnten sich auch davon überzeugen, dass mit GIGA-Line in energiesparende und emissionsmindernde Produktionstechniken investiert wurde und so neueste Standards in Bezug auf Arbeitsschutz und Umweltauflagen erreicht werden. Sparsamer Umgang mit den eingesetzten Rohstoffen wird genauso großgeschrieben wie Energieeffizienz.

Die anschließende Diskussion in der guten Stube gestaltete sich lebhaft. Geschäftsführer Michael Dickopf betonte, dass, bedingt durch die Nähe zu den Tonlagerstätten, die zentrale Lage des Firmensitzes und die gute Verkehrsanbindung am Standort grundsätzlich gute Rahmenbedingungen zur Produktion der keramischen Produkte bestehe. Die Ökobilanz des „Westerwälder Produktes“ fällt dadurch, im Vergleich mit ausländischen Produkten, sehr positiv aus.

Dickopf brachte die aktuellen Probleme auf den Punkt: „Neben dem hohen bürokratischen Verwaltungsaufwand verliert der Standort Deutschland aktuell aufgrund hoher Produktionskosten, bedingt durch den Preisanstieg bei Gas und Strom, an Attraktivität und Wettbewerbsfähigkeit. Umso wichtiger ist es deshalb, nach Lösungen für die aktuellen Herausforderungen, mit denen der Mittelstand konfrontiert wird, zu suchen“.

Die anschaulich präsentierten Preisentwicklungen bei Strom und Erdgas und deren Auswirkung auf die Produktionskosten lösten bei allen Teilnehmenden Betroffenheit aus. Die Frage nach raschem Ersatz von Erdgas, etwa durch Grünen Wasserstoff, drängte sich auf.

Die Hoffnung der Anwesenden auf baldige Substitution des kostentreibenden Erdgases musste Geschäftsführer Olaf Mayer dämpfen. Er führte aus, dass Erdgas als Energieträger in der energieintensiven Produktion bei der komplizierten eingesetzten Ofentechnik auch aus technischen Gründen nicht kurzfristig ersetzt werden kann. Versorgungssicherheit und Preisstabilität bei Erdgas bleiben für das Unternehmen von elementarer Bedeutung.

„Wir hoffen, dass der Austausch mit Interbau-Blink stellvertretend für andere energieintensive Unternehmen aus der Region die aktuellen Schwierigkeiten für die Wirtschaft, insbesondere für die Keramikindustrie, verdeutlichen konnte. Wir freuen uns auf weitere Dialoge mit der kommunalen Politik, um auch zukünftig unserem übergeordneten Unternehmensziel, der Sicherung der Arbeitsplätze in unserer Unternehmensgruppe, Folge zu leisten“, so Mayer.

FWG-Kreisvorsitzender Stephan Bach zeigte sich überzeugt, dass die bedrohliche Situation für den Mittelstand nur im engen Schulterschluss zwischen Industrie und allen politischen Ebenen zu lösen sei. Er bedankte sich für die rege Diskussion und bei den Unternehmensverantwortlichen für die engagierte Information und die sehr gastfreundliche Aufnahme.

Pressemitteilung

Freie Wählergruppe Selters e.V.

Am Verwaltungsgebäude begrüßt Geschäftsführer Michael Dickopf (Mitte) die Gäste von der FWG. Foto: privat

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Neueste Artikel-Kommentare
  • Daniela Jacobs: Auch Fußgänger ????? sollten beachtet werden!Wenn jeder nur ein bisschen, wäre vieles einfacher!
  • K. Schmidt: Die nächste Demo, gerade wenn sie sich an Familien richtet, sollte dann mal unter dem Motto stehen: "Fahrradhelme für alle!"

Kruft: Zwischen Dauerkritik und Tatendrang

  • Rolf Stern : Der Text wirkt weniger wie eine Einordnung, sondern eher wie der Versuch, berechtigte Kritik abzuwürgen. Gerade bei öffentlichen Geldern ist Nachfragen keine Dauerschleife, sondern demokratische Pflicht.
  • Andreas Lung: Liebe Frau Schumacher, Sie haben offensichtlich überhaupt nicht verstanden, worum es geht.
  • Thomas Sebastian Napp: Ich kann der Gemeinde zu dieser Aktion nur gratulieren. Vor allem den Bauhofmitarbeitern muss ich hier ein Lob aussprecheb. Gleichzeitig kann ich es nicht verstehen, dass eine große Naturfläche auf dem...
Kreishandwerkerschaft
Dauerauftrag Imageanzeige
Rund ums Haus
Innovatives rund um Andernach
Rund ums Hause Mayen/Mendig
Anzeige KW 14
Mitarbeiter IT-Administrator
Stellenanzeige Personalreferent/in
Stellenanzeige Kita
Empfohlene Artikel
Petra Schneider. Foto: privat
23

Kreis Ahrweiler. Am 23. April 2026 ist es wieder so weit: Der bundesweite Girls‘ Day/Boys‘ Day bietet jungen Menschen die Gelegenheit, spannende Einblicke in verschiedene Berufsfelder zu erhalten. Auch die CDU-Landtagsfraktion beteiligt sich erneut an diesem Aktionstag und lädt Schülerinnen und Schüler ein, einen Blick hinter die Kulissen der Landespolitik zu werfen.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Symbolbild.
34

Aufgrund von Wartungsarbeiten muss´die Stromversorgung zeitweise eingestellt werden

Kein Strom in Sinzig-Westum und Löhndorf

Sinzig. Am Dienstag, 14. April, führt die Rhein-Ahr-AöR Arbeiten an der Wasserversorgung in Sinzig-Westum durch. Zur Sicherheit der Arbeiter muss dazu ein Mittelspannungskabel der Energienetze Mittelrhein (enm) zeitweise abgeschaltet werden.

Weiterlesen

Pfarrer Dr. Arno-Lutz Henkel.  Foto:privat
11

Allgemeine Berichte

EIN-Spruch: Fest(e) der Befreiung

Vom 01.-09. April wird die jüdische Pessach Woche begangen, die nahezu zeitgleich zusammenfällt mit der von den Christen begangene Kar- und Osterwoche. Durch Jesus bedingt hängen beide Festtraditionen, auch inhaltlich, miteinander zusammen.

Weiterlesen

Symbolbild. Foto: pixabay.com
310

Leserbrief zu „HeimatCheck: Bad Neuenahr: Zu viele unangeleinte Hunde im Stadtgebiet?“

Leserbrief: „Das ist keine Tierliebe, das ist Egoismus!“

Ich bin fast 75 Jahre alt. Seit meinem 17. Lebensjahr habe ich Hunde. Zwei dieser Hunde wurden von unangeleinten Hunden angefallen, und so schwer verletzt, dass sie nur durch hohe tierärztliche Kunst gerettet werden konnten. Beide hatten ihr Leben lang mit den Folgen zu kämpfen.

Weiterlesen

Dauerauftrag 2026
Essen auf Rädern
Kreishandwerkerschaft
Alles rund ums Haus
Kleinanzeigen
Koblenz blüht 2026
Oster-Anzeige
Koblenz blüht
Kreishandwerkerschaft - Anzeige Pool
Kreishandwerkerschaft
Rund ums Haus
Container Anzeige
Innovatives rund um Andernach
Innovatives rund um Andernach
Stellenanzeige
Koblenz blüht // Frohe Ostern 2026
Dauerauftrag 2026
Feierabendmarkt Bad Neuenahr / o.B. Sponsoring
Stellenanzeige Personalsachbearbeiter/in